Nahverkehr & Bauarbeiten

Fahrgäste in Gelsenkirchen-Buer warten bald überdacht

Der zentrale Omnibusbahnhof in Gelsenkirchen-Buer: Die Überdachung der Bussteige am ZOB in Buer sollte fertig sein, doch die Arbeiten zogen sich. Jetzt gibt es einen neuen Termin.

Der zentrale Omnibusbahnhof in Gelsenkirchen-Buer: Die Überdachung der Bussteige am ZOB in Buer sollte fertig sein, doch die Arbeiten zogen sich. Jetzt gibt es einen neuen Termin.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Buer.  Die Überdachung der Bussteige am ZOB in Gelsenkirchen-Buer sollte fertig sein, doch die Arbeiten zogen sich. Jetzt gibt es einen neuen Termin.

Wer in Gelsenkirchen-Buer am Busbahnhof auf den Bus wartet, der muss bislang noch immer hoffen, dass das Wetter einigermaßen mitspielt – oder dass er einen guten Regenschirm dabei hat. Zwar gibt es an einigen der neugebauten Bussteige kleine, provisorische Wartehäuschen, doch die bieten nur einer begrenzten Zahl von Schutzsuchenden Platz, in Corona-Zeiten noch weniger. Das soll sich bald ändern – allerdings sehr viel später, als ursprünglich geplant.

Denn eigentlich sollte der Busbahnhof in Gänze bereits im Sommer 2018 fertig sein. Zwar nahm er damals seinen Betrieb auf, doch wesentliche Elemente, die im Plan vorgesehen waren, fehlten: Die Überdachung der Bussteige, und damit im wahrsten Sinne des Wortes zusammenhängend auch Anzeigetafeln an den einzelnen Bussteigen, die die Fahrgäste über die Abfahrtszeiten der Buslinien informieren sollen.

Am Bussteig 9 in Gelsenkirchen-Buer wird schon gebaut

Ebenfalls fehlt noch eine große, zentrale Infotafel, die Auskunft darüber gibt, von welchem Steig aus welche Linie abfährt. Zurzeit sollte man sich als Fahrgast am besten schon im Vorfeld etwa über das Internet informiert haben, wo genau die jeweiligen Busse halten.

Jetzt haben die Arbeiten aber begonnen – wer am Busbahnhof unterwegs war, wird wahrscheinlich schon gesehen haben, dass am Bussteig 9 Arbeiter zugange sind, die Fundamente für die Dachkonstruktion zu gießen. Mitte November sollen die ersten Stahlstützen aufgestellt werden, teilte Stadtsprecher Martin Schulmann mit, Anfang des Jahres, wenn das Wetter mitspielt, sollen die Überdachungen dann fertig sein.

Darum hat es am ZOB Buer länger gedauert als geplant

Geplant gewesen war ursprünglich, dass die Dächer über den Bussteigen bereits im Sommer 2018 fertig sind. Personalengpässe, die die Ausschreibung für den Bau verzögerten, sorgten aber dafür, dass aus diesen Plänen nichts wurde. Vor einem Jahr, im November 2019, kündigte die Stadt an, dass die Arbeiten im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein sollten – daraus wurde bekanntlich nichts.

Stadtsprecher Martin Schulmann kennt den Grund. „Es war schwieriger als gedacht, eine Firma zu finden, die die Dächer herstellt“, sagt er. Bei den Konstruktionen handelt es sich um Einzelanfertigungen – die sind zwar, wenn sie fertig sind, architektonisch durchaus ansehnlich, in der Herstellung aber offenbar recht kompliziert. Jetzt habe man eine Firma gefunden.

Das bieten die neuen Anzeigetafeln

Die Anzeigetafeln werden nach Abschluss der Arbeiten an den Dachkonstruktionen angebracht. Die Standorte und die Ausführungen der neuen Anzeiger orientieren sich in einer Überkopfmontage grundsätzlich am Prinzip der Barrierefreiheit für sehbehinderte Personen, hatte die Stadtverwaltung vor zwei Jahren auf eine Anfrage der Bezirksvertretung Nord hin erklärt. Die Anzeigetafeln sollen laut Vorgabe eine gute Lesbarkeit aus einer Entfernung zwischen 15 und 20 Metern bieten.

Bei der Festlegung der Standorte sei darauf geachtet worden, dass Masten, Pfeiler und ähnliche Einbauten den Blick auf die Anzeigetafeln nicht beeinträchtigten. Die Leuchttafeln verfügen über eine Vorlesefunktion, die über einen Taster ausgelöst werden kann. So bekommen sehbehinderte oder blinde Personen die notwendigen Informationen für die Weiterfahrt angesagt. Insgesamt sollen am Busbahnhof in Buer 16 solcher Tafeln zu Einsatz kommen, am Gelsenkirchener ZOB sind zehn bereits im Einsatz.

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