Fotofahndung

Foto-Fahndung in Gelsenkirchen: Fünf schwierige Polizeifälle

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Mit gezielten Tritten gegen den Kopf haben diese vier gesuchten Männer in Gelsenkirchen einen Mann krankenhausreif geschlagen und getreten. Ein Video dokumentiert die Gewalttat im Gelsenkirchen-Ückendorf im August.

Mit gezielten Tritten gegen den Kopf haben diese vier gesuchten Männer in Gelsenkirchen einen Mann krankenhausreif geschlagen und getreten. Ein Video dokumentiert die Gewalttat im Gelsenkirchen-Ückendorf im August.

Foto: Polizei Gelsenkirchen

Gelsenkirchen.  Die Gelsenkirchener Polizei nutzt bei der Foto-Fahndung viele Kanäle. Fünf schwierige Fälle, die den Ermittlern aktuell Probleme bereiten.

Foto-Fahndungen sind für die Polizei Gelsenkirchen ein wichtiges Instrument. Weil immer mehr potenzielle Hinweisgeber in den sozialen Medien unterwegs sind, werden die Fahndungen per Bild auch immer mehr verbreitet. „Die Polizei freut dies, weil es den Fahndungsdruck auf die gesuchten Personen maßgeblich erhöht“, wie der Gelsenkirchener Polizeisprecher Thomas Nowaczyk erklärt. Allerdings ist „für uns nach wie vor auch die Zeitung als sehr weit verbreitetes Medium wichtig“, weil längst nicht jeder auf Facebook und Co. surfe.

Fotofandung in Gelsenkirchen: Tattoo verrät mutmaßlichen Dieb – Handschellen klicken

Wie hoch die Erfolgsquote bei Öffentlichkeitsfahndungen mit Bildern ist, konnte der Sprecher in Prozentzahlen nicht beziffern. „Es kommt aber häufig vor, dass sich Gesuchte aus eigenem Antrieb melden, weil ihr Bild nahezu überall zu sehen ist“, sagte Nowaczyk. Erst vor kurzem wurde ein mutmaßlicher Dieb nach der Veröffentlichung eines Kamerabildes gefasst. Sein auffälliges Tattoo hatte ihn letztendlich verraten.

22 Fälle im Gelsenkirchener Fahndungsportal: von Raub bis schwerer Körperverletzung

Foto-Fahndungen setzt die Polizei Gelsenkirchen nach Freigabe durch das zuständige Amtsgericht alle paar Tage ein. Aktuell sind im Fahndungsportal der Gelsenkirchener Behörde 22 Fälle gelistet, bei den die Gesuchten teilweise sehr deutlich zu erkennen sind.

Darunter ist ein Fall von besonders schwerem Raub, bei dem eine Gruppe von fünf Jugendlichen im März des vergangenen Jahres einen 14-Jährigen mit einem Messer bedrohten und so übel zurichteten, dass der Teenager einen Beinbruch erlitt. Die Gewalttäter flüchteten mit Wertgegenständen als Beute. Die Tat ereignete sich im Stadtteil Bismarck, die mutmaßlichen Täter wurden von einer Kamera an einer Bahnhaltestelle gefilmt.

Weiterhin noch gesucht wird ein brutales Quartett von Männer, die im August auf offener Straße in Ückendorf einen am Boden liegenden Mann krankenhausreif geschlagen und getreten haben. Videoaufnahmen dokumentieren nach Angaben der Polizei die Gewalttat. Besonders perfide: Die Täter traten gezielt nach dem Kopf des 39-jährigen Opfers.

Polizei Gelsenkirchen sucht einen betrügerischen BMW-Verkäufer

Der lukrative Deal hat den Betrüger augenscheinlich derart beflügelt, dass er in Gelsenkirchen mehrfach mit stark überhöhter Geschwindigkeit „geblitzt“ wurde. Von dem auffällig korpulenten Mann fehlt bislang noch jede Spur, obwohl er auf den Fahndungsbildern gut zu erkennen ist.

Wohnmobil mit Philharmonie-Aufkleber seit Dezember verschwunden

Unauffindbar ist bis jetzt auch ein anderes Schwergewicht geblieben. Die Rede ist von einem Wohnmobil, das im Dezember vergangenen Jahres in der Feldmark spurlos verschwand. Das weiße Wohnmobil der Marke Knaus mit blauen Ornamenten und blauer Schrift fällt unter anderem auf durch ein zweites Alkovenfenster auf der Fahrerseite sowie durch einen am Heck befindlichen Aufkleber mit dem Schriftzug „Neue Philharmonie Westfalen“.

Außerdem verfügt das Heim auf vier Rädern über zwei große Solarpaneele auf dem Dach, eine Einstiegshilfe mit Bügel, die auch als Türverriegelung dient, sowie über eine abnehmbare Anhängerkupplung.

Details, die vielleicht von Zeugen wiedererkannt werden und der Polizei Gelsenkirchen helfen, das Fahrzeug ausfindig zu machen respektive letztendlich den Dieb oder die Diebe zu fassen.

Klar erkennbar: Mutmaßlicher Dieb wird in Gelsenkirchen mit heruntergezogener Maske gefilmt

Gesucht wird zudem noch ein Dieb, den eine Überwachungskamera tiefenentspannt und mit heruntergezogener Corona-Schutzmaske sehr scharf ins Bild bekommen hat.

Von den aktuell 22 Fällen im Fahndungsportal der Polizei Gelsenkirchen geht es bei der Mehrzahl um Diebstahl und anschließendem Betrug am Geldautomaten mit gestohlenen EC-Karten.

Wer den Ermittlern Hinweise geben kann, der meldet sich bei der Polizeibehörde unter dieser Rufnummer: 0209 365 2160 oder 0209 365 8240.

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