Buersche City

Es gibt offenbar neue Pläne für die Markthalle in Buer

Nach vier Jahren Stillstand scheint sich etwas zu tun: Es soll neue Pläne für die Markthalle geben, die auch die Zustimmung von Oberbürgermeister Frank Baranowski, der Politik und der Verwaltung finden.

Nach vier Jahren Stillstand scheint sich etwas zu tun: Es soll neue Pläne für die Markthalle geben, die auch die Zustimmung von Oberbürgermeister Frank Baranowski, der Politik und der Verwaltung finden.

Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen-Buer.   Heute will die Stadt Gelsenkirchen das Angebot vorstellen: Es soll vom Bio-Supermarkt über ein Wiener Kaffeehaus bis zur Brauerei Boente reichen.

„Wir werden die Markthalle über die Stadtgrenzen hinaus wieder zu einer Event-Party-Location mit Magnetcharakter machen.“ Thomas Bernau, seit 2014 Inhaber der Halle am buerschen Markt, hat dieses Ziel für sich schon vor Jahren formuliert. Jetzt, so scheint es, gibt es eine Annäherung zwischen den verhärteten Fronten. Vielleicht mutieren die für viele Bueraner zum Sinnbild des Niedergangs auserkorenen Gitter rund um die Backsteinhalle ja schon heute zum zukunftsweisenden Bauzaun. Denn Bernaus Planungen, so erweckt es den Eindruck, hat nach fast eineinhalb jährigen „Geheimgesprächen“ die Zustimmung von Oberbürgermeister Frank Baranowski und der Politik gefunden.

Neuester Trend aus New York

Wiener Kaffeehauskultur, ohne Schmäh und ganz modern: Das Systemgastronomie-Konzept „The Italian“ des österreichischen Familienunternehmens Schärf, das im April seine Deutschlandpremiere gefeiert hat, soll in die Halle einziehen. „The Italian“-Café-Restaurants werden von der internationalen Presse gelobt – für eine herausragende Architektur, Wohlfühlatmosphäre, besten Service und strengste Qualitätskriterien für alle Lebensmittel. Hier gibt’s nicht nur Bohnen aus Fässern, sondern auch den jüngsten Schrei aus New York: kalten Kaffee.

Kooperationspartner von Reinhard Schärf in Deutschland ist unter anderem Uwe Suberg, der mit der Hausbrauerei Boente und natürlich der nach ihm benannten Ü-30-Party nicht nur im Festspielhaus Recklinghausen und Schloss Horst sondern inzwischen sogar auf internationalen Parketts tanzt. Suberg soll eine Art Boente-Dependance in der Markthalle eröffnen. Und damit den größten Part im oberen Bereich beleben. Entsprechend soll die gastronomische Fläche aufgewertet werden: mit einer Terrasse zum Markt hin, die sich über die gesamte Länge des Gebäudes erstreckt.

Heimat für vier gastronomische Betriebe

Im oberen Bereich sollen vier gastronomische Betriebe eine Heimat finden. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautetet, sollen künftig alle Altersgruppen angesprochen werden. Im Gespräch sei eine weitere Brauerei-Gruppe und ein asiatisch ausgerichtetes Angebot.

Um das Obergeschoss zu erreichen, können Besucher in Zukunft eine Wendeltreppe nutzen. Einer Skulptur gleich, so ist es in älteren Bauplanungen bereits zu erkennen, führt diese nach oben.

Eine optische Tangente zum neuen ZOB

Weitere Terrassen soll es im Erdgeschoss in der Springestraße geben. Wie in den Bauzeichnungen auf der Internet-Seite buersche-markthalle.de bereits ersichtlich ist, wird so auch eine optische Tangente zum neuen ZOB geschaffen, die den Busbahnhof an die Fußgängerzone anbindet.

Im Erdgeschoss selbst soll Denns Biomarkt auf knapp 700 Quadratmetern seine Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau anbieten. Hinzu gesellt sich ein Biobäcker. Große Schaufenster, die bis zum Boden reichen, sollen auf das Angebot aufmerksam machen.

Eine überdachte Spielfläche für Kinder

Für Eltern von kleinen Kindern gibt’s ein zusätzliches Bonbon. Auf der Fläche, wo heute noch die hässlichen, größtenteils besitzerlosen Stromkästen stehen, könnte eine überdachte Spielfläche für Kinder eingerichtet werden.

Hört sich so an, als könnte die Markthalle mit diesem Angebot in Zukunft wieder, wie einst, Gäste aus den Nachbarstädten Richtung Buer locken.

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