Einzelhandel

Erstes Cannabis-Geschäft öffnet in Gelsenkirchen-Altstadt

Bringen Farbe in die City von Gelsenkirchen: Jennifer Guderjahn, David und Jacqueline Röske (v.l.) mit ihrem neuen Geschäft „Hanfmate“.

Bringen Farbe in die City von Gelsenkirchen: Jennifer Guderjahn, David und Jacqueline Röske (v.l.) mit ihrem neuen Geschäft „Hanfmate“.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Altstadt.  Cookies, Schokolade, Kosmetik und Aromen gibt es in dem neuen Shop in Gelsenkirchen. Die Produkte enthalten Bestandteile der Cannabispflanze.

Vor noch nicht allzu langer Zeit war die Pflanze verpönt, derzeit erlebt aber sie einen Aufschwung: Die besonderen Inhaltsstoffe von Cannabis befinden sich in zahlreichen Produkten, werden in Drogeriemärkten, Supermärkten und auch Apotheken verkauft - jetzt auch erstmals in Gelsenkirchen-Altstadt, wo gerade David Röske (34) das Geschäft „Hanfmate“ an der Beskenstraße 21 eröffnet hat.

„Ich finde es gut, dass die Produkte populärer werden und die Pflanze damit ihr Negativimage verliert“, sagt er. Er ist überzeugt von der gesundheitsfördernden Wirkung. Anfang des Jahres startete er einen Online-Shop unter dem Titel „Hanfmade“. Kürzlich hat er dann seinen ersten eigenen Laden und damit das erste CBD-Fachgeschäft in der Gelsenkirchener Innenstadt eröffnet. Aus „Hanfmade“ wurde „Hanfmate“.

Auf 49 Quadratmetern dreht sich in Gelsenkirchen alles um das Thema Hanf

„Zum einen hat der Namenswechsel marketingtechnische Gründe, zum anderen bedeutet ‚Mate‘ auch Kumpel, was mir sehr gefallen hat.“ Auf 49 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet er ab sofort Aroma-Produkte, aber auch Cookies, Kaugummis, Riegel, Schokolade, Energydrinks und Kosmetik an, die entweder CBD oder Hanfsamen enthalten. Verdampfer und Zubehör gehören ebenfalls zum Sortiment, das er größtenteils in schwarzen Metallregalen platziert hat. Eine Sesselecke und Grünpflanzen sorgen für Gemütlichkeit.

Hinter einer Ladentheke, die derzeit mit einer Plexiglasscheibe die Mitarbeiter vor Corona schützen soll, befinden sich große Glasgefäße mit den getrockneten Blüten. Kleine Aromaschalen mit Duftproben ermöglichen den Kunden, sich durch die einzelnen Sorten hindurch zu schnuppern.

Viele Produkte dürfen nur an Kunden über 18 verkauft werden

Derzeit hat er acht Aromen im Sortiment, das er aber noch erweitern möchte. Wöchentlich werden die Top-Drei-Produkte auf einer Tafel präsentiert. „Penelope“ mit süßlichem Aroma, „Gelato“, das vom Geruch her an eine Eisdiele erinnert, und „Frucht Punsch“ stehen diese Woche im Fokus.

Da der THC-Gehalt bei unter 0,2 Prozent liegen muss, will Röske sehr auf die Inhaltsstoffe achten. „Ich versuche eigentlich noch immer weit drunter zu liegen, um kein Risiko einzugehen.“ Trotzdem: ein Großteil der Produkte darf nur an Kunden über 18 Jahren verkauft werden.

Auch Tiere kommen auf ihre Kosten

Für Vierbeiner hat er ebenfalls etwas in petto. „Wir bieten auch Öle für Hunde und Katzen an. Gerade für Silvester eine sinnvolle Sache, damit die Tiere sich nicht so erschrecken.“ Nachhaltigkeit und Lokalität ist dem Gelsenkirchener, der selbst in der Altstadt lebt, wichtig. So bevorzugt er zum einen wiederverwendbare Verpackungen wie Pfandgläser für die Blüten. Zum anderen zeigen „This is Gelsen“-Poster eines befreundeten Gelsenkirchener Labels an den Wänden den Lokalbezug.

Bei der dreimonatigen Renovierung der angemieteten Räumlichkeiten, auf die er übrigens durch ein „Zu verkaufen“-Schild im Fenster aufmerksam wurde, holte er sich auch bei der Inneneinrichtung und Werbung Gelsenkirchener mit ins Boot. Gemeinsam wurde das ehemalige Shisha-Lokal bis auf den Boden selbstständig saniert.

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