Premiere in der City

Erfolgreicher Start des „Glühwein-Zaubers auf’m Heinrich“

Eiskünstler Christian Fischer aus Frankfurt am Main schuf mit der Axt ein springendes Pferd aus dem Eisklotz.

Foto: Heinrich Jung

Eiskünstler Christian Fischer aus Frankfurt am Main schuf mit der Axt ein springendes Pferd aus dem Eisklotz. Foto: Heinrich Jung

Altstadt.  Bis mittags war der Premierenzulauf noch verhalten, aber mit Einbruch der Abenddämmerung brummte es beim neuen „Glühwein-Zauber“.

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Es läuft mittags noch eher verhalten. Die fein dekorierten Biertische unter schützenden Zeltdächern sind leer. Der soeben noch extra ausgerollte rote Teppich am Eingang zur weißen Zeltstadt auf dem Heinrich-König-Platz leuchtet wie neu und auf der Bühne spielt Norbert Labatzki leise Weisen für eine Handvoll Besucher.

Am Nachmittag rappelt’s auf dem „Heinrich“

Kein Problem, der Tag ist ja noch lang und immerhin: Wer früh vorbeischaut, braucht an den Gourmet-Buden nicht lange zu warten. Auf frischen Flammkuchen, Käse-Raclette, Gugelhupf und andere Köstlichkeiten. Stunden später rappelt’s auf dem Heinrich so richtig. Volle Tische, dampfender Winzer-Glühwein mit und ohne Schuss oder alkoholfrei, beste Stimmung. Gelsenkirchener Herz, was willst du mehr? Vielleicht noch schnell eine kostenlose Weihnachtszipfelmütze powered by „GEbräu“ aufs Haupt drappieren – passt.

Mit Schleifen aufgehübschte Tannen

Oder ein wenig Musik vielleicht? Aber: Die fehlt im ansonsten stimmungsvollen Ambiente zwischen Buden und mit roten Schleifchen aufgehübschten Weihnachtsbäumen. Stadtmarketing-Geschäftsführer Markus Schwardtmann greift sich ein Programm. Hoppla, da steht nach 16 Uhr wirklich kein Live-Auftritt mehr an. Also wird auf die Schnelle Musik vom Band geordert – und schon passt es doch wieder.

Der Hingucker in der langsam aufziehenden Abenddämmerung ist Christian Fischer am Eisklotz. „Ich bin kein Künstler“, sagt er zwischen geübten Schlägen auf den Klotz. „Ich bin Handwerker.“ Aber ein qualifizierter, ein Bausteinmetz. „Die Eiskunst ist ein bezahltes Hobby“, erzählt der Mann aus Frankfurt am Main, unter dessen Axt langsam aber sicher erkennbar wird, welche Skulptur am Ende unter dem Zelt steht: ein Pferd.

Aus einem Eisklotz wird ein Pferd

Sein Rohmaterial bezieht Fischer aus einer Eisfabrik in Limburg an der Lahn. Wie lange seine Skulptur diesen Temperaturen wohl standhält? „Bis heute Abend wird es reichen.“ Drei bis vier Stunden braucht Fischer bis zur Vollendung seines eisigen Werks. So lange kann Felix aber nicht warten. Der zweieinhalbjährige Knirps schaut dem Handwerker völlig gebannt zu – bis sein Buggy weiter geschoben wird.

Als die musikalische Untermalung läuft, sagt ein zufriedener Markus Schwardtmann: „Wieder die nächste schöne Party auf dem Heinrich.“ Eine, auf die auch die ersten Händler vom Weihnachtsmarkt aufmerksam geworden sind. Die ersten seien mittags schon am Heinrich-König-Platz gewesen und hätten sich erkundigt, ob der Weihnachtsmarkt im kommenden so aussehen könnte? Noch ist die künftige Anordnung des Marktes allerdings nicht geklärt.

Am Donnerstag gibt es ab 16 Uhr Live-Musik

Tag 1 des „Glühwein-Zaubers“ fällt mit dem Feierabendmarkt zusammen. „Schade, dass der heute ein wenig stiefmütterlich behandelt wird“, finden Monika (67), Christine (66) und Monika (63). Die drei Frauen geben dem „glühenden Heinrich“ gute Noten. Es sei schön und gemütlich, meinen sie, bevor sie weitere Angebote testen.

Und so geht es heute weiter: Der „Glühwein-Zauber auf’m Heinrich“ ist von 11 bis 22 Uhr geöffnet, für Live-Musik sorgen ab 16 Uhr Miriam Geier und Julia Nikolajczyk.

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