Bürger-Forum

Eine Internet-Plattform für Schlaglochmelder

Spätestens zum Frühjahr beginnt an vielen Stellen in Gelsenkirchen wieder die Flickarbeit. Dann werden Schlaglöcher mit Kaltasphalt geschlossen. 

Spätestens zum Frühjahr beginnt an vielen Stellen in Gelsenkirchen wieder die Flickarbeit. Dann werden Schlaglöcher mit Kaltasphalt geschlossen. 

Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Auto-Club ACE und IG BAU widmen sich Aufregerthema Straßenschäden und rufen zur Mängel-Meldung auf. Bei der Stadt gibt es längst GE-meldet.

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Schlaglöcher auf Stadtstraßen. Ein Dauerbrenner. Und als Aufreger ein Thema, das zu besonderen Allianzen von zwei Interessenverbänden führt: Autofahrer in Gelsenkirchen, die sich über kaputte Straßen ärgern, sollen über Mängel informieren – per „Schlagloch-Melder“, den der Auto-Club Europa (ACE) unter www.ace-online.de/schlaglochmelder anbietet. Dazu hat die Gewerkschaft IG BAU aufgerufen.

Druck machen für eine schnellere Sanierung

„Vom Asphalt-Krater bis zum wegbröckelnden Fahrbahnrand: Wer einen Schaden entdeckt, kann diesen im Internet anzeigen“, sagt Bezirkschefin Susanne Neumann. Damit will die IG BAU Emscher-Lippe-Aa zusammen mit dem ACE Druck machen für eine schnellere Sanierung. Denn gemeldete Schäden werden direkt an die zuständige Straßenbau-Behörde weitergegeben, erklärt Neumann: „Manche haben seit Jahren keine Ausbesserung gesehen und sind so eine echte Unfallgefahr. Gerade wenn im Frühjahr der Frost vorbei ist, sollten die Arbeiten beginnen.“

Schlaglöcher, die man jetzt nicht stopfe, würden in der nächsten Kälte-Saison größer und tiefer. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die öffentliche Infrastruktur weiter verfällt“, so die Gewerkschafterin in ihrem Appell, bei dem sie wohl vor allem auch die Beschäftigten der Bau-Branche im Blick hat. Die gesammelten Schlaglochfunde sollen an die Verwaltung weitergeleitet werden.

Wild gelagerter Müll, fehlende Straßenbeleuchtung

Die bietet allerdings längst auch selbst mit GE-meldet eine Internetplattform, auf der Gelsenkirchener loswerden, was ihnen oft buchstäblich stinkt. Kleine Übersicht am Donnerstag auf den ersten von (bislang 1073!) Meldungsseiten: Wild gelagerter Müll, fehlende Straßenbeleuchtung, abgelagerter Hausmüll, Unrrat, kaputte Straßenbeleuchtung, ärgerliche Baustelle, gelagerter Sperrmüll. verstopfter Straßenabfluss und und und.

„GE-meldet läuft eigentlich super gut“ weiß Stadtsprecher Martin Schulmann. „Es ist sichergestellt, dass die Beschwerden zeitnah zuständige Mitarbeiter erreichen“, sie würden dann zeitnah Zug um Zug abgearbeitet.

Prioritäten bei den Infrastruktur-Investitionen

Und die Schlaglöcher? Sind auch immer wieder ein Thema auf GE-meldet. Allerdings längst nicht so stark wie Unrat und Müll. Bis zur Behebung dauert es aber auch in der Regel länger, es sei denn „es ist Gefahr im Verzug“ und die Verkehrssicherheit gefährdet. Ansonsten sei die Straßenerneuerung eben auch eine Finanzfrage angesichts gesetzter Prioritäten bei Infrastruktur-Investitionen. Schulmann zitiert da Oberbürgermeister Frank Baranowski, der stets betone, dass ihm „eine gute Schule lieber ist als eine gute Straße“.

Kippelige Platten oder Frostschäden auf Fahrbahnen

Der bisherige Winter hat es ohnehin recht gut gemeint mit den städtischen Fahrwegen und Plätzen, meint Schulmann. „Kippelige Platten oder Frostschäden auf den Fahrbahnen und Wegen haben wir bislang nicht im großen Stil.“

Auf der Startseite der Stadt (www.gelsenkirchen.de) findet sich der Mängelmelder GE-meldet im Internet und als App für das Smartphone.

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