Sportparadies

Eine Eislaufparty mit zartem Schmelz und Wasserschlacht

Cool unterwegs: Zur Eissause mit Musik gab’s im Sportparadies in Erle Wasser im Becher – für spritzige Einlagen auf glattem Grund.

Foto: Thomas Schmidtke

Cool unterwegs: Zur Eissause mit Musik gab’s im Sportparadies in Erle Wasser im Becher – für spritzige Einlagen auf glattem Grund. Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen.   Gut 300 meist junge Leute kamen zur Abtauparty ins Gelsenkirchener Sportparadies. Auf dem tauenden Eis war diesmal eine Wasserschlacht angesagt.

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Langsam beginnt das Eis zu schmelzen. Auf dem Boden spiegelt sich buntes Licht in der Wasserschicht, die durch das Abtauen entsteht. Laute Musik von Techno, R’n’B bis hin zu Charts und Schlager – aufgelegt durch zwei DJs – beschallt die Emscher-Lippe-Halle.

Zum letzten Mal in dieser Saison durften junge Frauen und Männer noch einmal mit ordentlich Karacho über die Eisfläche im Sportparadies fahren. Bei der „Abtauparty“ zog es an die 300 Gäste mit ihren Schlittschuhen am Sonntagnachmittag für drei Stunden aufs Eis. „Die Kältetechnik wurde heute abgeschaltet. Bis das Eis richtig schmilzt, dauert es allerdings sehr lange. Wir werden das Eis deswegen aufbrechen und abtragen. Das dauert ungefähr eine Woche“, erklärt Turgut Tüfek, Eis- und Hallenmeister des Sportparadieses.

Bis das Eis richtig schmilzt, dauert es sehr lange

Die Jugendlichen ab zwölf Jahren drehen mal schneller, mal langsamer, mal alleine, mal zu zweit oder direkt mit einer ganzen Gruppe ihre Runden. Einige haben gelbe, mit Wasser gefüllte Getränkebecher in der Hand. Auch Lisa. „Heute ist es etwas spezieller als die Eisdisco sonst. Das Besondere ist, dass wir uns heute auch noch gegenseitig mit Wasser beschütten. Auch aus den Schläuchen kommt Wasser, dass uns nass macht. Ich bin hier, um mit Freunden Spaß zu haben“, erzählt die 13-Jährige lachend, bevor es dann wieder auf die Eisfläche geht. „Die Gesetze, die sonst immer gelten, bleiben heute für die jungen Leute außer Kraft“, witzelt Tüfek.

Bis zum Rand mit Wasser gefüllte Becher in der Hand

In der Mitte der Halle hat sich ein Kreis gebildet. Einige Jugendliche zeigen hier, was sie draufhaben, was nicht unbedingt jeder nachmachen kann. So gibt es welche, deren Bewegungen auf den Kufen stark an eine Breakdance-Performance erinnert, andere zeigen, dass sie sich nicht nur auf ihren Schlittschuhen, sondern auch auf den Händen mit einem Handstand kunstvoll auf dem Eis bewegen können.

„Wir sind auch sonst zwei- bis dreimal die Woche hier“, verraten Enrico (17) und Djan (18). Die beiden Freunde, die mit einer großen Gruppe vor Ort sind, können es kaum abwarten, ihre Schlittschuhe wieder zum Einsatz zu bringen. Auch sie halten bis zum Rand mit Wasser gefüllte Becher in der Hand. „Es macht richtig Spaß“, heißt es. Larissa (13) und Maik (14) sind extra aus Bochum angereist. „Wir fahren noch nicht so lange. Aber es ist immer super lustig. Schade, dass die Saison jetzt vorbei ist, aber in der nächsten sind wir wieder dabei.“

Gegen 16 Uhr wurde die Eis-Halle geschlossen

Wer von den jungen Menschen vom Wasser nicht genug hatte oder noch nicht genug davon abbekommen hatte, durfte im Anschluss auch die Badelandschaft des Sportparadieses nutzen. Gegen 16 Uhr wurde die Eis-Halle geschlossen, die nun für Veranstaltungen, bei denen das Eis keine Rolle spielt, vorbereitet wird.

Jetzt darf man sich erst einmal auf die Open-Air-Badesaison mit Eis am Stiel oder im Hörnchen freuen.

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