Stadtteil-Erneuerung

Ein offenes Ohr für die Bürger in Ückendorf

Besucher des Stadtteilbüros schauten sich am Mittwoch in den neue gestalteten Räumlichkeiten an der Bochumer Straße 109 um.

Foto: Michael Korte

Besucher des Stadtteilbüros schauten sich am Mittwoch in den neue gestalteten Räumlichkeiten an der Bochumer Straße 109 um. Foto: Michael Korte

Ückendorf.   Das neue Stadtteilbüro an der Ückendorfer Straße 109 soll zugleich Anlaufstelle und Treffpunkt für die Bürger im Gelsenkirchener Süden sein

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Mit leckerem Kaffee und Kuchen und einer musikalischen Darbietung wurde am Mittwoch das Stadtteilbüro in Ückendorf offiziell eröffnet.

Die Räumlichkeiten sollen künftig als zentrale Anlaufstelle an der Bochumer Straße 109 für Bewohner, Hauseigentümer, Geschäftsleute oder Vereine dienen und dafür Sorge tragen, dass das Leben sich insgesamt in dem problembehafteten Stadtteil verbessert.

„Zum einen ist unsere Aufgabe die Projektsteuerung der öffentlichen Baumaßnahmen mit Schwerpunkt auf der Bochumer Straße“, erklärte Projektleiter Martin Vöcks. Neben der Koordination der einzelnen Projekte soll das Team des Stadtteilbüros Bewohner aktivieren und frühzeitig in die Planung und Entwicklung der Erneuerungsmaßnahmen einbeziehen. Zudem sollen sie die Immobilienbesitzer beraten. „Sei es bei der Förderung, der Sanierungen und bei der Begleitung der Mieter, damit das Ganze auch sozialverträglich funktioniert“, sagte der 54-Jährige. Weiter wollen die Mitarbeiter des Stadtteilbüros den Kontakt zu den Organisationen und Vereinen im Stadtquartier ausbauen.

Menschen im Quartier für ihr Viertel einbinden

Die positiven Entwicklungen im Stadtteil sollen dabei verstärkt werden: Inzwischen haben sich im Viertel viele junge Leute angesiedelt und auch die künstlerische Initiative „Kreativquartier Ückendorf“ hat hier ihren Platz gefunden. Es tut sich also ‘was im Süden, das Bild wandelt sich – langsam. Vöcks schwärmte: „Ückendorf hat eine tolle Lage, viele Grünflächen, die Heilig-Kreuz-Kirche. Chancen, die genutzt werden wollen“, sagt er.

Vor der Eröffnung des neuen Büros stand das Gebäude, eine ehemalige Sparkassenfiliale, leer. Bereits im Dezember wurde das Stadtteilbüro an der Bochumer Straße neu besetzt. Im Zuge einer europaweiten öffentlichen Ausschreibung erhielt die „Stern Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH“ gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und dem Architekturbüro Markus Gebhardt den Zuschlag für den Betrieb des Büros. „Insgesamt neun Köpfe arbeiten hier – allerdings nicht in Vollzeit“, sagt der Projektleiter.

Sozialintegrative Maßnahmen der Arbeiterwohlfahrt

Auch Doris van Kemenade, Bereichsleiterin der Arbeiterwohlfahrt Gelsenkirchen Bottrop, will in den Stadtteil Bewegung reinbringen. „Die Awo legt den Schwerpunkt dabei besonders auf die Menschen. Wir sind für sozialintegrative Maßnahmen sowie für die Sozialplanung zuständig“, erklärt sie. Und fährt fort: „Insgesamt geht es hier vor Ort darum, dass die einzelnen Puzzleteile ineinandergreifen, damit am Ende ein gelungenes Bild entsteht.“

Am 6. und am 20. März wird es von 14 bis 16 Uhr im Stadtteilbüro auch eine offene Sprechstunde der Polizei geben. Die Bezirksbeamten haben dann ein offenes Ohr für geäußerte Sorgen.

Wochentags lädt das Stadtteilbüro zum Verweilen ein

Folgende Öffnungszeiten sind für das neue Stadtteilbüro an der Bochumer Straße 109 vorgesehen: montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 9 bis 16 Uhr sowie dienstags von 15 bis 19 Uhr.

Um die Angebote bekannter zu machen, soll die Arbeit des Büros am 10. April (das ist ein Dienstag) noch einmal öffentlich vorgestellt werden. Ort und Uhrzeit werden dafür noch bekannt gegeben.

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