Kulturgarten

Ein lauschiger Garten wird in Gelsenkirchen zum Kunst-Ort

Hautnah an der Kunst: Jenny Cannales, Achim Wagner, Gina Cornelison-Wagner und Hans Frey (v.l.) stellen im Kulturgarten in Gelsenkirchen-Bulmke das Programm vor.

Hautnah an der Kunst: Jenny Cannales, Achim Wagner, Gina Cornelison-Wagner und Hans Frey (v.l.) stellen im Kulturgarten in Gelsenkirchen-Bulmke das Programm vor.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services

Bulmke-Hüllen.  Ein bunter Mix in Bulmke: Literatur und Musik, Bilder und Skulpturen gibt es zu sehen und zu hören, wenn Künstler in den Kultur-Garten bitten.

Der Garten von Gina Cornelisen Wagner und Achim Wagner war in den vergangenen Jahren immer wieder Kulturort. Zwischen Metallplastiken und Skulpturen des Hausherrn, neben lauschigen Lauben, in verwunschenen Eckchen mit gemütlichen Sitzplätzen und unter schattigem Grün etablierte sich ein besonderer Treffpunkt – für Feinsinnige und Frohgemute, für Menschen die einfach nur Unterhaltung suchten, gerne gemeinsam mit Menschen aus ihrer Nachbarschaft. Literatur und bildende Kunst, Musik und Text gehen dann eine oft spannende Verbindung ein.

„Einmaliges Kunst-Event im Bulmker Kultur-Garten“

So soll es auch am Samstag, 24. August, wieder sein. Dann gibt es ab 16 Uhr (Programm ab 17 Uhr) an der Hammerschmidtstraße 16 ein „Einmaliges Kunst-Event im Bulmker Kultur-Garten“. So hat es Autor Hans Frey für den Einladungs-Flyer formuliert. Einmalig steht hier nicht für singulär – sondern für eine einmalige, besondere Mischung. Frey, die Galeristin Jenny Canales, die Wagners und Christoph Woloszyn stehen hinter der Gesamtorganisation.

Kurze Gedichte zum Thema Frauen

Mitwirken werden Kreative, die auch gerne in der Galerie „Kunst in der City“ von Jenny Canales ihre Werke ausstellen oder lesen: Frank Bruns, Autor historischer Romane und neuerdings auch einer Heftreihe, die ihr Protagonisten im Altenheim ansiedelt, ist dabei, auch der Gelsenkirchener Roman Dell (Winkler: „Der ist sehr beliebt bei den Leuten im Stadtteil“) liest wieder einmal. Der Schauspieler Markus Kiefer wird gleich zu Beginn Texte von Siegfried Lenz interpretieren, Canales selbst will „kurze Gedichte zum Thema Frauen“ vortragen. Wagner selbst wird einige Kurzgeschichten vorstellen - sicher auch eine, die er in Erinnerung an eine ganz besondere Beisetzung in Paris („eigentlich lief da alles schief“) niederschrieb: „Bei Marxens zum letzten Tee“

Bildende Künstler wie Anna Szymczak, Sieglinde Köpsell oder Wolfgang Benecken werden ihre Arbeiten ausstellen. „Das sind alles Wiederholungstäter“, sagt Achim Wagner, der als Moderator durchs Programm führen, die beteiligten Personen vorstellen und Inhalte erläutern wird. Jazzig-poppig wird Klaus Poetsch die Lesungen begleiten, zum musikalischen Zwischenspiel tritt ebenso Gitarrist Robin Kruse an. „Da sind ja einige Stunden zu füllen“, sagt Frey. Doch es wird entspannt zugehen. „Wir stehen ja nicht unter Stress.“

Ein kleiner Urlaub vom Alltag

Im Gegenteil: Zur Kultur werden Häppchen serviert, das Gastronomie-Angebot reicht von Prosecco bis Kaffee. „Wir tun was für alle Sinne“, verspricht Gina Cornelisen Wagner und weiß aus Erfahrung: „Viele Leute kommen gerne wieder, die fühlen sich an solch einem Abend wie im Urlaub.“ Zumal, da ist Hans Frey bei den Prognosen sicher, „das Wetter schön werden soll“. Vorsichtshalber werden dennoch Zelte und Pavillons aufgebaut.

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