Förderpreis

Ein Container voll mit Spielzeug für den Schulhof

Aura (v.l.), Kinga, Sakiye, Hazin und Valentina von der Martinschule freuen sich über die neuen Spielgeräte für den Pausenhof. Sie haben die neuen Becherstelzen gleich mal getestet.

Aura (v.l.), Kinga, Sakiye, Hazin und Valentina von der Martinschule freuen sich über die neuen Spielgeräte für den Pausenhof. Sie haben die neuen Becherstelzen gleich mal getestet.

Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Die Gelsenkirchener Martinschule hat beim Förderwettbewerb der Sparda-Bank 3500 Euro gewonnen. Dafür hat die Schule das Geld ausgegeben.

Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten? Das konnte die 220 Schüler der Martinschule in Bulmke-Hüllen am Dienstag eindeutig mit einem „Ja!“ beantworten. Denn für die Kinder gab eine schöne Bescherung: ein ganzer Container voll mit Pausenspielzeug.

Die Grundschule im Gelsenkirchener Süden hat bei der Sparda-Spendenwahl 2016 den zehnten Platz in der Kategorie „Kleine Schulen“ erreicht und damit 3500 Euro für Sport- und Bewegungsangebote gewonnen. „Wir hoffen, dass so unter anderem die soziale Kompetenz durch Gemeinschaftsspiele in den Pausen gefördert wird“, sagt Schulleiterin Jutta Stempel. „Aber auch der Abbau von Frust und Aggressionen durch körperliche Bewegung ist ein ganz wichtiger Aspekt.“

Werben für Unterstützung

Insgesamt stellte die Sparda- Bank 300 000 Euro für schulen in NRW zur Verfügung. „Bei der Spenden-Wahl können sich kleine, mittlere und große Schulen mit einem Wunsch bzw. einem zu förderndem Projekt vorstellen – per SMS wird dann für die Schulen abgestimmt“, sagt Stephan Jastrzembski von der Sparda Bank Gelsenkirchen. „Je mehr Stimmen eine Schule bekommt, desto mehr Geld gibt es.“

Für die Kinder und Pädagogen der Martinschule hieß es damit dann „Klinkenputzen“. Um möglichst viele Stimmen zu erhalten, haben sie gemeinsam Werbung gemacht, sind durch ihren Stadtteil gelaufen und haben auch in den Geschäften um Unterstützung gebeten. „Beim Friseur gegenüber gab es nur einen Haarschnitt, wenn die Kunden vorher schnell per SMS für unsere Schule gestimmt haben“, erinnert sich Stempel und lacht. „Da haben sich wirklich viele Menschen – am meisten natürlich die Kinder und die Kollegen – mächtig für die Schule ins Zeug gelegt.“

Und es hat sich gelohnt. In einem von der Stadt gestifteten Container lagern jetzt viele Spielsachen, mit denen die Pausen nun noch schöner werden. „Ich find es toll, dass so viel verschiedene Spielsachen da sind“, sagt etwa die siebenjährige Hamdia. „Jetzt müssen wir nicht jede Pause immer das Gleiche machen.“

Ein ganz knapper Vorsprung zum elften Platz

Nur zehn Stimmen Vorsprung hatte die Martinschule zum elften Platz. „Das hat sich tatsächlich in letzter Minute entschieden“, sagt die Schulleiterin. „Aber jetzt freuen wir uns, dass wir das Geld in das neue Spielzeug investieren konnten.“

Die Spieleausleihe soll, unterstützt durch Lehrkräfte, in der Hand von Mädchen und Jungen des vierten Schuljahres liegen. So erfahren die Kinder auch Eigenverantwortlichkeit. Gestern hieß es jedoch erst einmal spielen und toben. Da ließen sich die über 200 Kinder auch nicht zwei Mal bitten.

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