Handel

„dm“ rüstet sich in Gelsenkirchen für die digitale Zukunft

Marcus Uhe verantwortet das „dm“-Gebiet Gelsenkirchen – und freut sich über die Erfolgsgeschichten vor Ort.

Marcus Uhe verantwortet das „dm“-Gebiet Gelsenkirchen – und freut sich über die Erfolgsgeschichten vor Ort.

Gelsenkirchen.   Die Drogeriemarktkette „dm“ hat in Gelsenkirchen kräftig in ihre Filialen investiert. In Zukunft will man noch mehr junge Leute anlocken

Schöner, größer und digitaler – so sieht laut Marcus Uhe, dem Gebietsverantwortlichen für die elf „dm“-Filialen in Gelsenkirchen, die Zukunft seiner Drogeriemärkte vor Ort aus. Im WAZ-Gespräch zog er jetzt Bilanz über das zurückliegende Geschäftsjahr.

Größer sind zwei der Filialen in diesem Jahr auf jeden Fall schon einmal geworden: „In Erle haben wir ziemlich viel Zinnober veranstaltet und die Verkaufsfläche um 70 Quadratmeter auf 460 Quadratmeter vergrößert. Mehr war wegen der örtlichen Begebenheiten einfach nicht drin“, sagt Marcus Uhe – und betont, wie entgegenkommend die direkten Nachbarn der Filiale an der Cranger Straße und wie geduldig die dortigen Kunden während der Umbauphase gewesen seien, während der Markt immerhin für zwei Monate komplett schließen musste. „Für viele Bürger in Erle zählt dm zu einem Nahversorger“, sagt Uhe und lässt durchblicken, dass der Umbau dort 1,25 Millionen Euro verschlungen hat.

Hohe Investitionen in größere Filialen

Dagegen mutet der Umzug der „großen“ Filiale in der Innenstadt von Buer schon fast preiswert an: Hier hat das Unternehmen jetzt satte 630 Quadratmeter Fläche im ehemaligen Sinn-Leffers-Männerbekleidungshaus zur Verfügung, der Umzug und die Ausstattung der neuen Filiale verschlangen 1,1 Millionen Euro. „Dabei war es uns wichtig, dass der zweite Zugang zum Springemarkt erhalten bleibt, so dass diese Filiale an der Hochstraße eine Einkaufsmeilen-Filiale und am Springemarkt eine Autofahrer-Filiale ist“, erklärt Uhe, der darin einen deutlichen Standortvorteil gegenüber Mitbewerbern sieht.

„Trotz der Umbauten und der zeitweiligen Komplettschließung der Filiale in Erle haben wir im zurückliegenden Geschäftsjahr in Gelsenkirchen 26,5 Millionen Euro Umsatz gemacht“, so Uhe. Zum Vergleich: 2016 lag der Umsatz im gleichen Zeitraum bei 26,7 Millionen Euro. „Rechnet man die Umbauphasen heraus, dann wäre der Umsatz dieses Mal sogar um 3,7 Prozent auf knapp 27 Millionen Euro gestiegen“, sagt der „dm“-Gebietsleiter selbstbewusst.

Jüngere Zielgruppe im Visier

In Zukunft will „dm“ noch stärker als bisher eine junge, „Beauty“-orientierte Zielgruppe ansprechen. „Zum Teil ist uns das in Zusammenarbeit mit Bloggern schon gelungen. Künftig wollen wir das noch weiter ausbauen“, verrät Marcus Uhe, und erzählt, dass bis zum Jahresende fast alle Mitarbeiter von „dm“ in Gelsenkirchen (das sind insgesamt 152 im Stadtgebiet, 11 mehr als im Jahr zuvor) mit Smartphones ausgestattet werden sollen: „In den nächsten Wochen teilen wir rund 130 Smartphones an die Mitarbeiter aus, damit diese in Zukunft noch schneller die Kunden mit Informationen zu den Produkten aus dem Internet versorgen können“, sagt Marcus Uhe. Kostenloses W-Lan in den Filialen gibt es bereits. . .

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