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Die WAZ-Redaktion sucht Gelsenkirchens Tacho-König

Der Foto-Beweis: 249 263 Kilometer hat WAZ-Sportredakteur Manfred Hendriock mit seinem SLK bisher zurückgelegt.

Foto: Martin Möller

Der Foto-Beweis: 249 263 Kilometer hat WAZ-Sportredakteur Manfred Hendriock mit seinem SLK bisher zurückgelegt. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Wir suchen Gelsenkirchens Autobesitzer, dessen Wagen den höchsten Kilometerstand aufweist. Zum Start guckt die Redaktion aufs Armaturenbrett.

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„Wer bietet mehr?“ Die WAZ Gelsenkirchen ruft zum großen Straßen-Vergleich auf. Ab sofort suchen wir das Gelsenkirchener Fahrzeug mit dem höchsten Kilometerstand (und natürlich Ihre Geschiche dazu!).

Die Redaktion legt vor. Spitzenreiter in unserer Berufs-Runde ist Sport-Redakteur Manfred Hendriock. Er kommt nicht nur mit Schalke 04 rum. Sein Kilometerstand ist zu toppen.

Mit dem Zweiten läuft er weiter

Wenn er jetzt in der Frühjahrssonne glänzt, finde ich ihn immer noch richtig schön, obwohl er schon ein ganz altes Schätzchen ist und mächtig viele Kilometer auf dem Buckel hat: Gut 249 000 sind bisher zusammengekommen – im Mai wird mein alter Mercedes SLK zwölf Jahre alt. Dass ich damit offenbar der Rekordhalter in unserer Redaktion bin, hätte ich gar nicht gedacht.

Jeder einzelne Kilometer wurde von mir selbst gefahren – aber nicht alle mit demselben Motor. Nach rund 190 000 Kilometern hat die erste Maschine schlapp gemacht: Darf eigentlich nicht sein, ist aber ein anderes Thema. Ich hab’ dem alten Schätzchen den Austauschmotor gegönnt, weil ich seit Jahren an dem Cabrio, Baujahr 2005, hänge. Früher bin ich mit dem SLK bis nach Spanien an die Costa Brava gefahren, heute gönne ich ihm ein bisschen mehr Ruhe. Im Winter bleibt er sogar ganz in der Garage, damit ich noch lange etwas von ihm habe. So an die 20 Jahre soll das Schätzchen schon halten – hoffentlich macht auch der zweite Motor so lange mit . . . Manfred Hendriock

Gemeinsam um die Welt

Nun, die Zeit der Schrauberei am ersten Käfer-Cabrio ist längst Geschichte, ebenso lästige (aber erinnerungsträchtige) Hängepartien auf den Pisten der Republik. Und auch lustige Namen tragen meine Autos seit drei, vier Wagengenerationen nicht mehr. Quadratisch, praktisch, verlässlich, unaufgeregt und sicher ist längst angesagt. Ausreichend Platz für Mensch und Ladung dazu? Gerne. Und den Einstieg bitte nicht zu tief. Man wird ja älter. Also: Ein BMW X1 trägt mich im vierten Jahr durch die Welt. Zwei Erdumrundungen haben wir bald zusammen geschafft. 74 705 Kilometer stehen auf der „Uhr“. Fehlen also noch gut 5000. Die werden wir wie gehabt gemeinsam vor allem zwischen MH und GE abspulen. Jörn Stender

Immer wieder zu neu

Nein, Tacho-König werde ich wohl nie werden. Dazu fahre ich meine Autos nicht lange genug. Ich habe halt ein Faible für allen möglichen technischen Schnickschnack. Und da muss natürlich nach ein paar Jahren stets ein neues Auto her, um wieder up to date zu sein. Erst zweimal habe ich die 100 000-Kilometer-Marke überhaupt geknackt – und das auch nur ganz knapp. 105 000 standen zum Beispiel bei meinem letzten Auto, einem Golf VI, auf dem Tacho. Viereinhalb Jahre war er alt, als ich ihn verkaufte. Bis nach Ostpreußen und zurück hat er mich gebracht.

Jetzt fahre ich Golf VII. GTI. Ich habe nämlich auch ein Faible für Pferdestärken. (Aber ich fahre ganz harmlos, ehrlich!) Zwei Jahre ist er jetzt alt, hatte gerade letzte Woche Geburtstag. Am 11. April 2015 hatte ich den Wagen aus der Wolfsburger Autostadt abgeholt, womit er sofort ein paar Hundert Kilometer runter hatte. Die weiteste Strecke bis jetzt ging nach Österreich: 840 Kilometer. Zweimal habe ich ihn auch schon durch die schöne Hansestadt Hamburg gelenkt. Insgesamt reichte es bis jetzt für 40 180 Kilometer. Tacho-König? Ich? Nein. Steffen Gaux

Würdiger Nachfolger gesucht

Gehangen habe ich an meinem alten Polo. Ersatzteile gab es zuhauf auf dem Schrott, der Einbau der Teile noch in Eigenarbeit möglich und wenn einmal kein Öl mehr im Motorblock war – er fuhr fast ohne jegliches Schmiermittel tapfer weiter. Sommers wie winters. Ob der „neue“ Polo so viele Nehmerqualitäten hat? Ich hoffe es. Exakt 33 333 Kilometer hat er bis dato anstandslos unter die Räder genommen, Schnee und Eis in den Bergen getrotzt. Damit dürften Wagen wie Fahrer zu den Jungen in der Redaktion gehören.

Für die erreichte Schnapszahl gab’s bislang noch keine Belohnung, Fußball und Kaltschorle am Abend gingen diese Woche dann doch vor. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben: Handwäsche, Wachs und Politur – das Komplettpaket bekommt er noch höchstpersönlich überreicht. Nicht nur, weil Frühjahrsputz ansteht – der Wagen soll schließlich so lange halten wie der alte. Und der brachte es immerhin auf stattliche 210 000 Kilometer. Nikos Kimerlis

Kein Kilometerfresser

Mein kleiner Schwatter ist noch ein echter Jüngling. Und darum hüte ich ihn auch wie meinen Augapfel. Keine Schramme, kein Kratzer, keine Beule soll seine hübsche Optik verschandeln. Kilometer fressen muss er auch nicht, er könnte ja irgendwo auf den Pisten dieser Welt Schaden nehmen.

So quäle ich meinen knapp anderthalb Jahre alten Einser BMW nicht über Schotterstraßen und Rumpelstrecken, sondern lasse ihn ganz gemächlich und gemütlich vor allem vom Wohnort im Gelsenkirchener Norden bis zum Arbeitsplatz in den Süden der Stadt rollen. Seine weiteste Reise führte uns immerhin bis an den Nordseestrand. Kein Wunder also, dass ich beim Titel Tacho-Königin garantiert aus dem Rennen bin. Lediglich auf 14 978 Kilometer haben es mein Auto und ich bislang gebracht. Aber die in aller Schönheit, ganz ohne Schrammen, Kratzer, Beulen! Elisabeth Höving

Wenn ich fahre, dann kracht’s

Sollte ich jemals zum Tacho-König gekürt werden, dann ist die Wahl getürkt. Mein bisher einziges Auto ist zwar aus den 80ern, aber das rote Bobbycar haben meine Eltern längst verschenkt. Seit Jahren nutze ich den Nahverkehr und bin täglich mit dem Bus oder der Straßenbahn unterwegs.

Wenn ich tatsächlich mal selbst hinterm Steuer sitze und richtig Gas gebe, ist das im Autoscooter auf der Kirmes. Dann achte ich aber darauf, dass selbst der größte Kilometerheld nur kurze Strecken gegen mich schafft. Oliver Kühn

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