Stadtgeschichte

Werkssiedlung "Chemische Schalke" - Wer hat noch Dokumente?

Brache der Chemische Schalke an der A42.

Foto: Hans Blossey

Brache der Chemische Schalke an der A42.

Gelsenkirchen-Schalke.  Chemische Schalke: Der Architekt Jürgen Rudgalwis sucht Fotos, Dokumente und Dönekes zu Häusern in der ehemaligen Werkssiedlung an der Wiesmannstraße.

Jürgen Rudgalwis hat einen Plan. Oder exakter: drei Pläne.

  • 1. Der Architekt will eine Dokumentation über die ehemalige Werkssiedlung der Wohnhäuser Wiesmannstraße 46 bis 70 und Werkstraße 1 bis 7 in Schalke-Nord erstellen. #
  • 2. Er hofft dabei auf Bilder, Dokumente und Erinnerungen von Menschen, die dort einmal gelebt haben oder die Siedlung aus ihrer alten Nachbarschaft kennen.
  • 3. Es existiert tatsächlich ein Lageplan der Siedlung. Den Ausschnitt aus dem alten Katasterblatt zeigt die WAZ – auch weil sich der 69-Jährige erhofft, dass dann manche Erinnerung belebt wird.

Neue Trasse läuft parallel zur Autobahn 42

Denn von der Werkssiedlung steht kein Haus, keine Mauer, kein Stein mehr. Als der Emscherschnellweg, die heutige A 42 in den späten 1960er Jahren gebaut wurde, mussten die Siedler weichen. „Die Siedlung befand sich zwischen Sellmannsbachstraße, Trinenkamp und Uechtingstraße“, so Rudgalwis. „Die neue Trasse der Wiesmannstraße verläuft parallel zur Autobahn.“ Stadtgeschichtlich, hat der Architekt festgestellt, gibt es eine Dokumentation über die Gelsenkirchener Werkssiedlungen. Über die der Chemischen Schalke stehe „dort aber nur ein Satz“.

Die Info-Lücke möchte Jürgen Rudgalwis füllen, auch aus persönlichen Bezügen. „Ich bin als Kind dort groß geworden.“ Vier Familien hätten damals jeweils in den zweigeschossigen Häusern gewohnt. Mit dem Gelsenkirchener Heimatbund, dem Institut für Stadtgeschichte oder dem versierten Stadt- und Bauhistoriker Lutz Heidemann hat sich Rudgalwis bereits über das Thema ausgetauscht und Recherchehilfe erhalten.

Gelsenkirchener sind gefragt

Noch sei die Faktenlage für eine mögliche Veröffentlichung allerdings dünn. Deshalb hofft er auf Gelsenkirchener, die „Fotos, Siedlungsgeschichten oder auch Dönekes beitragen“, gerne auch zum Umfeld, zur Chemische Schalke, der nahen Glas- und Spiegel-Manufaktur, über die Bereiche Uechting-, Hülsmann-, Caub- und Kapellenstraße.

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