20 Jahre Uefa-Cup

Die sieben Streiche der Schalker Eurofighter

Das ist das Ding! Der „letzte Streich“ setzt die Akteure mit Pokal in Jubel-Szene. Die Trophäe reckt Olaf Thon in den blau-weißen Himmel. Youri Mulder war im Finale nur als Zuschauer dabei.

Foto: Nikol

Das ist das Ding! Der „letzte Streich“ setzt die Akteure mit Pokal in Jubel-Szene. Die Trophäe reckt Olaf Thon in den blau-weißen Himmel. Youri Mulder war im Finale nur als Zuschauer dabei. Foto: Nikol

Gelsenkirchen.   20 Jahre nach dem Uefa-Cup-Erfolg gibt es die Taten von „Max und Mulder“ in Versform. Es ist ein weiteres Werk der Schalker Fan-Literatur.

20 Jahre Uefa-Cup – das runde Datum nach dem letzten internationalen Club-Erfolg beseelt nicht nur die Schalke-Fans und – im laufenden Europacup-Wettbewerb – auch die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl. Das Jubiläum befeuert auch den Devotionalien-Markt. Jüngstes Produkt: „Max und Mulder. Eine Uefa-Cup-Geschichte in sieben Streichen.“

Klar, Wilhelm Busch hat mit Max und Moritz Pate gestanden. Soviel sei verraten – rickeracke in der Mühle und als Futter für Müllers Federvieh enden die beiden Eurofighter nicht. Aber Martin Max wurde 1999 in Schalke aussortiert, Youri Mulder, körperlich nach den Folgen eines Kreuzbandrisses immer wieder angeschlagen, suchte die Anschlusskarriere als TV-Experte.

Manager Rudi Assauer mit obligatorischer Siegerzigarre

Peter Stahlhut hat Max und Moritz im Busch’schen Sinne neu gedichtet, Frank Nikol, Jahrgang 1957 und als freier Zeichner für allerlei Magazine tätig, hat dazu königsblaues Lokalkolorit verewigt. Mit dabei: selbstverständlich Jahrhunderttrainer Huub Stevens, „Kampfschwein“ Marc Wilmots, Manager Rudi Assauer mit obligatorischer Siegerzigarre, Zeugwart Flori Simon und Vereins-Faktotum Charly Neumann, das alte Feierbiest.

Von Alemannia Aachen bis Werder Bremen

Der Verlag „Die Werkstatt“ hat das 30-Seiten-Büchlein auf den Fan-Markt geworfen. Die Büchermacher dort stehen für Serienproduktion und decken so gut wie alles an Clubs ab, was sich in Deutschland und selbst auch international zwischen Barcelona und Neapel größerer Fan-Zuneigung erfreut. Die Liste national reicht von Alemannia Aachen über den 1. FC Köln, die Bayern und den BVB (mit immerhin 23 Print-Produkten) bis zu Werder Bremen.

Auch fürs Schalker Klientel ist der „Werkstatt“- Ausstoß bislang mit 19 Werken beachtlich. „Für immer blau-weiß“ erlebte 2007 seine erste Auflage, 2009 ging es mit „Die Ewigkeit ist königsblau“ weiter. Schwergewicht in der Bücherriege ist die 704 Seiten starke „Königsblau“-Chronik. Jüngster Ein-Wurf – eben Max und Mulder. Die beiden Torjäger hat sich Stahlhut herausgenommen, um deren Heldentaten aus der Saison 1997 in Versform zu erzählen.

Mythos-Touren um Gerstensaft, Gesänge und Gebete

Stahlhut kann übrigens auch fabulieren. Vor einigen Jahren hat er „Elf Märchen müsst Ihr hören“ geschrieben. Auch Schalke-Spezi und Stadtteil-Führer Olivier Kruschinski hat seine Mythos-Touren um Gerstensaft, Gesänge und Gebete hier ins Paperback-Format gekleidet. Geradezu programmatisch für Schalke, für die königsblaue Geschichte und die laufende Saison ist ein anderer Buchtitel: „Mit Schalke machse wat mit“...

Max und Mulder, ISBN 978-3-7307-0335-9. Preis: 14,90 Euro.

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