Ausstellung

Die neuen Vereins-Mitglieder geben die Visitenkarte ab

Die neuen Mitglieder des Gelsenkirchener Künstlerbunds: Christiane Steffler (l.) Arnhild Koppel und Nancy E. Watt stellen gemeinsam im Domizil aus.

Die neuen Mitglieder des Gelsenkirchener Künstlerbunds: Christiane Steffler (l.) Arnhild Koppel und Nancy E. Watt stellen gemeinsam im Domizil aus.

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen-Ückendorf.   Die neuen Mitglieder des Gelsenkirchener Künstlerbunds, Christiane Steffler (l.) Arnhild Koppel und Nancy E. Watt, stellen gemeinsam aus.

Die Neuen sind da! Und geben auch gleich ihre künstlerische Visitenkarte ab. Die Künstlerinnen Arnhild Koppel, Christiane Steffler und Nancy E. Watt traten im vergangenen Jahr dem Gelsenkirchener Künstlerbund bei und stellen ihre Werke nun ab Sonntag, 20. Januar, gemeinsam in den Räumen des Vereins an der Bergmannstraße 53 aus. Titel der Schau mit Malerei, Objekten und Schmuckstücken: „Die Neuen“.

Eine ganz neue Facette bringt Christiane Steffler in den Künstlerbund hinein. Die studierte Designerin, 1956 in Isselburg geboren, erarbeitet in ihrem Atelier auf dem Kunsthof Westerholt sogenannte „Körper-Schmuck-Objekte“. Filigrane Stücke aus Silber, Kupfer, Steinen und anderen Zutaten fertigt sie wie kleine Kunstobjekte, die sie auf Stäbe montiert.

„Das Thema Bewegung und Gleichgewicht spielt für mich eine wichtige Rolle“, sagt die Designerin, der sinnlicher, einfallsreicher Schmuck nicht nur als bloßes Zubehör, sondern als Mittel des persönlichen Ausdrucks und der Kommunikation dient. Die Arbeit des Künstlerbundes verfolgt sie schon seit einigen Jahren, besucht regelmäßig die Ausstellungen: „Mir gefällt es, dass hier auch gemeinsam an Themen gearbeitet wird und man nicht nur im eigenen Saft schmort.“

Die Malerin Arnhild Koppel fällt mit einem dreiteiligen großformatigen Werk, das den Raum dominiert, auf Anhieb auf. Die Acrylmalerei lenkt den Blick auf eine Häuserfront mit ganz unterschiedlichen Ansichten. „Unruhr-Gebiet“ nennt die 57-jährige gebürtige Bochumerin, die heute am Niederrhein lebt, ihre Arbeit. „Es sind immer auch sozialkritische Themen, die mich interessieren.“ Sie collagiert die Flächen zusätzlich, fügt Fotos in die gemalten Szenen ein. „Die Geschichten hinter den Fassaden, die muss sich jeder selbst ausmalen.“

Galerie lädt ins Kunst-Café ein

Das gilt auch für ihre Serie von Fensterbildern. Die zwölfteilige Reihe mit dem Titel „ . . . aber sonst geht’s mir gut“ gibt Anregungen für denkbare Geschichten, die die Bilder erzählen, so, oder auch ganz anders.

Auf ihre Umwelt reagiert auch die gebürtige Kanadierin Nancy E. Watt, die in Essen lebt und arbeitet. Die 57-Jährige stellt mit ihrer Arbeit die Verbindung her zwischen Galerie und Stadtviertel. Sie verknüpfte mit gelben, elastischen Seilen den Baum vor dem Domizil mit dem Haus selbst und dokumentiert so mit scheinbar gezeichneten Linien die Verbindung von Kunst und Quartier. „Für mich das erste Stück Kunst im öffentlichen Raum.“

Wer drüber reden möchte: Die Galerie lädt am 9. Februar von 14 bis 17 Uhr ins Kunst-Café ein. Die Künstlerinnen sind anwesend.

>> Die Eröffnung und die Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Die Neuen“ wird am Sonntag, 20. Januar, um 11 Uhr im Domizil des Künstlerbundes an der Bergmannstraße 53 eröffnet. Für die musikalische Klangperformance sorgt Günter Menger. Die Werke werden bis zum 2. März zu sehen sein. Öffnungszeiten: samstags von 14 bis 17 Uhr.

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