Marktplatz

Die Hasseler feiern ihren frisch renovierten Marktplatz

Die Hasseler hatten sich unter ihre Regenschirme verkrochen, ließen sich die Eröffnung des neuen Marktplatzes aber nicht entgehen.

Die Hasseler hatten sich unter ihre Regenschirme verkrochen, ließen sich die Eröffnung des neuen Marktplatzes aber nicht entgehen.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen-Hassel.   „Der Himmel voller Tränen“ konnte die Hasseler nicht davon abhalten, den neu gestalteten August-Schmidt-Platz in Augenschein zu nehmen.

Das Winterwunderland, das das Ensemble Lukas Horns beschwor, wollte sich partout nicht zeigen. Die Hasseler hatten sich unter ihre Regenschirme verkrochen, aber sie ließen es sich nicht nehmen, zur Einweihung ihres neuen Marktplatzes am Freitagmorgen zu kommen. So trotzten etwa 200 Menschen dem „Himmel voller Tränen“, wie Bezirksbürgermeister Thomas Klasmann (SPD) es nannte. Am Tag, als im Pott die letzte Zeche schloss, mochte Klasmann, einst selbst Püttianer, dem Himmel die Niedergeschlagenheit nicht übel nehmen.

Die Hasseler übrigens auch nicht. „Es ist ein Highlight“, schwärmt Renate Schürmann und auch Reinhold Thurau ist ebenfalls voll des Lobes. „Hassel hat Jahrzehnte lang nichts bekommen. Es ist ein Novum, aber es ist 1a gelungen“.

Neues Pflaster wurde aufgetragen

850.000 Euro hat die Umgestaltung des August-Schmidt-Platzes gekostet. Vier Jahre nach Beginn der Planung und nach sechs Monaten Umbauphase wurde der alte und abgenutzte Asphalt durch ein neues Pflaster ersetzt. Der etwa 2020 Quadratmeter große Platz ist barrierefrei gestaltet, taktile Leitlinien und Aufmerksamkeitsfelder geben auch Menschen mit Sehbehinderung Orientierung und Sicherheit. Zwei große neue Bänke bieten Platz zum Verweilen. Durch einen kleinen Baumhain aus Blühkirschen wurde der Marktplatz zur Valentinstraße hin abgegrenzt. So wurde eine geschützte Situation geschaffen, ohne dass das Areal komplett abgeschottet wird. Ab dem Frühjahr 2020 soll ein Wasserspiel den Platz beleben.

Markt soll wieder zum Mittelpunkt werden

Möglich wurde der Umbau durch das Stadterneuerungsprogramm Hassel.Bertlich.Westerholt. „Es sind die ersten Früchte, die wir aus diesem Programm ernten“, erläuterte Clemens Arens, Leiter des Referats Stadtplanung.

Der Markt soll sich in den nächsten Monaten zu einem Mittelpunkt im Hasseler Stadtteilleben entwickeln. „Wir wollen wie früher wieder ein Kartoffelfest feiern und werden einen Blumenmarkt einrichten“, versprach Bezirksbürgermeister Thomas Klasmann.

Gasthaus wird 2019 abgerissen

Eine große Baumaßnahme rund um den Platz ist für nächstes Jahr noch geplant. „Das alte Zechengasthaus wird 2019 abgerissen“, berichtet Clemens Arens. Der Abriss sei von der Verwaltung bereits genehmigt. „Die Veränderungen, die vor allem im Inneren des Gebäudes vorgenommen wurden, sind so erheblich, dass es nicht unter Denkmalschutz gestellt werden konnte.“ Für den geplanten Neubau befindet sich ein Bebauungsplan schon in der Aufstellungsphase. Im zukünftigen Gebäude, so seine Vorstellung, könnte eine Bäckerei ihren Betrieb aufnehmen, so dass am Rand des August-Schmidt-Platzes auch die Möglichkeit für eine Außengastronomie gegeben wäre.

>>Info: Zwei mal wöchentlich findet in Zukunft auf dem größten öffentlichen Platz in Hassel, auf dem August-Schmidt-Platz, wieder der Wochenmarkt statt.

Die Markthändler warten mittwochs und freitags jeweils von 8 bis 13 Uhr auf Kunden. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten darf der Platz nicht mehr als Parkplatz genutzt werden.

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