Konzertabend

Die Gelsenkirchenerin Lelie Cristea präsentiert Filmmusik

Die Gelsenkirchener Violinistin Lelie Cristea hat viele ihrer Musikvideos im Gelsenkirchener Stadtbauraum gedreht.

Die Gelsenkirchener Violinistin Lelie Cristea hat viele ihrer Musikvideos im Gelsenkirchener Stadtbauraum gedreht.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  Von „Fluch der Karibik“ bis „Game of Thrones“: Die Gelsenkirchener Violinistin Lelie Cristea bringt Filmhits und Klassik in den Stadtbauraum

Mit zweieinhalb Jahren hielt die Gelsenkirchenerin Lelie Cristea ihre erste winzige Geige in der Hand – und die Faszination von damals hat sie bis heute nicht losgelassen. Inzwischen ist die 29-Jährige, die an der Folkwang-Hochschule studiert hat, weltweit als Profi-Geigerin unterwegs.

Musikerin mit eigenem Youtube-Channel

Ihrer Heimat ist sie dennoch eng verbunden – hier entstehen viele der Videos, die sie für ihren eigenen Youtube-Channel „LC Violin-Tube“dreht. Gemeinsam mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester, der Bratschistin Ann-Sophie Cristea, steht sie dann inmitten von uriger Industrie-Kulisse, um den Soundtrack des Films „Fluch der Karibik“ in Szene zu setzen oder Coldplays „Viva la Vida“ in einer ungewöhnlichen Akustikversion zu präsentieren. Das sind Klassikmomente mit Gänsehaut-Garantie – dabei ist es der Gelsenkirchenerin besonders wichtig, auch Menschen, die sonst keine Klassik hören, an die Musik heranzuführen.

Eine bunte Mischung von Musikstilen

„Ich mische ganz bewusst verschiedene Musikstile, und es ist mir sehr wichtig, dass die Musik ans Herz geht und die

Zuhörer berührt“, betont die 29-Jährige, die ihr Handwerk zunächst bei ihrem Vater, dem Violinisten Ion-Henry Cristea, und später unter anderem bei Professor Mintcho Mintchev erlernte und verfeinerte.

Ihr sei das musikalische Talent in die Wiege gelegt worden, da ist sich Lelie Cristea sicher, und auch ihre Vorliebe für Filmmusik sei kein Zufall: „Mein Großvater, der ein begnadeter Musiker war, hat in seiner Heimat Bukarest seinerzeit Stummfilme musikalisch untermalt. Diese Leidenschaft hat er mir vererbt“, erzählt die Musikerin schmunzelnd. Und so ist es kein Wunder, dass die 29-Jährige für ihre erste Tournee ganz viel Filmmusik ausgesucht hat, die sie mit klassischen Stücken von Maurice Ravel über Darius Milhaud bis Claude Debussy zu einem anderthalbstündigen Konzertprogramm zusammensetzt.

Erläuterungen zu jedem Stück

„Ich werde bei diesen Konzerten auch selber moderieren, um dem Publikum die Stücke nahe zu bringen“, sagt Cristea, die den Auftakt zu ihrem Konzertreigen am Samstag, 15. Juni, in ihrer Heimat Gelsenkirchen gestalten will: Ab 19 Uhr spielt sie, begleitet von ihrer Studienkollegin Tamilla Guliyeva am Klavier, im Stadtbauraum in der Feldmark auf. Hier hat sie übrigens zuvor schon zahlreiche Musikvideos aufgenommen: „Die Akustik ist einfach richtig toll und passt gut zu meinem Instrument“, schwärmt die Violinistin: „Und auch das Ambiente ist für Klassik-Konzerte optimal“, erklärt sie dann.

Elke Schumacher, Veranstaltungsmanagerin des Stadtbauraums, freut sich derweil über die gute Zusammenarbeit mit der jungen Musikerin: „Es ist schön, wenn der Raum mit klassischer Musik in Szene gesetzt wird und wir zeigen können, was für ein tolles Gebäude wir hier in Gelsenkirchen haben“, sagt sie.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben