Neuer Tafel-Vorstand

Die Gelsenkirchener Tafel will ihr Angebot ausweiten

Der neue Vorstand der Gelsenkirchener Tafel:  Christine Bartsch, 1. Vorsitzende, Stellvertreterin Anne Bremer (l.) und Geschäftsführer Hartwig Szymiczek. Foto:Arne Pöhnert

Der neue Vorstand der Gelsenkirchener Tafel: Christine Bartsch, 1. Vorsitzende, Stellvertreterin Anne Bremer (l.) und Geschäftsführer Hartwig Szymiczek. Foto:Arne Pöhnert

Gelsenkirchen.  2018 stehen Erweiterung der Ausgabestellen sowie Verteilpunkt an Ruhrgebietstafeln auf der Agenda. Alte Vorsitzende wurde nicht wiedergewählt.

Die Gelsenkirchener Tafel will 2018 ihr Hilfsangebot deutlich erweitern und auch als Verteilpunkt für Großspenden an Ruhrgebietstafeln fungieren. Das Konzept steht weitgehend. Umgesetzt wird es mit einem neuen Vorstand. Christine Bartsch (50), eines der ersten Mitglieder des Vereins, wurde in geheimer Wahl mit großer Mehrheit zur neuen Vorsitzenden gewählt. Die Gelsenkirchenerin, zuletzt als Personalverantwortliche des Gelsenkirchener Pflegedienstes APD tätig, folgt auf die Bueranerin Sigrid Weiser, die dem Verein seit 2011 vorsaß.

Zur Stellvertreterin gewählt wurde Anne Bremer (62), langjährige Ausbilderin und Einkäuferin eines großen kaufmännischen Konzerns. Anne Bremer löst Helga Kuzmierz aus der Resser Mark ab, die gemeinsam mit Sigrid Weiser 2011 die Vorstandsarbeit aufgenommen hatte. Als Schatzmeister wurde Eckhard Pischel, pensionierter Beamter bei der Stadt Gelsenkirchen, bestätigt. Der alte Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Mitgliederversammlung lobte scheidenden Vorstand

Die Mitgliederversammlung lobte die scheidenden Vorstandsfrauen für ihr jahrelanges persönliches Engagement: „Wir danken Sigrid Weiser für ihren erfolgreichen Einsatz als Botschafterin des Tafel-Gedankens, der weit über unsere Stadt hinaus reichte. Helga Kuzmierz sicherte die wichtige Schnittstelle zur kommunalen Arbeitsverwaltung.“

Offenbar kam der Vorstandswechsel dennoch für Weiser überraschend. Es gehöre sicher dazu, „dass man unterschiedlicher Meinung ist“, dass man Entwicklungen und Ziele überprüfen müsse, erklärt ein Beisitzer des Vereins. Zu klären sei: „Wo stehen wir, welche Aufgabenfelder wollen wir? Wie schaffe ich Partizipation? Da muss sich ein Vorstand positionieren.“

Dies scheint der Mehrheit der knapp 30 Mitglieder, die Ende November bei der Hauptversammlung abgestimmt haben, wohl eher mit einer neuen Personalkonstellation vorstellbar gewesen zu sein, wie das Wahlergebnis zeigt.

Herstellerspenden und Herstellerware verteilen

Der 1998 gegründete, gemeinnützige Verein hat zum 20-jährigen Bestehen große Pläne: Dazu gehört auch, dass Gelsenkirchen als ein Verteilpunkt von Großspenden an Ruhrgebietstafeln vorgesehen ist. Dort sollen Herstellerspenden und Herstellerware abgenommen und verteilt werden können. Dazu werden zeitnah Gespräche unter anderem mit der Stadt aufgenommen, so Tafel-Geschäftsführer Hartwig Szymizczek.

Künftig soll auch der Zugang zu Angeboten der Tafel stärker optimiert werden. Gedacht ist an Ausgabestellen in weiteren Stadtteilen, zum Beispiel Rotthausen und Resse. „Was wir dringend brauchen, ist ein flächendeckendes Tafel-Angebot in ganz Gelsenkirchen“, sagen die neuen Vorstandsfrauen Christine Bartsch und Anne Bremer. Geplant ist auch ein Tag der offenen Tür im Frühjahr 2018, bei dem der neue Vorstand die Arbeit der Tafel vorstellen und zu ehrenamtlichem Engagement einladen wird.

>> Tafel ist bislang an sechs Standorten aktiv

Die Gelsenkirchener Tafel unterstützt mittlerweile pro Woche rund 5000 Menschen in 2500 Haushalten mit Lebensmitteln aller Art. An sechs Standorten sind dafür etwa 170 Ehrenamtliche im Einsatz.

Ende 2017 zählt der Verein rund 100 Mitglieder. Engen Kontakt zum Landesverband hält Hartwig Szymiczek, Tafel-Geschäftsführer und Mitglied im Landesvorstand. Info unter:
www.tafel-ge.de

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