Kunst

Die Galerie Kabuth zeigt im Advent illustre Werke

Die Arbeiten der Gelsenkirchener Künstlerin Barbara Ring ziehen in der Advents-Ausstellung der Galerie Kabuth mit poppigen Farben die Blicke auf sich.

Foto: Martin Möller

Die Arbeiten der Gelsenkirchener Künstlerin Barbara Ring ziehen in der Advents-Ausstellung der Galerie Kabuth mit poppigen Farben die Blicke auf sich.

Gelsenkirchen.   Mit einer bunten Mischung von aktueller Pop Art und minimalistischen Werken will die Galeristin Jutta Kabuth Kunstfreunde locken

Sie sind poppig bunt oder dezent creme-weiß, sie sind bereits Klassiker oder so frisch, dass ihre Farbe gerade erst getrocknet ist. In der traditionellen „Advent-Ausstellung“ der Galeristin Jutta Kabuth gleicht kein Werk dem anderen. Und doch werden hier verblüffende Querverbindungen aufgezeigt.

Verblüffende Querverbindungen

In der kleinen Galerie an der Wanner Straße trifft die Kunst von Friedrich Gräsel (aus dem Jahr 1971) nun auf aktuelle minimalistische Werke von Jens J. Meyer, die mit ihren leicht transparenten Stoffen wie dreidimensionale Zeichnungen wirken. Erika Riemer-Sartory und Barbara Ring setzen hingegen mit starken Farben und ungewöhnlichen Techniken Akzente.

Im neuen Werkszyklus der Gelsenkirchenerin Barbara Ring etwa lassen sich vielschichtige Ebenen entdecken: Mal hat die Künstlerin ihre Druckunikate auf gleich zwei Acrylebenen übereinandergeschichtet, mal hat sie kleine Hochglanzcollagen als C-Print auf Aluminium gebannt. Das Spiel mit den Oberflächen setzt sich auch bei den Arbeiten von Jörg Döring fort, die mit Epoxydharz beschichtet sind und zugleich motivisch an die wilden Jahre der Pop Art erinnern.

Farbenfrohe Landschaftsbilder

Wer es ruhiger mag, findet am anderen Ende der Galerie konstruktivistische Werke, bei denen nur winzige kleine Striche oder Punkte die weiße Fläche durchbrechen, wie etwa Hartmut Böhms Grafik aus dem Jahr 1968. „Einige der älteren Werke stammen aus dem Bestand der Sammlung Nestlé – und ich bin sehr froh, dass ich sie in diesem Rahmen ausstellen darf“, erklärt Jutta Kabuth. Bei vielen weiteren Werken gibt es ein Wiedersehen mit den Arbeiten der Künstler, die Kabuth bereits in ihrer Galerie gezeigt hat. Dabei werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten schnell ersichtlich: Benjamin Nachtweys „Waldstück“ korrespondiert mit den Landschaftsgemälden von Katrin Roeber. Und Lea Lenharts „Seeblüten“ entführen den Betrachter in kunstvolle Unterwasserwelten.

Viele Gelsenkirchener Künstler

„Ich habe in diesem Jahr ganz bewusst auch viele Gelsenkirchener Künstler gebeten, Werke beizusteuern“, sagt Jutta Kabuth mit Blick auf die Malerei von Susanne Zagorni und Claudia Tebben. Am nächsten Wochenende können Kunstinteressierte hier auf Entdeckungsreise gehen.

>>Info: Die Advents-Ausstellung an der Wanner Straße 4 ist am 9. und 10. Dezember jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Werkschau ist variabel. „Wer eine der Arbeiten kauft, kann sie gleich mitnehmen“, sagt Jutta Kabuth. Keines der Werke sei teurer als 500 Euro.

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