Kommentar

Die Bäderentscheidung ist für Gelsenkirchen ein großer Wurf

Steffen Gaux, Leiter der WAZ-Lokalredaktion Gelsenkirchen.

Steffen Gaux, Leiter der WAZ-Lokalredaktion Gelsenkirchen.

Foto: Kai Kitschenberg

Der Rat der Stadt hat ein neues Bäderkonzept verabschiedet. Es wird zwei Neubauten geben, alle sechs Standorte bleiben erhalten. Ein Kommentar.

Da ist sie also: die Entscheidung des Rates zum Bäderkonzept. Was noch vor Monaten, ja sogar noch vor wenigen Wochen aussichtslos schien, ist nun Realität: Fraktionsübergreifend von links bis rechts stimmten die Stadtverordneten dem von der Verwaltung erarbeiteten Konzept zu.

Was Martin Gatzemeier einen „Minimal-Konsens“ nennt, ist für mich ein großer Wurf. Noch Anfang September sagten führende Politiker dieser Stadt hinter vorgehaltener Hand: „Einen Konsens in der Bäderfrage? Nein, den wird es nicht geben.“ Und nun? Nun gibt es ihn! Er ist vor allem inhaltsstark, denn er beinhaltet das, was offenbar großen Teilen der Bevölkerung immens wichtig war: die Beibehaltung aller sechs Bäderstandorte.

Zu verdanken ist das Ergebnis zum einen der akribischen Arbeit der Verwaltung – also insbesondere Klaus Rostek und seinem Team. Aber auch den Grünen, die den Konsens offensiv gesucht und SPD und CDU zu Gesprächen eingeladen haben. Letztlich aber vor allem dem Willen der handelnden Politiker, sich tatsächlich zu einigen. In einer derart wichtigen, generationsübergreifenden Frage geschlossen zu entscheiden, ist ein gutes Signal!

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