Der Stollen als Zugang zur Welt unter Tage

Ein Stollen dient im Bergbau immer als Zugang nach untertage oder zum Abbau von Lagerstätten. Es ist quasi ein Tunnel, der von der Erdoberfläche aus grundsätzlich waagerecht oder leicht ansteigend in einen Berg getrieben wird.

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Ein Stollen dient im Bergbau immer als Zugang nach untertage oder zum Abbau von Lagerstätten. Es ist quasi ein Tunnel, der von der Erdoberfläche aus grundsätzlich waagerecht oder leicht ansteigend in einen Berg getrieben wird.

„Ein Stollen hat immer einen Ausgang zur Erdoberfläche, ein Stollenmundloch“, erklärt Karlheinz Rabas, der als Maschinenbauer gearbeitet hat und leidenschaftlich die Bergbausammlung Rotthausen leitet. „Ein Stollen wurde in der Regel in gebirgigem Gelände an einer möglichst tiefen Stelle im Tal angelegt.“

Bei der Suche nach Kohle, der Lagerstättenerkundung, waren Stollen zunächst die einzigen Grubenbaue, die das Bergwerk vornahm. Zur Entwässerung ganzer Gebiete wurden Erbstollen angelegt, die das Grubenwasser in einen Bach oder Fluss ableiteten. Die Erbstollen wurden über Generationen betrieben und entwässerten häufig zahlreiche Bergwerke.

„Südlich der Ruhr guckte die Kohle im 14. Jahrhundert richtig aus dem Acker raus“, schildert Karlheinz Rabas die damaligen Gegebenheiten. Aber je weiter man nach Norden kam, desto tiefer lag die Kohle. Irgendwann lag die Kohle dann so tief, oft bis zu 1000 m, dass es sich nicht mehr lohnte, Strecken (das sind Stollen ohne Ausgang zur Erdoberfläche) auszubauen. Im Bergmannsdeutsch heißt das „eine Strecke auffahren“.

Dann wurden Schächte gebaut, die senkrecht in die Tiefe gingen, um an Kohle zu kommen. In der Bergbausammlung Rotthausen kann man einen Stollen besichtigen, der aber kein Mundloch hat.

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