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Der „Gehweg der Legenden“ auf der Schalker Meile wächst

Bei der Enthüllung seiner Gedenktafel im vergangenen März traf Gerald Asamoah deren beiden Paten Kerstin Wagner und ihren Sohn Leonidas in Gelsenkirchen.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Bei der Enthüllung seiner Gedenktafel im vergangenen März traf Gerald Asamoah deren beiden Paten Kerstin Wagner und ihren Sohn Leonidas in Gelsenkirchen. Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen-Schalke.  Das Projekt will die Kurt-Schumacher-Straße mit Gedenktafeln für verdiente S04-Mitglieder aufwerten. Weitere Porträts sollen dieses Jahr folgen.

„Was die in Hollywood können, können wir in Gelsenkirchen schon lange“, flachste Olivier Kruschinski vom Projekt Schalker Meile, als er im vergangenen März den „Gehweg der Legenden“ an der Kurt-Schumacher-Straße einweihte. Seither zieren die Gesichter von Schalker Legenden dortige Hausfassaden; Paten haben dies durch Spenden möglich gemacht.

Gerald Asamoah gehörte zu den ersten Porträts

Die ersten Porträts gehören Gerald Asamoah, Rüdiger Abramczik und Reinhard „Stan“ Libuda. „Ich finde diese Auszeichnung sehr, sehr schön. Das ist eine ganz tolle Sache,“ lobte Abramczik, Vize-Meister von 1977, bei der Enthüllung seiner Ehrentafel. Inzwischen sind sechs weitere Porträts dazugekommen.

Künftig sollen ebenfalls die Tafeln von Rudi Assauer, Heiner Kördell, Martin Max, Paul Matzkowski, Rolf Rüssmann und Willi Koslowski möglichst viele Sportfreunde zur Schalker Meile führen.

„Mehr Paten als Platz auf den Fassaden“

„Wir sind gut dabei“, sagt Olivier Kruschinski jetzt über das Legenden-Projekt, das er mit seinem Kollegen Frank Orlowski betreut. Die nächsten zehn Legenden-Tafeln könne man bestimmt in diesem Jahr noch aufhängen. „Es ist aber schwierig, und es bleibt schwierig. Wir haben immer noch mehr Paten als Platz auf den Fassaden.“

Zwar werde der „Gehweg der Legenden“ sehr positiv aufgenommen, doch es gelte noch weitere Hauseigentümer zu finden, die das Gesicht eines bekannten Schalkers – ob Spieler, Manager, Obmann oder Maskottchen – an ihrer Wand angebracht haben wollen. Angst vor Vandalismus brauche man nicht haben, bislang seien diese Ehrentafeln nicht verschandelt worden, weder durch Aufkleber oder Graffiti. „Wir haben bisher nur ein absolut positives Feedback“, sagt Kruschinski, und mit jedes neue Porträt helfe, die Schalker Meile aufzuwerten. „Wir sind natürlich nur ein Farbkleckschen – wir wissen ja, wie es hier aussieht.“

Paten treffen ihre Fußballidole

Gerade für die Paten sei das Projekt oft aber sehr schön, weil sie bei der Enthüllung der Porträts ihre Schalke-Helden oder deren Verwandte treffen können. „Das gehört dazu, das zelebrieren wir gerne.“ Natürlich gebe es nicht unendlich viele Vereinslegenden, geschweige denn Fassaden. Aber wenn der S04 jetzt den DFB-Pokal gewinnt, käme ja wieder eine neue Mannschaft dazu. „Wir bleiben dran und werden nicht nachlassen“, verspricht Olivier Kruschinski. Echte Schalker Legenden gebe es für das Projekt noch einige – und ebenso freie Hausfassaden.

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