Am Ende der Woche

Das große Chaos blieb bis jetzt aus

Steffen Gaux, Leiter der WAZ-Redaktion Gelsenkirchen 

Foto: Kai Kitschenberg

Steffen Gaux, Leiter der WAZ-Redaktion Gelsenkirchen  Foto: Kai Kitschenberg

Seit Montag ist die Uferstraße gesperrt. Viele hatten ein großes Verkehrschaos befürchtet. Das blieb aus. Das ist gut. Ein Kommentar.

Nun ist es also passiert. Lange Zeit haben sich die Menschen vor diesem Tag gefürchtet. In dieser Woche kam er dann. Und nun müssen wir da alle durch – wochenlang, monatelang. Nein, die Rede ist nicht vom Start der x-ten „Bachelor“-Staffel bei RTL. Ich meine die Uferstraße. Die ist seit Montag dicht! Haben Sie es schon bemerkt? Es wäre nicht das größte Wunder, wenn nicht. Denn das große Verkehrschaos, mit dem viele gerechnet hatten – es ist bis jetzt ausgeblieben. Keine kilometerlangen Staus entlang der Kurt-Schumacher-Straße, keine wütenden und schimpfenden Autofahrer, die nicht wissen, wo sie lang müssen.

Die Besonnenheit der Autofahrer

Das ist zum einen der Stadt zu verdanken, die die Bürger und Bürgerinnen dieser Stadt auf nahezu allen denkbaren Wegen über die anstehende Großbaustelle informiert hat. Natürlich haben auch wir ausführlich über das Mammutprojekt Erneuerung Hafenmundbrücke berichtet – und werden es in den nächsten Monaten auch weiterhin tun. Zu verdanken ist es aber offenbar auch der Besonnenheit der Autofahrer, die sich mit der für sie durchaus unerfreulichen Situation nicht nur abgefunden, sondern sich auch gut darauf vorbereitet haben.

Befürchtet wurde im Vorfeld auch ein anderer negativer Effekt: eine Zunahme der Feinstaubbelastung auf der Kurt-Schumacher-Straße an der Schalker Meile. Nur: Kein Verkehrschaos heißt noch lange nicht, dass hier nicht trotzdem mehr Autos herfahren. Für eine Bilanz ist es an dieser Stelle noch zu früh. Aber in ein paar Wochen wird es sie geben. Bleibt zu hoffen, dass sie uns nicht näher an ein Dieselfahrverbot führt.

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