Feuerwehr-Aktionstag

Das Feuerwehr-Alltagsgeschäft läuft auch zum bunten Programm

Den Besuch an der Zentralen Rettungs- und Feuerwache an der Seestraße lassen sich die Gelsenkirchener nicht entgehen.

Den Besuch an der Zentralen Rettungs- und Feuerwache an der Seestraße lassen sich die Gelsenkirchener nicht entgehen.

Foto: Michael Korte / FFS

Buer.  Beim Aktionstag der Gelsenkirchener Feuerwehr überzeugen sich die Besucher von der Einsatzbereitschaft. Das Schalke-Spiel sorgt für mehr Verkehr.

Wasser spielt diesmal eine noch größere Rolle bei der Feuerwehr als sonst üblich. Denn am letzten Ferienwochenende und dem traditionellen Aktionstag an der Zentralen Rettungs- und Feuerwache an der Seestraße meint es die Sonne gut mit den Fans, die sich an einem heißen Tag hier tummelten. Und Mineralwasser reichlich verbrauchen nicht nur sie, sondern auch die Aktiven in den verschiedenen Uniformen und Schutzanzügen. Die sind nicht nur gut isoliert gegen Hitze, Staub, Chemikalien, sondern treiben umgehend mit voller Ausrüstung auch den Schweiß auf die Stirn.

Und gelöscht wird diesmal auch nicht nur zur Unterhaltung und zur Übung, Gelsenkirchens Feuerwehrchef Michael Axinger kann schon früh im Verlauf des Tags der offenen Tür berichten, es gab auch einen echten Einsatz.

Gelsenkirchener Wehr bekämpft Zugbrand

Zwei Züge der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen wurden alarmiert, ein „Zugbrand“ war gemeldet. Die Lage vor Ort erwies sich als weniger dramatisch, die Einsatzkräfte löschten und kühlten erfolgreich eine heißgelaufene Bremse ab.

„Aber das zeigt, dass das Alltagsgeschäft weiter läuft,“ unterstreicht Axinger, „die Wachen sind wie immer besetzt, der Grundschutz ist in der gesamten Stadt gesichert. Wir hätten auch keine Probleme damit, wenn es eine größere Katastrophenlage gäbe, Teile hier vom Aktionstag abzuziehen und rauszuschicken. Immerhin veranstalten wir den Aktionstag ja auch schon 14 Jahre.“

Über 300 Kräfte und auch Rettungsdienste mischen mit

Insgesamt etwa 300 Kräfte hat die Feuerwehr hier heute zusammengezogen, eingerechnet die vielen Helfer und die der Organisationen wie etwa DRK, THW, DLRG, Malteser, Johanniter oder die Rettungshundestaffel und die BP-Werksfeuerwehr.

„Wir zeigen ein buntes Progamm aus der Helferwelt,“ meint Axinger lächelnd. Währenddessen geht es auf der kleinen Bühne im Hof tatsächlich bunt zu, die Feuerwehr zeigt die verschiedenen Schutzausrüstungen, ob für Technische Hilfe, im Rettungseinsatz klassisch rot-gelb („80 Prozent der Einsätze sind im

Rettungsdienst“), für den Chemikalienschutz oder in der Ausführung Brandschutz, die kurzzeitig 500 Grad aushält.

Hydraulikschere am Schrott-Auto im Einsatz

Das bekommt Henri (5) nicht zu spüren, er darf aus einem Schrott-Corsa mit der Hydraulikschere ein Stück der Tür herausknabbern und wird schnell wieder aus der viel zu großen Jacke und dem Riesenhelm von Mama Anne und Papa Marek befreit. „Er ist schon mit der Drehleiter gefahren,“ erzählen die Bottroper, „und durfte das Osterfeuer anmachen.“

Einsätze anderer Art hat ein „Oldie“ zwischen den modernen Löschfahrzeugen in der Scheibe dokumentiert. „Ich war dabei 2002 und 2013 beim Hochwasser in Sachsen-Anhalt“ prangt am „LO“, wie Fahrer und Mechaniker Dennis das IFA-Löschfahrzeug nennt. Es wurde von der Feuerwehr Wolfen-Nord in der Nähe von Bitterfeld eingesetzt, mit seinem „luftgekühlten Otto-Motor“ für „LO“ und hat Einzelteile vom Trabant und der Simson Schwalbe. Voll einsatzbereit unter dem Motto „Alles für das Wohl des Volkes“.

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