Der Pott kocht

Currywurst trifft Döner: So schmecken die Currylocken

Carsten Heinz Richter präsentiert seine neueste Kreation: Die „Currylocken“.

Carsten Heinz Richter präsentiert seine neueste Kreation: Die „Currylocken“.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen-Beckhausen.  Bei „Curry Heinz“ in Gelsenkirchen gibt es Currywurst mal anders. Wir haben die Currylocken probiert. Übrigens nicht die einzige Skurrilität dort.

Der deftige Duft frisch angebratener Würste begrüßt die Gäste von „Curry Heinz“ schon beim Öffnen der Imbisstür. Seit elf Jahren kreist hier, wie im Ruhrpott üblich, alles um die Currywurst. Und genau die dreht sich seit Neuestem sogar selbst: Für seine neueste Kreation, die Currylocken, gart Betreiber Carsten Heinz Richter das Brät nämlich am Drehspieß.

Serviert werden die hauchdünnen und goldbraunen Bratwurstkringel, die Richter vorsichtig mit dem Messer vom Spieß trennt, in einer Teigtasche – zusammen mit karamellisierten Zwiebeln, Paprika, Krautsalat und, natürlich, selbst gemachter Currysauce. Klingt kurios, kommt aber gut an. In den vergangenen Tagen musste Richter gleich mehrfach Nachschub aufspießen.

Die Idee hatte der Gastronom vor Jahren

Die Idee zur Fusion des Ruhrgebietsklassikers Currywurst mit gefülltem Fladenbrot à la Döner oder Pita kam dem Inhaber des urigen Imbisses übrigens schon vor fünf Jahren. „Oft kann ich abends nicht schlafen, weil ich so viele Ideen habe. Ich habe das damals aufgeschrieben und erst jetzt wieder rausgekramt“, erzählt er. Mit der Kreation wollte er bei einem Street Food Festival mitmachen. Die Veranstalter waren nämlich von herkömmlicher Bratwurst mit Sauce nicht so angetan.

Dabei ist Richters Wurst preisgekrönt, trägt den Titel „Beste Currywurst Deutschlands“ und liegt sogar im Regal einiger Lebensmittelläden. Was sie so lecker macht, weiß aber nur Richters Metzger. Der produziert das Brät täglich frisch nach Rezept des Gastronomen. Dass dazu nicht nur Currysauce passt, hat der bereits bewiesen: Er serviert die Wurst auch gern mit Erdbeersauce.

Richter ist vom Erfolg der Locken überrascht

Zweifelsohne sind die goldenen Locken im frischen Fladenbrot aber der größere Kassenschlager. Obwohl sie nicht auf der in blau-weiß gehaltenen Speisekarte stehen, fragen aktuell die meisten Gäste nur danach. „Das hätte ich selbst nicht gedacht. Eigentlich erfinde ich sowas nur aus Spaß“, sagt Richter. Die große Aufmerksamkeit scheint ihm fast etwas unangenehm zu sein.

Entsprechend bescheiden tischt er dann auch seine Spezialität zum Probieren auf: „Das ist nur mein Geschmack, jeder muss selbst entscheiden, ob er das mag.“ Und was soll ich sagen: Die Mischung aus knusprigem Fleisch, knackigem Salat und fluffigem Brot mit aromatischer Sauce, die ich für 4,50 Euro bekomme, sieht nicht nur gut aus…

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