Corona-Chronik

Corona in Gelsenkirchen: Chronik vom 23. bis 31. März

Ende März lag die Zahl der insgesamt bestätigten Corona-Fälle in Gelsenkirchen bei 114. (Symbolbild)

Ende März lag die Zahl der insgesamt bestätigten Corona-Fälle in Gelsenkirchen bei 114. (Symbolbild)

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Die Corona-Chronik in Gelsenkirchen: Ende März lag die Zahl der insgesamt bestätigten Corona-Fälle in Gelsenkirchen bei 114.

Die Ereignisse in der Corona-Krise in Gelsenkirchen vom 23. bis 31. März:

31. März, 17.40 Uhr:

37,7 von 100.000 Gelsenkirchenern sind zurzeit mit dem Coronavirus infiziert – bundes- und NRW-weit sind es 74 Personen auf 100.000 Einwohner. Mehr dazu lesen Sie hier.

31. März, 17.30 Uhr:

Die Einsamkeit ist ein großes Thema in Coronavirus-Zeiten: Das Kontaktverbot trifft Menschen, die alleine wohnen, besonders hart. Die Pfarrei St. Joseph möchte mit „Jupps Plaudertelefon“ neue Möglichkeiten für soziale Kontakte schaffen. Ab Mittwoch, 1. April, erreichen Menschen, die in der Corona-Krise einfach mal mit jemandem reden wollen, über die Telefon-Hotline 0209 88307184 montags bis freitags ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrei zum Plaudern. Bis auf Weiteres ist die Hotline an Werktagen von 14 bis 16 und von 18 bis 20 Uhr zum „Klönen“ erreichbar. Wie lange die Pfarrei St. Joseph „Jupps Plauder-Telefon“ geschaltet lässt, hängt vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab. Wichtig zu wissen: Sie rufen eine Festnetznummer in Gelsenkirchen an. Dieser Anruf wird von Ihrer Festnetz-Flatrate abgedeckt oder Sie zahlen Ihrem Tarif entsprechend den Anruf ins Gelsenkirchener Festnetz. Für den Anruf entstehen Ihnen also keine Zusatzkosten.

31. März, 17.20 Uhr:

In Gelsenkirchen ist die Zahl der gesundeten Corona-Patienten aktuell auf 16 gestiegen. Diese und alle anderen Betroffenen können nun bei der Suche nach einem Medikament gegen das Virus mit einer Blutspende helfen. Die Universitätsklinik Münster sucht zur Entwicklung solcher Medikamente nach gesundeten Corona-Patienten. Die Forscher an der Universitätsklinik Münster wollen aus deren Blut Abwehrstoffe isolieren. Diese könnten dann schwer erkrankten Corona-Patienten entsprechend aufbereitet verabreicht werden. Aus diesem Grund bittet die Universitätsklinik Münster freiwillige gesundete Corona-Patienten sich unter der E-Mail-Adresse: he-pa@ukamünster.de oder telefonisch unter 0251 83-57935 zu melden. Das Referat Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen unterstützt diesen Aufruf ausdrücklich.

31. März, 17.15 Uhr:

Für das am Sonntag, 26. April, im Schloss Horst geplante Konzert des „Simon & Garfunkel Tribute Duo“ ist ein neuer Termin gefunden worden: Es wird auf Sonntag, 30. August, verschoben. Kartenreservierungen sind unter www.graceland-online.de möglich. Als „Simon & Garfunkel Tribute Duo“ sind Thomas Wacker und Thorsten Gary mit ihren Gitarren und Stimmen seit Jahren in Deutschland unterwegs und begeistern ihr Publikum mit ihren Interpretationen der Welthits von Simon & Garfunkel.

31. März, 17 Uhr:

Die Stadt Gelsenkirchen denkt nach Auskunft von Stadtsprecher Martin Schulmann nicht darüber nach, eine Mundschutz-Pflicht nach österreichischem Vorbild einzuführen. „Wir richten uns nach den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation, die davon ausdrücklich abrät.“

31. März, 16.35 Uhr:

Derzeit gibt es 97 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen in Gelsenkirchen, 114 waren es bislang insgesamt, 16 Erkrankte sind bereits wieder genesen, einer ist gestorben. Von den 97 aktuellen Fällen sind 72 Infizierte unter 60 Jahren, 25 sind über 60 Jahre alt.

31. März, 16.30 Uhr:

Die Corona-Pandemie macht angesichts des geltenden Kontaktverbots manche einsam, andere erfinderisch: Die Macher des Gelsenkirchener Consol-Theaters laden am Mittwochabend, 1. April, 20.30 Uhr, zur ersten digitalen Ausgabe ihres „Roten Salons“ ein. Das Spannende: Jeder Interessierte kann über das Internet an der philosophisch geprägten Diskussion teilnehmen, aber auf Wunsch auch nur zuschauen. Mehr dazu lesen Sie hier.

31. März, 16.25 Uhr:

Das Kunstmuseum Gelsenkirchen kann seit dem 14. März nicht besucht werden. Das Museumsteam stellt über Facebook und Instagram trotzdem täglich Kunst zur Verfügung. Videoführungen durch die aktuelle Ausstellung, die Highlights des Hauses, den Blick hinter die Kulissen, all das wird vom Kunstmuseum Gelsenkirchen aufbereitet und ins Netz gestellt, so dass der Kunstgenuss auch in Zeiten von Corona weitergehen kann. Aktuelle restauratorische Arbeiten, die trotz der Schließung fortschreiten, werden vorgestellt. Für Kinder und alle, die Lust am kreativen Tun haben, gibt es jede Woche eine neue interaktive Aufgabe anhand der Werke in der Sammlung des Kunstmuseums. Auch Highlights des Hauses werden wöchentlich vorgestellt. Das Museumsteam wünscht allen weiterhin gutes Durchhalten und freut sich, bald wieder live vor Ort für alle da zu sein.

31. März, 16.15 Uhr:

Die Zahl der Anzeigen von Kurzarbeit, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bundesweit bei den Arbeitsagenturen eingehen, ist in den letzten Wochen rasant angestiegen. Nach der Veröffentlichung des bundesweiten Monitorings Mitte des Monats wurden nun auch die Zahlen für die einzelnen Agenturbezirke ausgewertet.

„Bis vergangenen Freitag sind in unserem Agenturbezirk über 1200 Anzeigen von Kurzarbeit eingegangen, bei denen Betriebe nach eigenen Angaben Kurzarbeit als Folge der Ausbreitung des Coronavirus benennen. Anzeigen kamen dabei aus nahezu allen Branchen, überwiegend aber aus Transport/Logistik, Hotel- und Gaststättengewerbe, Messebau und Tourismus“, berichtet Edith Holl, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen. „Im Vergleich dazu zeigten im Februar 2020 weniger als drei Betriebe im Agenturbezirk Kurzarbeit an und im gesamten Krisenjahr 2009 366 Betriebe.“ Wie viele Beschäftigte tatsächlich von Kurzarbeit betroffen sind, sei noch nicht klar. „Das liegt am Ablauf des Verfahrens: Erst wenn nach einer Anzeige das Kurzarbeitergeld gezahlt wird, können wir differenziert die Zahl der Menschen benennen, die verkürzt arbeiten.“

In den Arbeitslosenzahlen für März 2020 sind die Probleme der Corona-Pandemie noch nicht zu erkennen. Mehr dazu lesen Sie hier.

31. März, 14.45 Uhr:

Jeden Tag um 19 Uhr läuten die Glocken aller evangelischen und katholischen Kirchen der Stadt. Sie laden damit ein zum Gebet. „Manche bitten Gott um Hilfe für sich selbst, für Kranke, für die Helden des Alltags“, so Heiner Montanus, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid. „Oder sie sagen Danke für einen gesunden Tag. Und wer total verzweifelt ist, sagt Gott mal so richtig die Meinung.“ Kirchenkreis und Stadtdekanat rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, beim Glockenläuten eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen. Stadtdechant Markus Pottbäcker: „Wir setzen ein sichtbares Zeichen des Miteinanders über alle Grenzen von Religionen und Kulturen hinweg. Wir brauchen einander, gerade jetzt.“ Wem es die Sprache verschlagen hat, findet Gebete auf den Webseiten der evangelischen und katholischen Kirchen oder betet das Vaterunser. Oder es wird gesungen, wie es die Evangelische Kirche in Deutschland vorschlägt: „Stellen Sie sich um kurz nach 19 Uhr ans Fenster und singen oder spielen Sie ‚Der Mond ist aufgegangen‘“. Das Abendlied von Matthias Claudius ist ein gesungenes Gebet voller Trost, Hoffnung und Zuversicht. Alle sieben Strophen stehen im Evangelischen Gesangbuch und auf www.kirchegelsenkirchen.de

31. März, 13.30 Uhr:

Die Diakonie informiert darüber, dass in der gegenwärtigen Situation die Beratung für suchterkrankte Menschen nicht in der Beratungsstelle durchgeführt werden kann. Die Suchtberatung des Diakoniewerks Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V. bietet für Gelsenkirchener Bürger aber eine telefonische Beratung an. Diese telefonische Sprechstunde findet statt: dienstags und donnerstags, jeweils von 14 bis 16 Uhr, unter der Telefonnummer 0209 160-9100.

31. März, 11.30 Uhr:

Wie stark sind Handwerksbetriebe von den Folgen der Corona-Krise betroffen? Das erfragt die Handwerkskammer (HWK) Münster nun zum zweiten Mal seit Beginn der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus. „Wir werden aus dieser Krise anders herausschlittern als wir hineingezogen worden sind“, ist HWK-Präsident Hans Hund sicher. Jetzt komme es darauf an, Mut und Stärke zu bewahren oder zu aktivieren, sich zu besinnen und weiterzumachen. „Unsere Gesellschaft muss zusammenhalten und rückt jetzt zwar auf Distanz, aber versteht sich vielleicht mehr als bisher als Gemeinschaft“, ist Hunds Hoffnung. In einer Online-Blitzumfrage können Betriebe im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region erneut Auskunft über ihre Lage geben. Die HWK verschaffe sich in den nächsten Wochen regelmäßig einen Überblick über die weitere Entwicklung im Handwerk, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Ergebnisse der Umfrage bildeten die Grundlage der politischen Interessenvertretung der Betriebe durch die Handwerkskammer. Die Umfrage steht bis 7. April bereit unter www.hwk-muenster.de/blitzumfrage

31. März, 11 Uhr:

Derzeit gibt es 93 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen in Gelsenkirchen, 107 waren es bislang insgesamt, 13 Erkrankte sind bereits wieder genesen. Leider ist inzwischen ein Todesfall zu beklagen. Von den 93 aktuellen Fällen sind 71 Infizierte unter 60 Jahren, 22 sind über 60 Jahre alt.

30. März, 16.25 Uhr:

Die Gelsenkirchener Krankenhäuser appellieren dringend, dass Bürgerinnen und Bürger mit akuten und schweren Beschwerden auch weiterhin die stationäre Notfallbehandlung in Anspruch nehmen sollten. Die Kliniken stellen fest, dass vermehrt Menschen, die dringend behandelt werden müssen, den Weg ins Krankenhaus scheuen – auch aus Sorge, sich womöglich mit dem Coronavirus anzustecken. „Zwingend notwendige Behandlungen nicht durchführen zu lassen, kann gefährlich, im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein“, warnt mit Blick darauf Klaus Mika, Leiter des Referates Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen.

30. März, 14.46 Uhr:

Im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus ist nun auch in Gelsenkirchen der erste Todesfall zu beklagen. Ein 55-jähriger Patient ist am Sonntagabend an den Folgen der Infektion gestorben. Der Mann gehörte den Angaben der Stadt Gelsenkirchen zufolge keiner Risikogruppe an und hatte keine einschlägigen Vorerkrankungen. Mehr dazu lesen sie hier.

30. März, 13.50 Uhr:

Das Trias-Theater hat die Passionsspiele in der Evangelischen Kirche an der Steeler Straße in Rotthausen komplett abgesagt. Doch das viele Proben war für die 35 Laiendarsteller nicht umsonst: Wie Regisseur und Theaterleiter Ulrich Penquitt am Montag mitteilte, wird es in genau einem Jahr sieben neue Aufführungstermine geben. Eine einzige Aufführung hat es in diesem Jahr gegeben: Das war die Premiere am Samstag, 7. März. Die Kritiken waren durchweg positiv. Doch bereits in der Woche danach griff das Verbot. Alle bereits gekauften Karten sollen nun bis spätestens 25. April bei den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Die neuen Termine wurden in Abstimmung mit Pastorin Kirsten Sowa von der Emmaus-Gemeinde ausgewählt. Die „Passion“ wird 2021 zu sehen sein: 20. März um 18 Uhr, 25./26. März um 19.30 Uhr, 27. März um 18 Uhr sowie 2., 3. und 4. April um 18 Uhr.

30. März, 13.20 Uhr:

Die katholische Pfarrei St. Urbanus stellt am Palmsonntag an verschiedenen Stellen auf dem Pfarreigebiet im Gelsenkirchener Norden gesegnete Zweige zum Mitnehmen bereit. Die Zweige, die traditionell an Palmsonntag gesegnet werden, erinnern an Jesu Einzug in Jerusalem. Die Feier des Palmsonntags markiert den Beginn der Karwoche, die ihren Höhepunkt in der Feier des Osterfestes findet. Da zurzeit keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden, hat die Pfarrei sich dazu entschlossen, auf diesem Weg die Zweige an die Gläubigen zu verteilen. Ausgabeorte richtet die Pfarrei vor den sechs Gemeindekirchen und an weiteren Orten wie Kapellen und Wegekreuzen ein. Eine Gesamtübersicht gibt es unter www.urbanus-buer.de/palmzweige. Die Pfarrei bittet ausdrücklich darum, beim Abholen der Zweige auf die allgemeinen Verhaltens- und Hygieneregeln zu achten und insbesondere Gruppenbildungen an den Ausgabestellen zu vermeiden. Weitere Informationen und Angebote im Zusammenhang mit dem Corona-Virus bündelt die Pfarrei St. Urbanus auf ihrer Internetseite www.urbanus-buer.de/corona.

30. März, 11.15 Uhr:

Wie vom Deutschen Städtetag empfohlen, sind die Trauerhallen auf den städtischen Friedhöfen in Gelsenkirchen ab sofort bis auf Weiteres geschlossen. Das teilt Gelsendienste mit. Für die Durchführung von Abschiedsfeiern werden den Angaben zufolge vor den Gebäuden offene Pavillons als Wetterschutz aufgebaut. Gemäß des derzeit geltenden Kontaktverbotes sind Bestattungen im engsten Familien- und Freundeskreis durchzuführen. Es wird empfohlen, die Trauergemeinde auf maximal zehn Personen zu begrenzen. Trotz des besonderen Anlasses sind auch bei den Beerdigungen die Verhaltensregeln zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos zu beachten.

30. März, 11 Uhr:

Die Bezirksregierung in Münster gibt die ersten Zahlen der Woche heraus – jeweils unter Berufung auf Angaben der Kommunen. Demnach liegt die Zahl der aktuell in Gelsenkirchen mit dem Coronavirus infizierten Personen bei 94. Sonntag waren es noch 92. Nach wie vor die Zahl der genesenen Menschen mit vier angegeben. Im gesamten Regierungsbezirk Münster sind zurzeit 2345 Menschen infiziert. 431 sind wieder gesundet, zwölf sind bereits verstorben.

30. März, 9.45 Uhr:

Die Awo-Seniorenzentren verschärfen ihre Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. „Um sowohl die Bewohner als auch die Mitarbeitenden zu schützen, arbeiten wir eng mit den Gesundheitsämtern zusammen und setzen alle erforderlichen Maßnahmen konsequent um“, so Awo-Geschäftsführer Uwe Hildebrandt. Zurzeit gebe es große Engpässe in der Beschaffung von Schutzausrüstung. Dazu zählen Brillen, Gesichtsmasken und Handschuhe sowie Desinfektionsmittel. „Wir zahlen zurzeit völlig überhöhte Preise für das Schutzmaterial – wenn wir überhaupt noch welches bekommen! Die Landesregierung muss dafür sorgen, dass neben den Krankenhäusern auch die Seniorenzentren ausreichend beliefert werden!“ Zudem fordert die Awo, mehr Corona-Tests in den Seniorenzentren durchzuführen. Um die Menschen und die Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, setzt die Awo nach eigenen Angaben seit wenigen Tagen konsequent den behördlichen Erlass um: Bewohner sind aufgefordert, in der Einrichtung zu bleiben und sich in den geschützten, hauseigenen Außenbereichen aufzuhalten.

29. März, 17.35 Uhr:

Auf ein großes Echo ist die am Freitag gestartete „NRW-Soforthilfe 2020“ für kleine und mittelständische Betriebe und Solo-Selbstständige gestoßen. Das meldet die Bezirksregierung Münster. Der Behörde zufolge sind am Wochenende (28./29. März 2020) allein aus Münster und der Emscher-Lippe-Region 50.000 Anträge eingegangen. Die Bezirksregierung Münster hat zu diesem Hilfsprogramm für kleine und mittlere Betriebe sowie Solo-Selbstständige eine Hotline eingerichtet. Sie ist Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr und Samstag und Sonntag von 8 bis 18 Uhr unter 0251 411 3400 geschaltet.

29. März, 15.15 Uhr:

39 Anzeigen und Strafen von mehr als 18.000 Euro sind das Ergebnis von verstärkten Kontrollen des Kommunalen Ordnungsdienstes in Gelsenkirchen im Zeitraum von vergangenem Donnerstag bis Samstagabend (26. bis 28. März). Gegen die geltenden Coronaschutzverordnung verstoßen hatten ein Tanzlokal, ein Bar-Betreiber, ein Verkäufer eines Shisha-Zubehörbetriebes, zwei Metzgereien und ein Gastronomiebetrieb. Allein bei diesen Betrieben belaufen sich die Verwarn- und Bußgelder auf 15.000 Euro. Dazu kommen noch mehr als ein Dutzend Verstöße gegen das Versammlungsverbot. Mehr dazu lesen Sie hier.

29. März, 12.15 Uhr:

91 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen gibt es – Stand jetzt. Fünf mehr als noch am Samstagabend gemeldet. Die Anzahl der gesundeten Menschen beträgt vier.

Die Corona-Hotline der IHK Nord Westfalen ist stark gefragt: Bislang sind 2400 Anrufe von Unternehmerinnen und Unternehmern eingegangen, allein am Freitag, 27. März, waren es 800 Anrufe. Die

Finanzierungshotline 0251 707 111 ist heute von 10 bis 15 Uhr besetzt. In der kommenden Woche sind die Experten montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15.30 Uhr zu erreichen. Info auf: www.ihk-nordwestfalen.de/coronavirus

28. März, 19.15 Uhr:

„Die Gelsenkirchener Kliniken sind gut vorbereitet“, meldet die Stadt, um auch mit einer möglicherweise stärker wachsenden Zahl von Corona-Patienten umzugehen. Bereits seit vergangener Woche hatten die Krankenhäuser alle nicht zwingend notwendigen Operationen ausgesetzt, um ausreichend Kapazitäten an Intensivbetten und Beatmungsplätzen zur Verfügung zu haben. „Wir sind in der Lage, mit den vorhandenen Kapazitäten der Krankenhäuser und Feuerwehr 134 Beatmungsplätze in Gelsenkirchen vorzuhalten“, so Klaus Mika, Leiter des Referats Gesundheit der Stadt: „Damit können wir die Zahl der stationären Behandlungskapazitäten in der Stadt verdoppeln.“ Diese zusätzlichen Kapazitäten gibt es in vier Krankenhäusern der Stadt, und zwar in Buer im Bergmannsheil und im St. Marien-Hospital Buer und im Stadtsüden im Marienhospital Ückendorf sowie in den Evangelischen Kliniken.

86 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen gibt es – Stand jetzt. Acht mehr als noch am Freitag gemeldet. 90 Infizierte sind in Gelsenkirchen bislang bekannt, vier Erkrankte sind bereits wieder genesen.

28. März, 11 Uhr:

Neueste Zahlen: Bislang haben sich 85 Menschen in Gelsenkirchen mit Corona infiziert, vier davon sind wieder genesen. Somit gibt es aktuell 81 Fälle.

27. März, 17 Uhr:

Die Stadt teilt mit, dass ein Beschluss zur Erstattung der Kita-Beiträge in der Verwaltungsvorstandssitzung am kommenden Dienstag vorbereitet wird. Nach diesem Beschluss werde demnach am 2. April der Rat der Stadt über die Erstattung entscheiden. Im Anschluss soll ein unbürokratisches Erstattungsverfahren eingeleitet werden, so dass eine Antragstellung der Eltern nicht erforderlich ist. Die Stadt bittet in diesem Zusammenhang die Eltern, die Beiträge wie bisher weiterzuzahlen. Insbesondere bestehende Sepa-Mandate oder Daueraufträge sollten nicht gekündigt werden, da dies die reibungslose Durchführung der Erstattung erschwert.

27. März, 12 Uhr:

Sparkassenkunden, die von der Corona-Krise betroffen sind, können ab sofort die Aussetzung der Zins- und Tilgungszahlungen für ihre Privatkredite veranlassen. Wenn sie schnell sind, sogar noch für den Zahlungsstichtag 31. März. Die Zahlungen, die sie jetzt aussetzen, werden angehängt an die ursprünglich vereinbarte Kreditlaufzeit. Angesichts der Corona-Krise ist abzusehen, dass die Rückzahlung von Darlehen oder die regelmäßigen Zins- und Tilgungszahlungen von einigen Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht oder nur noch eingeschränkt geleistet werden können. Vor diesem Hintergrund hat der Deutsche Bundestag am 25. März beschlossen, dass bei vor dem 15. März abgeschlossenen Verbraucherdarlehensverträgen Zins- und Tilgungsleistungen für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2020 ausgesetzt werden können. Dies gilt, wenn der Verbraucher aufgrund der durch Ausbreitung der Covid-19-Pandemie hervorgerufenen außergewöhnlichen Verhältnisse Einnahmeausfälle hat und ihm die Erbringung der geschuldeten Leistung nicht zumutbar ist. Das Gesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrats und soll am 1. April in Kraft treten. Die Umsetzung einer solchen Zins- und Tilgungsaussetzung ist laut Sparkasse schnell und unbürokratisch online möglich (www.sparkasse-gelsenkirchen.de/corona). So müssen Kunden nicht in die Filialen kommen. Möglich sind auch telefonische Beratungen.

27. März, 11.45 Uhr:

Das Coronavirus hat die regionale Wirtschaft voll erwischt. 84 Prozent der Unternehmen im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region spüren die Folgen. Das verdeutlicht die zweite Umfrage der IHK Nord-Westfalen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die regionale Wirtschaft. Im Vergleich zur ersten Umfrage vor gut zwei Wochen zeigt sich jetzt, „wie rasend schnell das Virus und die notwendigen Gegenmaßnahmen die Unternehmen getroffen hat“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Fritz Jaeckel. Sein Fazit: „Viele Betriebe müssen jetzt umgehend Geld aus den bereitstehenden Rettungspaketen bekommen, wenn sie die Krise überstehen sollen.“ Online-Anträge auf Soforthilfe sind ab heute bis zum 30. April möglich. Denn 76 Prozent der Unternehmen halten inzwischen „finanzielle Überbrückungshilfen“ für erforderlich. Vor zwei Wochen waren es nur 25 Prozent.

Auch der Ruf nach weiteren Unterstützungsmaßnahmen ist lauter geworden. So ist der Anteil der Unternehmen, die sich Steuererleichterungen und -stundungen wünschen, von 22 auf 67 Prozent gestiegen. „Die wachsende Betroffenheit der Unternehmen, aber auch den Willen, die Krise zu meistern, spüren wir ebenso bei den vielen Anrufen, die uns täglich erreichen“, so Jaeckel. Über 1500 Anrufer nutzten in den ersten zehn Tagen allein die Finanzierungshotline der IHK unter 0251 707-111. Der Informationsbedarf, insbesondere zu den Rettungspaketen von Bund und Land, sei groß. Die IHK habe darum ihr Beratungsangebot ausgebaut und berate die Unternehmen auch am Wochenende: Und zwar am Samstag, 28. März, von bis 16 Uhr sowie am Sonntag, 29. März, von 10 bis 15 Uhr. „88 Prozent der antwortenden Unternehmen haben eine unbürokratische und einfache Umsetzung von Unterstützungsmaßnahmen gefordert“, nennt Jaeckel ein weiteres Ergebnis der aktuellen Umfrage und verspricht: „Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Hilfen schnell ankommen.“ Dabei rät er den Unternehmen, neben den Soforthilfen auch die vielen weiteren öffentlichen Finanzierungshilfen mithilfe der IHK-Experten zu prüfen.

27. März, 11.30 Uhr:

Seniorenvertreterinnen/Nachbarschaftsstifter des Generationennetzes schalten in Zeiten des Kontaktverbotes die Aktion „Senio(h)rentelefon – Wir leihen Ihnen unser Ohr“ und sind ab sofort täglich und direkt telefonisch erreichbar. Eigentlich sind sie die bekannten Gesichter von nebenan. Als ältere Bürgerin, als älterer Bürger kann man sie mal eben ansprechen, auf der Straße, beim Bäcker oder zu ihren Sprechzeiten an Standorten im ganzen Stadtgebiet. Das ist zurzeit nicht möglich. Was aber bleibt, ist der Kontakt per Telefon. Dies wird nun mit der Aktion „Senio(h)rentelefon“ verstärkt angeboten. Eine ganze Reihe der Seniorenvertreterinnen/Nachbarschaftsstifter sind ab sofort direkt und täglich telefonisch erreichbar. Zudem stehen über die Servicenummer 0209 169 6666 (montags bis freitags, 10 bis 16 Uhr) weiterhin hauptamtliche Mitarbeiterinnen für weiterreichende Anliegen, Fragen und Nöte älterer Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung und vermitteln auch weitere Telefon- oder E-Mailkontakte.

27. März, 11.20 Uhr:

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD Gelsenkirchen begrüßt die Möglichkeiten zur Kurzarbeit in Folge der Corona-Krise. Das Konzept habe sich auch in der Vergangenheit bewährt und bereits Jobs retten können. Jedoch fordert die AfA Gelsenkirchen wie auch die Gewerkschaften eine schnell Aufstockung der Beträge. Arbeitnehmer erhielten gerade einmal 60 oder 67 Prozent der Verdienstausfälle. Gerade in niedrig bezahlten Beschäftigungsverhältnissen sei dies viel zu wenig. „Daher fordern wir eine Erhöhung auf 90 Prozent und bei unterdurchschnittlicher Bezahlung einen vollen Ausgleich durch das Kurzarbeitergeld“, so Sebastian Kolkau, Vorsitzender der AfA in Gelsenkirchen.

27. März, 11.10 Uhr:

Die aktuellen Zahlen aus Gelsenkirchen: Bislang haben sich hier 73 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, am Vortag waren es noch 64. Als gesundet gelten mittlerweile vier Personen, am Donnerstag waren es noch drei. Somit sind aktuell 69 Menschen in Gelsenkirchen nachweislich infiziert. Die nach wie vor gute Nachricht: Es ist noch niemand gestorben. Die Zahlen für den gesamten Regierungsbezirk Münster: bislang 1955 Infizierte, 254 Gesundete und sechs Verstorbene.

27. März, 9.55 Uhr:

Die für April und Mai geplanten schriftlichen IHK-Abschlussprüfungen in der betrieblichen Ausbildung werden bundesweit einheitlich in den Sommer 2020 verschoben. Das teilt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord-Westfalen mit. Die schriftlichen industriell-technischen Prüfungen sollen demnach am 16. und 17. Juni und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni stattfinden. Auch die IHK-Fortbildungsprüfungen werden aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bis einschließlich Mai ausgesetzt. Sie werden zwischen Juni und August nachgeholt. Allein im IHK-Bezirk Nord-Westfalen, der das Münsterland und die Emscher-Lippe-Region umfasst, sind rund 9000 junge Frauen und Männer betroffen, deren Prüfungen die IHK nun neu organisieren muss. Um diese außergewöhnliche Situation zu bewältigen und gleichzeitig den Auszubildenden einen möglichst schnellen Übergang ins Berufsleben zu ermöglichen, werde die IHK teilweise von üblichen Prüfungsabläufen abweichen. Dennoch werde sich ein Teil der Prüfungen bis in die Sommerferien hineinziehen, in Ausnahmefällen sogar über das reguläre Ende der Ausbildungszeit hinaus. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einem zügigen und sicheren Ablauf der Prüfungen“, informiert Carsten Taudt, Geschäftsbereichsleiter für Bildung und Fachkräftesicherung bei der IHK Nord-Westfalen. Die Neuorganisation der Prüfungen sei nicht einfach. „Viele praktische Prüfungsteile finden in den Werkstätten großer und kleiner Betriebe statt. Wann und wie dort wieder geprüft werden kann, klären wir jetzt mit den Betriebsleitungen“, gibt der Bildungsexperte ein Beispiel. Aktuelle Informationen: www.ihk-nw.de/corona-bildung

27. März, 9 Uhr:

Auch die Gelsenkirchener CDU begrüßt den Entfall der Gebühren für Kinderbetreuung. Dazu erklärt die Sprecherin der CDU-Fraktion für Kinder, Jugend und Familie, Monika Kutzborski: „Der Entfall der Gebühren ist für viele Familien in dieser Krisenzeit ein sehr gutes Signal und ein wichtiger Baustein, um durch diese schwierigen Wochen zu kommen. Viele Familien stehen aktuell vor der Herausforderung, Betreuung und Arbeit unter einen Hut zu bringen – die Entlastung schafft zumindest auf finanzieller Seite einen Beitrag, damit die Familien ihren Krisenalltag meistern können.“ Die CDU hätte sich aber auch eine schnellere Initiative der Stadt vorstellen können:„Wir haben in den vergangenen Tagen viele auch umliegende und vergleichbare Städte gesehen, die schon aktiv geworden sind und proaktiv den Verzicht auf die Beiträge der betroffenen Familien erklärt haben. In Gelsenkirchen leider Fehlanzeige, während viele Familien sich fragen wie sie die Krise stemmen sollen. Dass die CDU-geführte Landesregierung mit einer Lösung für Gesamt-NRW jetzt auch für Entlastung der betroffenen Familien in Gelsenkirchen sorgt, ist eine sehr gute Entwicklung. Unser Dank geht nach Düsseldorf“, erklärt der CDU-Kreisvorsitzende, Sascha Kurth.

26. März, 17.30 Uhr:

Eltern müssen im April infolge der Corona-Krise keine Beiträge für Kitas, Tagespflege und Offenen Ganztag an Schulen bezahlen. Das hat jetzt Familienminister Joachim Stamp mitgeteilt. Oberbürgermeister Frank Baranowski begrüßt diese Regelung ausdrücklich: „Das ist ein wichtiges Signal in Richtung der Familien und deckt sich mit unseren Planungen. Einen entsprechenden Beschluss hatten auch wir bereits für die nächste Verwaltungsvorstandsitzung am kommenden Dienstag vorbereitet.“ Die Einrichtungen werden jetzt angewiesen, die entsprechenden Beträge für den Monat April nicht einzuziehen. „Die Familien sind durch die Corona-Krise und die ausgefallene Betreuung bereits jetzt stark belastet. Da ist es nur fair, hier einen Ausgleich zu schaffen. Gleichzeitig wird auch sichergestellt, dass die Pauschalen an die Träger weitergezahlt werden, damit die Betreuungsstrukturen erhalten bleiben“, so der OB. Nach einer Mitteilung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration werden die Ausfallkosten bei den Elternbeiträgen zur Hälfte vom Land übernommen. In Gelsenkirchen wären das rund 250.000 Euro, die das Land übernimmt.

26. März, 16.15 Uhr:

Das Musiktheater im Revier zeigt am Freitagabend, 27. März, um 18 Uhr das musikalische Märchen „Der gestiefelte Kater“ von Peter Francesco Marin – natürlich nicht live auf der Bühne, sondern online als Mitschnitt aus der Spielzeit 2018/19. Zu sehen ist der Beitrag sowohl auf der Homepage des MiR unter www.musiktheater-im-revier.de als auch auf der Facebook-Seite des Opernhauses.

26. März, 16 Uhr:

Mit der Ausbreitung des Coronavirus wachsen die wirtschaftlichen Risiken für viele Freiberufler, Beschäftigte und Unternehmen. In dieser schwierigen Situation verzichtet Vonovia nach eigenen Angaben auf Mieterhöhungen und hat alle Wohnungsräumungen abgesagt. Den Kundinnen und Kunden will Vonovia Hilfen anbieten, wenn sie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. In solchen Fällen sollen sich die Kunden in Gelsenkirchen möglichst frühzeitig an Vonovia wenden. In Gelsenkirchen ist Vonovia vor Ort aktiv: Geschäftsführer Mario Stamerra: „Wir konzentrieren uns zurzeit auf das wichtigste: Wir unterstützen unsere Mieterinnen und Mieter, wenn sie Hilfe benötigen. Außerdem stellen wir mit den Kolleginnen und Kollegen in Gelsenkirchen sicher, dass alles in unseren Häusern funktioniert und sicher ist – und dass wir es schaffen, Notfallreparaturen umzusetzen.“ Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen hat in Gelsenkirchen nach eigenen Angaben einen Bestand von 3369 Wohnungen. Die Durchschnittsmiete liegt bei 5,89 Euro pro Quadratmeter.

26. März, 14.55 Uhr:

Mobil sein, sich an der frischen Luft bewegen – Radfahren gewinnt in diesen Tagen noch mehr an Bedeutung. Das Metropolradruhr leistet dazu einen Beitrag: In Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen können die Leihräder jetzt für 30 Minuten pro Fahrt gratis genutzt werden. Unterstützt wird die Aktion in der Metropole Ruhr vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und dem Regionalverband Ruhr (RVR). Auch wenn die Übertragungsmöglichkeit des Coronavirus über Oberflächen als relativ gering eingeschätzt wird, legt der Betreiber Nextbike jetzt besonderes Augenmerk auf die Reinigung und Desinfektion von berührungsintensiven Teilen wie Lenkergriffen oder Sattelspannern. 2010 startete das Verleihsystem Metropolradruhr als Pilotprojekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR) mit Förderung des Bundes. Es ist in den zehn Ruhrgebietsstädten Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Mülheim und Oberhausen aktiv. Seit dem Auslaufen der Bundesförderung 2013 finanziert sich Metropolradruhr als Angebot des Betreibers Nextbike durch Einnahmen aus dem Verleih, Werbevermarktung und Kooperationen.

26. März, 14.25 Uhr:

Voraussichtlich ab Freitagmittag, 27. März, stehen die Anträge auf NRW-Soforthilfe 2020 für kleine Unternehmen bereit, die wegen der Corona-Krise in eine Notlage geraten sind. Handwerksbetriebe finden die Anträge mit einem Erklärvideo über die Website der Handwerkskammer (HWK) Münster (www.hwk-muenster.de) oder direkt auf der Website der Bezirksregierung Münster (www.bezreg-muenster.de). Die Anträge können nur digital ausgefüllt werden. Darauf weist die HWK hin. Sie empfiehlt Betriebsinhabern ohne Online-Zugang zunächst in ihrem beruflichen und familiären Umfeld eine Lösung zum Herunterladen und Bearbeiten des Formulars zu suchen. Für Fragen zum Ausfüllen des Formulars schaltet die HWK die Telefonhotline 0251 5203-888. Dort geben Berater am Freitag von 12 bis 17 Uhr, am Samstag von 8 bis 16 Uhr und am Sonntag von 10 bis 16 Uhr Auskunft und Hilfestellungen. Die NRW-Soforthilfe umfasst Zuschüsse des Bundes und des Landes. Sie soll die Folgen der Corona-Krise abfedern, die wirtschaftliche Existenz sichern und akute Finanzierungsengpässe überbrücken. Im Handwerk kommt sie Soloselbstständigen und Unternehmen bis 50 Beschäftigte zugute. Die Soforthilfe ist in drei Größenklassen unterteilt.

26. März, 13.15 Uhr:

Gemeinsam appellieren der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion sowie Vorsitzende im Ausschuss für Verkehr, Bau und Liegenschaften, Wolfgang Heinberg, und der OB-Kandidat der CDU, Malte Stuckmann, an den Ordnungsdienst der Stadt, die zielgerichtete Lösung von Problemsituationen vor Ort mit Augenmaß zu finden. „In dieser Situation, in der Tausende Unternehmen und Betriebe Kurzarbeit anmelden und finanzielle Sicherungsleistungen von Bund und Ländern benötigen, sollte auch der kommunale Ordnungsdienst seine Aufgaben mit Augenmaß wahrnehmen und die Möglichkeit in Betracht ziehen, potentielle Verkehrsverstöße insbesondere im Lieferverkehr durch Ansprachen zu begegnen, statt durch Verwarngelder. Die Sicherstellung der Einhaltung und Kontrolle des Ansammlungsverbots hat oberste Priorität“, so Wolfgang Heinberg.

„Handwerksunternehmen oder Buchhändler bei erkennbaren Be- oder Entladevorgängen mit einem Verwarngeld zu belegen, statt einer warnenden Ansprache, halte ich in der derzeitigen Lage unserer Stadt und des gesamten Landes für ein falsches (Durchhalte-)Signal. Das Ordnungswidrigkeitengesetz gibt ausdrücklich die Möglichkeit einer Verwarnung ohne Verwarngeld. Verwaltung und Ordnungsdienste sollten gerade jetzt erkennen, dass wir nur gemeinsam aus dieser unruhigen See herauskommen“, zeigt OB-Kandidat Malte Stuckmann auf.

26. März, 13 Uhr:

Die Zahl der bislang Infizierten in Gelsenkirchen liegt am Donnerstag bei 64 Menschen. Das meldet die Stadt Gelsenkirchen. Demnach sind in der Zwischenzeit drei Personen gesundet, also sind aktuell 61 Menschen infiziert.

25. März, 17.30 Uhr

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster hat sich im Verlauf des Mittwochs von 1555 auf jetzt 1717 Fälle weiter erhöht. Das entspricht gegenüber dem Vortag einem Anstieg um 12,7 Prozent.

25. März, 16.15 Uhr

Um das Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus weitgehend zu minimieren, aber auch zum Schutz der Brautleute und des Personals im Standesamt sind bei Eheschließungen weitere Einschränkungen notwendig: Ab sofort werden Eheschließungen nur noch mit dem Brautpaar durchgeführt werden. Die Brautpaare haben zudem zur Einhaltung des Kontaktverbots darauf zu achten, dass sich keine Gäste im Außenbereich der Standesämter aufhalten.

5. März, 15.30 Uhr

Die Zahl der Infizierten gibt die Stadtverwaltung mit 61 an. Drei Personen sind gesundet.

25. März. 14.50 Uhr

Die beiden Notschlafstellen für Männer an der Caubstraße und für Frauen am Nordring öffnen nun auch tagsüber. Sie werden während des Tages nur für etwa 90 Minuten zur Reinigung geschlossen. Da das Männerübernachtungsheim für Obdachlose an der Caubstraße zu Wochenbeginn kurz vor seiner Auslastungsgrenze stand – 36 von 40 Plätzen waren belegt - wurde mit Blick auf das geltende Abstandsverbot ein zweiter Standort an der Zollvereinstraße mit zehn Plätzen geöffnet.

25. März, 11.00 Uhr

Als Auswirkung auf die Corona-Pandemie hat der Vorstand der Sparda-Bank West entschieden, alle Filialen der Genossenschaftsbank vorläufig zu schließen. Das gilt auch für die Niederlassungen in der Altstadt und in Buer. „Um Kunden und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, haben wir uns für diese Maßnahme entschieden“, begründet Manfred Stevermann, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank West die Entscheidung, und betont: „Das Bankgeschäft läuft weiter, alle Kundenaufträge werden wie gewohnt bearbeitet, darauf können sich unsere Kundinnen und Kunden verlassen“.

25. März, 10.45 Uhr

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg in Gelsenkirchen von Montag auf Dienstag nicht weiter an. 55 Infizierte meldet die Bezirksregierung Münster morgens. Im Regierungsbezirk Münster stieg die Zahl von 1524 auf 1555 Fälle. Zwei Personen sind gestorben, 109 wieder gesund.

25. März, 10.30 Uhr

Freitag wird CDU-Bürgermeister Werner Wöll 65 Jahre alt. Der Geburtstagsempfang im Hans-Sachs-Haus wurde abgesagt. „In dieser schwierigen Zeit hat der Wunsch, gesund zu bleiben einen ganz besonderen Stellenwert erreicht und ist weitaus mehr, als eine höfliche Floskel in den uns allen bekannten Geburtstagsglückwünschen“, sagt CDU-Fraktionschef Wolfgang Heinberg und kündigt an: „Wir freuen uns schon heute darauf, zu gegebener Zeit, seinen Ehrentag zusammen mit ihm nachzufeiern.“

25. März, 9.30 Uhr

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: Der Schnappschuss stammt aus dem Laarmannshof in Gelsenkirchen-Feldmark und zeigen den großen Respekt für die Helden des Alltags: „ Vielen Dank an die Kollegen/Kolleginnen von Gelsendienste, dass ihr für uns da seid“ steht auf den Mülltonnen. Das sei „zur Nachahmung empfohlen“, findet Petra Polz-Waßong.

24. März, 17.31 Uhr

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg in Gelsenkirchen von Sonntag auf Montag um fünf auf 55. Zwei Infizierte sind wieder gesund. Im Regierungsbezirk Münster stieg die Zahl von 1457 auf 1524 Fälle. Zwei Personen sind gestorben, 107 wieder gesund.

24. März, 16.02 Uhr

Der Kommunale Ordnungsdienst setzt in Gelsenkirchen die Rechtsverordnung des Landes NRW konsequent um. Die vom Land angeordneten Strafen beginnen bei 200 Euro bei Verstößen gegen das Ansammlungsverbot. 1000 Euro werden etwa bei Nichteinhaltung der erforderlichen Abstände beim Außerhausverkauf für den Betriebsinhaber fällig. 4000 Euro Bußgeld muss ein Busunternehmer zahlen, wenn er einen besetzten Reisebus fahren lässt und 5000 Euro werden fällig, wenn eine geschlossene Einrichtung entgegen der Verordnung geöffnet wird. 18 Zweierteams kontrollieren täglich bis zu 350 Betriebe.

24. März, 14.00 Uhr

Gelsenkirchener Unternehmen, vom kleinen Start-Up bis hin zum großen Mittelständler, sind durch das Corona-Virus in eine Notlage geraten; Einnahmen fallen aus, Kosten laufen weiter. Daraus ergeben sich viele Fragen für die Betroffenen. Gelsenkirchens Stadtrat für Wirtschaftsförderung, Christopher Schmitt, hat daher ein Gelsenkirchener Kompetenznetzwerk Wirtschaftshilfe Corona ins Leben gerufen. Daran sind neben der Stadt die Bundesagentur für Arbeit (BA), das Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen (IAG), die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die Sparkasse Gelsenkirchen und die Volksbank Ruhr Mitte beteiligt. Unternehmen, die eine Beratung benötigen, können sich unter der Mail-Hotline corona-hilfe@gelsenkirchen.de an das Kompetenznetzwerk Wirtschaftshilfen Corona wenden.

24. März, 11.30 Uhr

Hilfe beim Einkaufen, bei Apothekengängen oder bei der Betreuung von Haustieren bietet jetzt auch der Caritasverband Gelsenkirchen für Menschen aus Risikogruppen in den Stadtteilen Bismarck, Neustadt und Ückendorf an. ]Hilfesuchende oder deren Angehörige können sich montags bis donnerstags zwischen 10 und 14 Uhr sowie freitags von 10 bis 12 Uhr melden(0209 957146514, E-Mail: flh@caritas-gelsenkirchen.de). Bislang sind rund 50 Helfer dabei.

24. März, 10 Uhr

Der ADAC Nordrhein empfiehlt Pendlern mit einem kurzen Arbeitsweg, öfter auf Fahrrad und Pedelec umzusteigen. „Wer nicht im Home-Office arbeiten kann und zur Arbeit fahren muss, sollte in Zeiten des Coronavirus - wenn möglich - den ÖPNV meiden. Fahrrad und Pedelec seien da super Alternativen, nicht nur zu Bus und Bahn, sondern auch zum Auto“, rät Roman Suthold vom ADAC Nordrhein. Die Rechnung des Verkehrsclubs: Radfahrer sind bei Entfernungen bis zu fünf Kilometern im Stadtverkehr in der Regel schneller am Ziel als Autofahrer. Gegenüber dem ÖPNV hat das Fahrrad bis zu einer Distanz von über neun Kilometern einen Zeitvorteil.

24. März, 8:57 Uhr

Der Griff zu Küchenrollen, Tempos, Feucht- und Kosmetiktüchern oder Zeitungspapier ist keine prima Alternative für eine Entsorgung übers stille Örtchen. „Diese Haushaltspapiere können aufgrund ihrer großen und festen Beschaffenheit die Toiletten verstopfen“, warnt die Verbraucherzentrale NRW: „Nur das normale, trockene Toilettenpapier darf ins Klo. Alle anderen Haushaltspapiere müssen nach Gebrauch in die Tüte und dann ab in die Tonne.“ Ansonsten drohen Rohr-Verstopfungen. Feuchttücher enthalten neben Papier zudem auch Kunstfasern, die nicht ins Abwasser gelangen sollten.

24. März, 8.30 Uhr

52 Gelsenkirchener haben sich – Stand Montag früh – mit Corona infiziert. Im Regierungsbezirk Münster stieg die Zahl der Infizierten von 1399 auf 1457. Ein Infizierter ist gestorben, 78 sind wieder gesund.

23. März, 16.45 Uhr

Anruf genügt: Menschen, für die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus ein höheres Risiko darstellt, erhalten ab Dienstag, 24. März, 9 Uhr, kostenlose Einkaufshilfe durch die APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH. Geschäftsführer Claudius Hasenau hat (vorerst bis 19. April) die „CoroNETTEN“ aus der Taufe gehoben – einen Gratis-Lieferservice für gefährdete Personen, die sich in der aktuellen Situation nicht allein helfen können. Ansprechpartnerterin ist Michaela Jankowski (APD-Telefon 0800 9230500). Die Einkaufslistenkönnen auch per Mail unter info@apd.de an die APD geschickt werden.

23. März, 16.30 Uhr

Vor dem Hintergrund des weitreichenden Kontaktverbots werden alle Bogestra-Kundencenter ab Dienstag, 24. März, geschlossen. Auch der Bogestra-Bereich im gemeinsamen Kundencenter in Buer wird zu diesem Zeitpunkt geschlossen. Tickets können elektronisch in der Mutti-App oder in Muttis Laden gekauft werden. Außerdem können Fahrscheine an den Automaten auf Vorrat erworben werden. Tickets, die jetzt gekauft werden, haben eine Gültigkeit bis 31. März 2021.

23. März, 10.55 Uhr

Im Regierungsbezirk Münster hat sich im Verlauf des gestrigen Sonntagnachmittags die Zahl der Infizierten von 1311 Fälle auf jetzt 1334 Fälle (Stand: 10.55 Uhr) weiter erhöht. Aktuell gibt es im Regierungsbezirk Münster 47 Gesundete. In Gelsenkirchen stieg die Zahl auf Gelsenkirchen 47 (45), gesundet sind zwei Personen.

23. März, 10 Uhr:

Die Theaterkasse des Musiktheaters ist für den Publikumsverkehr geschlossen, allerdings montags von 10 bis 14 Uhr und dienstags bis freitags von 10 bis17 Uhr telefonisch unter 0209 4097200, per Fax unter 0209 4097-260 und per Mail (theaterkasse@musiktheater-im-revier.de) zu erreichen. Auch Briefe an die Theaterkasse (Musiktheater im Revier, Kennedyplatz, 45881 Gelsenkirchen) werden bearbeitet. Wer Tickets umtauschen oder eine Erstattung in Anspruch nehmen möchte, muss einen Erstattungsantrag stellen. „Wenn Sie auf eine Rückerstattung des Kartenpreises verzichten möchten, helfen Sie uns, die finanziellen Einbußen zu minimieren und ermöglichen weiterhin die künstlerische Nachwuchsförderung“, wirbt das MiR. Spendenbelege sind möglich.

Jeweils freitags um 18 Uhr postet das Haus über seine Social-Media-Kanäle nun „eine schöne Erinnerung an eines der Stücke der vergangenen Spielzeiten“.

23. März, 8 Uhr:

Der Reitverein Buer sagt sein Ponyreiten am 5. April 2020 ab.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben