Corona

Corona: Cirque Bouffon-Ensemble verkauft Solidaritätstickets

Sie wollen weiter spielen: Die Corona-Pandemie verhinderte das Gastspiel des Cirque Bouffon am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier (hier ein Archivbild aus dem vergangenen Jahr). Die Krise ist für den Zirkus existenziell - nun verkauft er Solidaritätstickets.

Sie wollen weiter spielen: Die Corona-Pandemie verhinderte das Gastspiel des Cirque Bouffon am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier (hier ein Archivbild aus dem vergangenen Jahr). Die Krise ist für den Zirkus existenziell - nun verkauft er Solidaritätstickets.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen  Die Corona-Krise verhinderte das Cirque Bouffon-Gastspiel im Gelsenkirchener Musiktheater. Nun hofft das Ensemble auf die Hilfe seines Publikums.

Dringend Hilfe benötigt, in Zeiten der Krise: Mit einem Solidaritätsticket in Höhe von 20 Euro möchte der Cirque Bouffon die finanziell schwierige Zwangspause überbrücken. Eigentlich hätte das Ensemble des Zirkus ab dem 1. April sein "Nandou"-Gastspiel im Gelsenkirchener Musiktheater im Revier (MiR) begonnen - das jedoch aufgrund der Corona-Schutzverordnung, wie jede andere Veranstaltung auch, abgesagt werden musste.

Gelsenkirchen: Cirque Bouffon steht vor massiven Problemen

Ein weiteres Problem, vor dem der Zirkus steht: Die Einreisebestimmungen vieler Länder hätten sich so schnell verschärft, dass eine planbare An- und Abreise der Mitglieder der internationalen Kompanie derzeit gar nicht mehr möglich sei, heißt es in einer Pressemitteilung des Cirque Bouffon.

Auch für alle folgenden Städte der Cirque-Bouffon-Tournee - neben Gelsenkirchen betrifft das die Tour-Stationen Bielefeld (Mai) und Trier (Juni) - sind derzeit noch keine verlässlichen Aussagen zu treffen, ob und wann die Gastspiele durchführbar sind.

Gelsenkirchener können Cirque Bouffon mit Solidaritätstickets unterstützen

Solch eine Situation sei für ein kleines Ensemble wie den deutsch-französischen Cirque Bouffon sehr schwierig, so der Zirkus. Der Cirque Bouffon sei zwar ein internationales Show-Format, aber im Grunde dennoch ein kleines Familienunternehmen.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Anja Krips hat Zirkusdirektor Frederic Zipperlin den Cirque Bouffon vor 14 Jahren gegründet und seitdem mit seinem Ensemble zahlreiche Shows erschaffen. Gemeinsam mit dem gesamten Team, zu dem neben den Artisten und Musikern auch Zeltbauer, Tontechniker, Kostümbildner sowie Marketing- und Barpersonal gehören, hat Frederic Zipperlin nun eine emotionale Botschaft an sein Publikum: "Gerade jetzt brauchen wir eure Unterstützung, um zukünftig weiter für euch spielen zu können. Aus diesem Grund bieten wir euch ein Solidaritätsticket an, mit dem ihr uns in der Zwischenzeit unterstützen könnt."

Situation in der Corona-Krise sei für das Team existenziell

Die Situation in der Corona-Krise sei ist für das gesamte Team existenziell, denn die Produktion einer neuen Show verschlinge bereits im Vorfeld sehr hohe Geldsummen und nun würden plötzlich durch den Ausfall des Gastspiels auch die Gagen für die Artisten und Künstler wegfallen.

Diese Ausfälle sollen nun durch das Solidaritätsticket abgemildert werden. Das Ticket kann als „Spende“ oder als Gutschein verstanden werden, und es kann sobald der Showbetrieb wieder aufgenommen werden darf, für reale Tickets eingelöst oder an der Bar für Getränke verwendet werden.

Solidaritätstickets ermöglichen weitere Kreativität

„Unser Motto: Die Herzen zu berühren und die Zeit zu entschleunigen, ist momentan aktueller denn je zuvor. Mit dem Kauf eurer Solidaritätstickets gebt Ihr uns die Möglichkeit weiter kreativ zu sein. Eure Solidarität und Treue wird uns sehr helfen“, fügt der Zirkusdirektor Frederic Zipperlin noch hinzu.

Das Ticket ist über die Online-Vorverkaufsstellen wie Köln-Ticket, Westticket, Eventim, sowie Reservix zu erwerben. News zum Stand der Dinge gibt es auf der Homepagedes Ensembles unter cirque-bouffon.com, sowie bei Facebook.

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