Weihnachtscircus

Circus Probst präsentiert die „Magie der Farben“

Großes Finale eines grandiosen Abends: Clown Antonio im Schlussbild der Vorstellung.

Großes Finale eines grandiosen Abends: Clown Antonio im Schlussbild der Vorstellung.

Foto: Michael Korte

Feldmark.   Über 1300 begeisterte Zuschauer verfolgten am Mittwoch die Premiere des diesjährigen Gelsenkirchener Weihnachtscircus im Revierpark Nienhausen.

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Der gemütliche Zirkusabend beginnt schon vor der Vorstellung. Im Vorzelt duftet es nach Popcorn, Glühwein und Zuckerwatte. Zahlreiche Stände erinnern an einen Rummel, die noch zahlreicheren Tannenbäume daran, dass das Fest der Feste vor der Tür steht. Und, so sagt es ein Gast sehr schön: „Die Weihnachtszeit beginnt für mich seit 20 Jahren so richtig erst mit dem Weihnachtscircus.“ Der feierte am Mittwoch Premiere. Manege frei für die 21. Saison: „Die Magie der Farben“.

Dieses Motto zieht sich durch den ganzen Abend wie ein roter Faden – manchmal aber auch wie ein blauer, gelber oder grüner. . . Pascal Maatz und Carmen Leyseck führen durch die Vorstellung, von der manch einer vermutlich gar keine hatte, wie unterhaltsam, atemberaubend und abwechslungsreich es in der Manege zugeht.

Der gute alte Clown

Romina Casselly macht mit ihren Hula-Hoop-Reifen den Anfang. Mit den unzähligen Ringen, die in bunten Farben um ihren Körper kreisen, versetzt sie das Publikum gleich in die richtige Stimmung. Für das erste Staunen ist also schon mal gesorgt! Schnell schallen auch die ersten lauten Lacher durchs Zelt. Clown Antonio lässt sich von seinem gut dressierten Hund immer wieder die Würstchen wegessen. Ja, der gute alte Clown – darüber können eben nicht nur Kinder lachen.

Dann geht es auch schon rauf in luftige Höhen. Ein fliegender Teppich schwebt über der Manege. An ihm hängt kopfüber John Leyseck, der seine Schwester Roxana vor dem Sturz in die Tiefe bewahrt – mal mit den Händen, dann mit nur einer Hand und schließlich mit dem Nacken. Diese Artisten müssen Muskeln haben, die „normale“ Menschen gar nicht kennen!

Pferde, Lamas und Kamele

Tiere gehören auch zum Zirkus: Pferde sind dabei, kleine Ponys und sogar Kamele. Da leuchten vor allem die Kinderaugen. Aber auch die Erwachsenen staunen nicht schlecht, wie sich Artisten der Khadikov-Truppe beim Galopp einmal um das Pferd drehen oder sie – ganz martialisch – auf zwei Tieren stehend samt Flagge in der Hand durch die Manege reiten. Alfons Cassely und Stephanie Probst bieten Dressur: er mit Ponys, sie mit Pferden, Lamas und Rindern.

Tierisch gut ist auch die Papageien-Show von Silvia & Giordano. Welche Tiere passen auch besser zum bunten Motto? Ob die Landung zweier äußerst flugfreudiger Papageien im Zuschauerraum allerdings so geplant war?

Nach der Pause wird es richtig spektakulär. Das Duo Medini, die Geschwister Asia und Dylan, begeistern mit Akrobatik auf Rollschuhen. Auf einer knapp zwei Meter breiten Platte rotieren die beiden und Dylan schleudert seine Schwester durch die Luft.

Draußen wartet die dunkle Nacht

Apropos Luft: Viel davon nach oben ist kaum. Klar: Man kann nicht jedes Jahr den Zirkus neu erfinden – aber wer glaubt, an Saltos, Handständen und Körperbeherrschung alles gesehen zu haben, der irrt. Mit stets neuen Facetten macht das Team vom Circus Probst nahezu jede Nummer zum Highlight. Dazu gehören Klassiker wie der Salto Mortale, den die Alexander-Truppe am Schleuderbrett präsentiert. Menschen können doch fliegen! Faszinierend auch die Künste von Tamara Khurchudova am Trapez. Sie schaukelt die Zuschauer schwindelig. Und zwischendurch immer wieder Clown Antonio, der wie kein anderer das Publikum in seine Späße einbezieht.

Über 1300 Zuschauer sitzen an diesem Premieren-Tag in der Abend-Vorstellung, die traditionell eine WAZ-Vorstellung ist. Das Spektakel in der Manege honorieren sie am Ende mit minutenlangem Beifall. Die Künstler und Artisten haben’s mehr als verdient.

Nach gut drei Stunden machen sich die Zuschauer auf den Heimweg. Schade nur, dass draußen statt bunter Farben nur die dunkle Nacht wartet.

Bis zum 7. Januar gastiert der Weihnachtscircus Probst am Revierpark Nienhausen an der Feldmarkstraße. Vorstellungen finden täglich um 15 und um 19.30 Uhr statt, am Heiligen Abend um 14 Uhr.

Karten: 0209 177 99 90, am Kassenwagen. Karten für Erwachsene: 16 bis 30 Euro. Kinder: 14 bis 28 Euro.

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