Verkehrsausschuss

CDU wünscht sich Webcam für die Baustelle Uferstraße

Die alte Stahlkonstruktion über den Hafenmund wird am 12. April per Schwimmkran ausgehoben.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Die alte Stahlkonstruktion über den Hafenmund wird am 12. April per Schwimmkran ausgehoben.

Gelsenkirchen.   Die CDU teilt Bedenken der Verwaltung wegen des Datenschutzes nicht. Die Stadt spricht mit der Bezirksregierung über Fahrverbote.

Wer einmal an einer Baustelle ein bildfüllendes Spektakel für sich und seine Kamera erleben und einfangen will, der sollte sich den Donnerstag, 12. April, vormerken: Das ist der Termin, an dem der Rückbau der Brücke über den Hafenmund gut sichtbar sein wird – ein Schwimmkran hebt dann die alte Stahl-Konstruktion an der Uferstraße aus ihren Lagern. Ein Thema bei der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses.

Fortschritt für jedermann einsehbar

Geradezu unterhaltsam wurde es beim Vorstoß des Ausschussvorsitzenden Wolfgang Heinberg und seiner Mitstreiter von der CDU, per Webcam den Baufortschritt an dieser viel befahrenen Nord-Süd-Verbindung neben der Kurt-Schumacher-Straße für interessierte Bürger zu dokumentieren. Bedenken der Verwaltung, womöglich in die Persönlichkeitsrechte der Bauarbeiter einzugreifen und den Vorschlag, alle paar Wochen Fotos bereit zu stellen, konterte die Union mit dem Hinweis auf das neue Hans-Sachs-Haus, wo eine Webcam doch problemlos möglich gewesen sei. Heinberg: „Wir werden genug Beispiele ähnlicher Art aus NRW anführen, bei denen die Datenschutzbeauftragten keinerlei Bedenken hatten – dann soll uns mal einer erklären wie es sein kann, dass das gleiche geltende Recht hier anders ausgelegt wird.“

Auch die möglichen Dieselfahrverbote sind ein Sitzungsthema gewesen. Dazu gibt es aber noch keinen neuen Stand. Am Donnerstag, 15. März, so erzählte es Stadtbaurat Martin Harter, trifft sich die Stadt mit der Bezirksregierung Münster. Von dem Treffen verspricht sich die Gelsenkirchener Delegation, „ein Gefühl dafür zu bekommen, ob sich die Bezirksregierung einem Fahrverbot nähert.“ Sprich: Ausloten, ob Münster geneigt ist, ein Fahrverbot für Gelsenkirchener Straßen auszusprechen.

Neuer Verkehrsdaten erhoben

Wie sich die Verkehrslage durch die Sperrung des Bypasses Uferstraße verändert hat und wie es um das Verkehrsaufkommen dadurch nun bestellt ist – insbesondere auf der ohnehin belasteten Kurt-Schumacher-Straße –, dazu will das Referat Verkehr in der nächsten Sitzung neue Fakten vorlegen.

Stichwort Zentrale Omnibus Bahnhöfe (ZOB): Der in Buer liegt voll im Zeitplan, der am Hauptbahnhof wird nach einer Unterbrechungsphase wegen Frost erst im Juni/Juli fertiggestellt sein.

Leitlinien für sehbehinderte Menschen an der Stadtbahn

Das Gremium hat bei seiner Sitzung auch noch diverse Beschlüsse gefasst. Die Ergebnisse in Kurzform: Die Stützwände an der Kurt-Schumacher-Straße / Scherner Weg werden im Sommer innerhalb von zwei Monaten saniert. Kosten: 150 000 Euro.

Die neun Stadtbahnanlagen erhalten ab Sommer 2018 als Nachrüstung taktile Leitlinien für sehbehinderte und blinde Menschen. Kosten: 225 000 Euro.

Außerdem werden in den großen Ferien Asphaltschäden – Netzrisse, Flicken und abgesackte Aufbrüche – auf der Bochumer Straße beseitigt (Kosten: 100 000 Euro).

>>Fühlbare Leitlinien werden aufgeklebt

Um die Nachrüstung von taktilen Leitelementen ohne große Beeinträchtigungen für Fahrgäste und Bahnbetrieb (Staub oder Lärm) durchführen zu können, ist geplant, in den Stadtbahnstationen aufklebbare Indikatoren am Boden anzubringen. Die Nachrüstelemente bestehen aus Polyurethan. Muster: Rippen oder Noppen.

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