Terrassengespräch

CDU-Frauen beleuchten das Thema Sicherheit

Diane Jägers, Dezernentin für Recht, Sicherheit und Ordnung der Stadt Dortmund (2. v. li.) referierte beim Terrassengespräch der CDU Frauen-Union in Schloss Berge über das Thema „Sicher leben in einer modernen Großstadt“. Links im Bild die Vorsitzende der Frauen-Union, Annelie Hensel.

Diane Jägers, Dezernentin für Recht, Sicherheit und Ordnung der Stadt Dortmund (2. v. li.) referierte beim Terrassengespräch der CDU Frauen-Union in Schloss Berge über das Thema „Sicher leben in einer modernen Großstadt“. Links im Bild die Vorsitzende der Frauen-Union, Annelie Hensel.

Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen.  Referentin Diane Jägers ist in Gelsenkirchen keine Unbekannte: Die Dortmunder Rechtsdezernentin saß für die Union bis 2007 im Rat der Stadt.

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Irgendwie passend: Draußen braut sich das Unwetter zusammen, drinnen geht es beim sechsten Terrassengespräch der Frauen-Union (FU) um ein ernstes Thema: „Sicher leben in der modernen Großstadt“.

Mit Referentin Diane Jägers hat FU-Vorsitzende Annelie Hensel eine frühere Gelsenkirchener Parteifreundin eingeladen. Bevor Jägers 2007 zur Rechtsdezernentin in Bochum gewählt wurde, von wo aus sie 2013 zur Chefin des Dortmunder Rechts- und Ordnungsdezernats avancierte, saß sie von 2004 bis 2007 als Stadtverordnete der CDU im Gelsenkirchener Rat.

Dortmund bündelt Kräfte für die Sicherheit

Von 2007 bis 2013 führte Jägers die Ortsunion Haverkamp an. Kurz gesagt: Die Frau kennt also die Stadt, in der sie jetzt spricht, sollte man meinen – und auch den Tagungsort Schloss Berge, über dem gerade tiefdunkle Wolken aufziehen. „Licht ins Dunkle bringen“ und alle Möglichkeiten nutzen, etwas für die Verbesserung der Sicherheit zu unternehmen, haben Hensel und ihre Frauen schon lange auf der Agenda.

Und mit Jägers eine Gesprächspartnerin, der man glaubt, wenn sie etwa sagt: „Unser Sicherheitsforum ist kein Kaffeekränzchen, vor allem nicht, wenn ich es leite.“ Das angesprochene Sicherheitsforum ist Bestandteil des Dortmunder Masterplans kommunale Sicherheit, der Sicherheitsarchitektur. Unter diesem Dach bündelt die Stadt Kräfte – vom Oberbürgermeister über Polizeipräsident, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft, Sozial- und Ordnungsdezernat.

Taskforces Nordstadt und Dorstfeld

Die Rechtsdezernentin klammert bewusst Themen aus, die Justiz und Polizei angehen, nicht aber eine Stadtverwaltung. Die legt aber, wie man Jägers Schilderungen entnimmt, Manpower in die Taskforces Nordstadt und Dorstfeld sowie die Arbeitsgruppen Problemhäuser und Drogen. Zur Dortmunder AG Problemhäuser sagt die Juristin: „Das, was sie in Gelsenkirchen gerade mühsam aufbauen, haben wir seit acht Jahren.“ Wobei Dortmund den Fokus auf Gebäudesubstanzerhaltung lege und Gelsenkirchen viel abreißen müsse.

Mehr „Druckräume“ für Drogenabhängige

Und dann spricht Jägers im Zusammenhang mit Problemhäusern, die zu Sanierungszwecken geschlossen werden, ein ganz besonderes Thema an: Drogenabhängige, die auf die Weise auch ihre Wohnung verlieren. „Wenn wir die Häuser dicht machen, sind die draußen.“ Es brauche mehr öffentliche „Druckräume“, um Abhängige von der Straße zu holen und ihnen geschützte Räume zu geben. Für alternde, kranke Abhängige wünscht sich Jägers ein Hospiz. Es sei unwürdig und mit dem „C“ in ihrem Parteinamen nicht vereinbar „Drogenabhängige auf der Straße krepieren zu lassen“.

Was die Probleme einer Stadt angeht, sagt Jägers: „Wenn ich ein Problem nicht los werde, muss ich es gestalten. Gar nichts zu tun, ist keine Alternative!“

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