„Einmischen. Demokratie leben“

Bunte Vielfalter setzen ein sichtbares Zeichen für Vielfalt

„Vielfalter für Vielfalt“ falten Claudia Ferda und Niels Funke.

Foto: Heinrich Jung

„Vielfalter für Vielfalt“ falten Claudia Ferda und Niels Funke. Foto: Heinrich Jung

Gelsenkirchen.   Die Initiative „Einmischen. Demokratie leben“ sucht im Bildungszentrum das Gespräch mit Bürgern. Und faltet mit ihnen „Vielfalter für Vielfalt“.

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Claudia Ferda sitzt vor vielen kleinen und großen Papierschmetterlingen; sie hat Bastelpapier in mehreren Farben, Schere, Klebstoff und kleine Wäscheklammern vor sich ausgebreitet für diese besondere Premiere im Bildungszentrum. Hier sitzt sie in dieser und der nächsten Woche, um mit möglichst vielen Menschen beim Falten neuer „Vielfalter“ ins Gespräch zu kommen ... über Demokratie und die bunte Gesellschaft.

Für Achtung, Respekt und Toleranz

„Einmischen. Demokratie leben.“ heißt die Initiative, zu deren Mitbegründerinnen Claudia Ferda gehört. Man will ein Zeichen setzen: gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Nationalismus und religiösen Fanatismus, für eine bunte Gesellschaft, in der Achtung und Respekt herrschen, für Chancengleichheit, kulturelle Vielfalt und Toleranz.

„Für Demokratie muss man etwas tun“

Niels Funke, städtischer Mitarbeiter im Bereich Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Gesundheit, ist der erste „Vielfalter“-Bastler. Und stellt beim Vergleich der beiden Papier-Insekten zufrieden fest: „Jeder Mensch faltet anders, das allein drückt schon Vielfalt aus.“ Das Thema Demokratie bewegt auch ihn. „Dafür muss man etwas tun, etwa zur Wahl gehen und auch sonst etwas beisteuern und seine eigene Vielfalt einbringen.“

„Die Schwächsten nicht zum Sündenbock machen“

Was Claudia Ferda „bedrückt und auch wütend macht“ beschreibt sie so: „Dass sich rechte Gruppe ausgerechnet die Schwächsten ausgeguckt und zum Sündenbock gestempelt haben.“ Dabei, sagt sie mit Verweis auf Geflüchtete: „Die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen, ist ein Wert dieser Demokratie. Sie halte es für verwerflich, aussgerechnet die Schutzbedürftigsten zum Sündenbock zu machen. „Dagegen will ich etwas tun.“

Statements von Bürgern, mit denen sie bei der Aktion „Vielfalter für Vielfalt“ ins Gespräch kommt, sollen an einer Pinnwand zur Geltung kommen.

>>> Info: Bis Freitag, 15. September, ist die Initiative täglich von 11 bis 13 Uhr im Bildungszentrum, Ebertstraße. Kommende Woche von Montag bis Freitag von 15 bis 17 Uhr sowie am Samstag, 23. September, von 11 bis 13 Uhr.

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