Sommerwetter

Bundespolizei warnt: Lebensgefahr beim Springen von Brücken

Der Sprung von der Brücke in den Kanal kann lebensgefährlich sein.

Der Sprung von der Brücke in den Kanal kann lebensgefährlich sein.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services

Gelsenkirchen.   Das warme Wetter werden auch in Gelsenkirchen manche nutzen, um von Brücken in den Kanal zu springen. Die Bundespolizei warnt vor den Gefahren.

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So langsam nimmt der Sommer 2019 Fahrt auf, die Temperaturen gehen nach oben. Manchen Ortes wurde die 30-Grad-Marke bereits „geknackt“. Deshalb sehnt sich so mancher Sonnenhungrige nach einer Abkühlung im Wasser.

Die Polizei weiß zu gut, dass es im Ruhrgebiet – auch in Gelsenkirchen – immer wieder Personen gibt, denen der Besuch im Freibad oder am Badesee zu langweilig ist. Sie suchen sich deshalb eine andere Möglichkeit und springen von Eisenbahnbrücken zum Beispiel in den Rhein-Herne-Kanal.

Warnungen der Bundespolizei

Die Bundespolizei warnt: Das ist nicht nur lebensgefährlich, sondern auch verboten. Gerade beim Sprung von Eisenbahnbrücken kann der Aufenthalt in den Gleisanlagen auf der Brücke tödlich sein. Moderne Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung erst sehr spät wahrgenommen werden. Zusätzlich entsteht beim Klettern auf Brückenträgern, Masten und Schutzeinrichtungen eine lebensgefährliche Nähe zum Oberleitungsnetz der Eisenbahn. Dies steht unter einer Spannung von 15.000 Volt. Dabei muss man die Oberleitung nicht einmal berühren, bevor ein Lichtbogen überspringen kann.

Beim Sprung von der Brücke ins kühle Nass kann man, so die Bundespolizei, zudem leicht Gegenstände übersehen, welche im Wasser treiben – gerade im Bereich von Brücken. Hierdurch können ebenfalls tödliche Verletzungen entstehen.

Die Bundespolizei weist daraufhin hin, dass, wenn Züge aufgrund von Personen im Gleisbereich eine Schnellbremsung einleiten müssen, der Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr erfüllt sein kann. Dieser kann mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft werden. Ebenfalls wird beim unbefugten Aufenthalt im Gleisbereich ein Bußgeld von 25 Euro bis 900 Euro fällig.

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