Kryptonite

Bringt „Volcano“ den Durchbruch?

Kryptonite posieren im hübsch dekorierten Proberaum. V.l.: Matthias Kafeia, Tobias Borgmann, Chris Formella, Kevin Masannek, Tim Allgeier

Kryptonite posieren im hübsch dekorierten Proberaum. V.l.: Matthias Kafeia, Tobias Borgmann, Chris Formella, Kevin Masannek, Tim Allgeier

Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.   Die Hardrock-Band Kryptonite hat ihr erstes professionelles Video gedreht. Mit schönen Frauen am Pool und Szenen aus Kneipe und Proberaum wollen sie bei Plattenfirmen auf sich aufmerksam machen.

Kryptonite wollen so richtig durchstarten. Nicht zuletzt deshalb haben die fünf Hardrocker ihr erstes professionelles Video gedreht. Im Clip zum Song „Volcano“ lassen Kryptonite es sich bei einer Pool-Party mit schönen Frauen gut gehen, trinken Bier an der Theke im Lokal ohne Namen und rocken im Proberaum. „Wir haben uns für das nächste Jahr viel vorgenommen“, sagt Gitarrist Kevin Masannek.

Der Ruhrpott reicht nicht mehr. Es soll mehr werden. Mindestens in ganz NRW will der Fünfer 2013 spielen, ganz Deutschland wäre auch nicht schlecht. Ein Gig am 25. Januar in Köln könnte ein Anfang sein. „Ein Video ist gut, um sich zu bewerben“, sagt Schlagzeuger Tim Allgeier. „Wir wollen uns zeigen, uns präsentieren, die Leute auf den Geschmack bringen. Sie sollen unsere Konzerte besuchen.“

Aus dem Album „Bow To The Crow“

Zuletzt konnten sie ihr Publikum bei einem Auftritt in Beckum vor zwei Wochen von sich überzeugen. 50 bis 60 Konzerte haben sie auf dem Buckel, schätzen Kryptonite. Die Band gibt es seit vier Jahren, angefangen hat sie mit Nu-Metal. Jetzt ist ihre erste professionelle Hardrock/Bluesrock-Platte fertig. „Bow To The Crow“ heißt sie. Und das Stück „Volcano“ habe sich am besten für ein Video geeignet, sagt Kevin Masannek.

Produziert hat den Clip Mirko Witzki, den Kryptonite über ihren Tontechniker kennengelernt haben, der ihre Demo-Songs auf Vordermann gebracht hat. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Video“, sagt Gitarrist Tobias Borgmann. An fünf Drehtagen sind 60 Takes entstanden, die dann in 50 Arbeitsstunden zum Clip geworden sind. Bassist Matthias Kaffeia: „Was dabei herausgekommen ist, haben wir erst gesehen, als das Video fertig war.“

Acht Damen und ein Pool

Acht junge Darstellerinnen werfen sich den fünf Jungs am Pool an den Hals. „Das Pool-Party-Thema ist im Schnitt dann aber weiter nach hinten gerückt“, erklärt Sänger Chris Formella. Dafür stehen die Szenen im Lokal ohne Namen und die im Proberaum jetzt mehr im Vordergrund als ursprünglich vorgesehen. Zu sehen ist das Ergebnis auf der Online-Videoplattform YouTube.

Mit „Bow To The Crow“ und dem mehr als fünfminütigen Clip zu „Volcano“ wollen Kryptonite sich bei Newcomer-Contests in NRW bewerben. Teilweise haben sie das auch schon getan, bislang allerdings ohne Rückmeldung. Aber die Jungs sind guter Dinge – und das zu Recht. Mit ihrer soliden Mischung aus Hardrock und Bluesrock wollen sie bei lokalen und NRW-Labels vorstellig werden. „Wir wollen Feedback bekommen von jemandem, der sich vorher schon tausende Bands angehört hat“, sagt Kevin Masannek. „Vielleicht haben wir ja Glück und schaffen es. Das wäre ein Traum!“

Maximum Rock im Grillo-Gymnasium

Am Samstag, 15. Dezember, treten Kryptonite zusammen mit Afterdrunk (Hardrock/Glamrock) und den Muddy Echoes (Rock) beim Maximum Rock im Grillo-Gymnasium auf. Um 18.30 Uhr geht’s an der Hauptstraße 60 in der Altstadt los. Der Eintritt beträgt 4 Euro.

Kryptonite hat zwei Gitarristen: Kevin Masannek ist 21 Jahre alt, kommt aus Beckhausen und ist Azubi bei einem Musikalienhändler. Tobias Borgmann ist 20 Jahre alt, wohnt in Buer und macht bei der Lebenshilfe ein Freiwilliges Soziales Jahr. Das Schlagzeug wird von Tim Allgeier bedient. Er ist 21 Jahre alt, wohnhaft in Buer und Busfahrer bei der Vestischen. Christian Formella ist der Sänger von Kryptonite. Er ist 19 Jahre alt, kommt aus Horst und studiert Philosophie an der Uni Bochum. Am Bass steht Matthias Kafeia, 21 Jahre alt, aus Resse und Student der Kinder- und Jugendpädagogik in Düsseldorf.

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