Innenstadt

Nach Bombendrohung: Bahnhofstraße Gelsenkirchen wieder frei

Die Polizei hatte die Bahnhofstraße gesperrt.

Die Polizei hatte die Bahnhofstraße gesperrt.

Foto: Frank Oppitz

Gelsenkirchen.   Die Bahnhofstraße in Gelsenkirchen ist nach einer Bombendrohung gegen Primark wieder frei. Vorsorglich war die Haupteinkaufsstraße gesperrt.

Bange Stunden für Kunden und Mitarbeiter: Wegen einer Bombendrohung gegen die Primark-Filiale hat die Polizei die Bahnhofstraße zwischen Back Factory und Deichmann am Donnerstagvormittag abgesperrt. Ein bis dato noch unbekannter Täter hat gegen zehn Uhr die Filiale des Textil-Discounters angerufen und mit einer Bombe gedroht.

Viele Geschäfte waren betroffen

Darauf ging alles sehr schnell. Die umgehend alarmierte Polizei sperrte den Bereich um das Gebäude an der Bahnhofstraße 41 weiträumig ab, zunächst auf einer Länge von 100, später auf einer Länge von 150 Metern. Parallel dazu wurden das Geschäftshaus sowie die umliegenden Gebäude und Ladenlokale evakuiert.

Dazu gehörten im ersten Anlauf Unitymedia, Deichmann, Galeria Kaufhof/Saturn, Back Factory, TK Maxx und die Apotheke am Preuteplatz sowie weitere Geschäfte. Später wurde der Betrieb bei Kaufhof sowie Saturn wieder aufrecht gehalten.

Zugänge zur Innenstadt wie die Klosterstraße, Arminstraße, Preuteplatz und Beskenstraße waren ebenso für die Dauer des Einsatzes unpassierbar. Gegen 11 Uhr durchkämmten Einheiten der Polizei mit Sprengstoffspürhunden das mehrstöckige Gebäude systematisch von unten bis oben. Gefunden haben die Spürnasen aber nichts.

Gegen 12.45 Uhr gab die Polizei die Bahnhofstraße wieder frei; die durch die Sperrung betroffenen Geschäfte konnten wieder öffnen. Vorsorglich war auch der Rettungsdienst der Feuerwehr vor Ort.

Parallele zum Fall Finanzamt unklar

„Wir versuchen, die Identität des Anrufers zu klären“, sagte Polizeisprecher Torsten Sziesze, nachdem „zum Glück nichts Schlimmeres passiert ist“ und die Beamten Entwarnung gaben. Ob es Parallelen zu einer früheren Drohung gegen das Finanzamt Gelsenkirchen gibt, bleibt aber noch unklar. Bei dieser Bombendrohung am 13. März kam ebenfalls zu Geschäftsbeginn die Drohung, allerdings per Mail. Seinerzeit hatte ein Absender mit dem Namen „Nationalsozialistische Offensive“ erklärt, er stecke hinter den Bombendrohungen gegen das Finanzamt Gelsenkirchen und auch gegen den Hauptbahnhof in Lübeck.

Polizeisprecher Torsten Sziesze zur Bombendrohung

„Wir sind froh, dass alles so glimpflich verlaufen ist“, sagte Rashpal Singh, Inhaberin des benachbarten Mona Fashion an der Bahnhofstraße, ein Schuh- und Bekleidungsgeschäft. Die Kunden hätten vorbildlich reagiert und die Anweisungen der Polizei ebenso ruhig befolgt wie ihre Mitarbeiter. „Angst“, so die Geschäftsfrau, „hatten wir nicht.“

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