Kommentar

Big-Brother-Phänomen im Freibad: Übergriffe sind alarmierend

Lena Reichmann

Lena Reichmann

Foto: WAZ

Im Freibad treffen unterschiedliche Menschen auf engem Raum aufeinander. Da ist Ärger vorprogrammiert. Warum trotzdem Grund zur Sorge besteht.

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Oliver Gergens sagt, „bei schönem Wetter kommen alle Schichten der Gesellschaft im Freibad zusammen“. Der Mikrokosmos Liegewiese spiegelt so die Außenwelt mehr oder weniger exakt wider – mit all ihren Problemen, Ressentiments und Konflikten. Nur trennen die Gruppen im Bad oft nur wenige Handtuchbreiten voneinander. Die Folge: Hemmschwellen sinken und angestaute Aggressionen entladen sich.

Ein Phänomen, das die TV-Show „Big Brother“ seit Jahren für sich nutzt. Je weniger Platz den unterschiedlichen Charaktere bleibt, die von den Machern in kameraüberwachte Zimmer gesteckt werden, desto höher das Eskalationspotenzial. Und desto besser die Quote.

Was im Fernsehen durchaus unterhaltsam sein kann, ist, wenn es sich unter realen Bedingungen und direkt vor dem eigenen Sonnenschirm abspielt, weniger kurzweilig. Im Freibad zeigt sich nämlich ganz deutlich, wie es um die Stadtgesellschaft steht, wenn man Gergens glaubt. Und wenn da gewalttätige Übergriffe zum Alltag werden, dann ist das alarmierend.

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