Umwelt

Bezirksregierung kennt die Pläne zur Deponie-Erweiterung

Mehr Müll als bisher geplant soll im Emscherbruch landen.

Foto: André Elschenbroich

Mehr Müll als bisher geplant soll im Emscherbruch landen.

Gelsenkirchen Resser-Mark.   Die Genehmigungsbehörde in Münster rechnet mit bis zu drei Jahren, bis alle Prüfungen abgeschlossen sind. Viele Fragen sind noch offen.

Die Zentraldeponie im Emscherbruch soll wachsen. Wie die Bezirksregierung erklärte, habe am Mittwoch ein erster Scoping-Termin für die aktuelle Planungen der AGR (Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet) stattgefunden.

„Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren ansteigenden Ablagerungsmenge hat die AGR die Planungen aus dem Jahr 2015 überarbeitet“, sagt Andreas Winnemöller, Sprecher der Bezirksregierung in Münster. Neben nicht gefährlichen Abfällen wie Haus-, Gewerbe- und Industrieabfälle (insgesamt 3,1 Millionen Kubikmeter), sollen demnach auch die Volumina für gefährliche Abfälle um insgesamt 1,5 Millionen Kubikmeter erhöht werden.

Einzige Deponie für Sondermüll

Die 1968 in Betrieb genommene Deponie im Emscherbruch ist die einzige im gesamten Regierungsbezirk Münster, auf der diese gefährlichen Stoffe gelagert werden dürfen. Ob ein Bedarf besteht, weitere 1,5 Millionen Kubikmeter gefährliche Stoffe im Emscherbruch zu lagern, mag Winnemöller nicht beurteilen. Die AGR beruft sich auf ein Gutachten, das sie selbst in Auftrag gegeben hat.

„Aussagen hierzu sind zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht möglich“, erklärte Winnemöller. Neuere Berechnungen des Landes NRW seien nicht bekannt. „Der Abfallwirtschaftsplan für Sonderabfälle (gefährliche Abfälle) stammt aus dem Jahr 2007 und ist bei der Prüfung des Bedarfs mit zu berücksichtigen“, erklärte Winnemöller. Gleiches gelte für den Teilplan Siedlungsabfälle aus dem Jahr 2015.

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Die Volumina-Vorgaben würden während des nun anstehenden Planfeststellungsverfahrens erneut überprüft. Zudem werde die AGR entsprechende Gutachten zur Feststellung der Umweltverträglichkeit des Vorhabens in Auftrag geben. „Diese werden Bestandteil der Umweltverträglichkeitsuntersuchung und somit der Antragsunterlagen sein“, so Winnemöller.

Konkrete Aussagen zur Größenordnung beim Verkehr und zu den Auswirkungen auf Flora und Fauna seien erst nach der Vorlage der einzelnen Gutachten möglich.

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