Preisverleihung

Berger Feld für gute Integration durch Fußball ausgezeichnet

Das Team vom Berger Feld bei der Preisverleihung in Berlin mit dem Schirmherrn Oliver Bierhoff (r.), Gerald Asamoah, DFB-Präsident Reinhard Grindel  und Philipp Lahm. Foto:Gesamtschule Berger Feld

Das Team vom Berger Feld bei der Preisverleihung in Berlin mit dem Schirmherrn Oliver Bierhoff (r.), Gerald Asamoah, DFB-Präsident Reinhard Grindel und Philipp Lahm. Foto:Gesamtschule Berger Feld

Gelsenkirchen/Berlin.   Der Deutsche Fußballbund hat die Gelsenkirchener Gesamtschule Berger Feld für ihre gelungene Integrationsarbeit mit Hilfe von Fußball ausgezeichnet.

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Die Gesamtschule Berger Feld hat in Berlin den zweiten Platz belegt bei der Vergabe des Integrationspreises des Deutschen Fußballbundes für 2017. Unter der Schirmherrschaft von Oliver Bierhoff wurde der Preis, der die Förderung der Integration von Menschen verschiedenster Herkunft durch den Fußball belohnt, zum elften Mal ausgelobt. Vergeben wird er in drei Kategorien: an Schulen, Vereine und freie sowie kommunale Träger.

162 Bewerbungen sind eingegangen

Aus jeder Kategorie waren drei Vertreter – beworben hatten sich 162 Institutionen, Schulen und Vereine – nominiert und zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen worden. Im Bereich Schule war es neben der Gesamtschule Berger Feld die Hans-Tilkowski-Hauptschule aus Herne, die den Hauptpreis gewann, und die Janusz-Korczak-Förderschule Voerde, mit der die Erler sich den zweiten Platz teilten. Mit dem zweiten Platz verbunden ist Preisgeld von 10 000 Euro als Zuschuss für weitere Integrationsarbeit an der Schule.

Gesamtschule mit drei Projekten im Rennen

Nominiert war die Gesamtschule Berger Feld gleich wegen drei Projekten: Das jüngste ist ein Straßenfußballprojekt des achten Jahrgangs, mit dem die Integration in der 2017 so umstrittenen „Mehrklasse“, die zum Übergang von Kindern aus Internationalen Förderklassen in Regelklassen gebildet worden war, gefördert wurde. Dafür wurden kleine Fußballteams gegründet, die gegeneinander antraten, aber nach ganz eigenen Regeln. Was zählte, waren nicht nur Tore, sondern auch Fairplay, für das es Extra-Punkte gab. Aus dem Projekt ging eine Arbeitsgruppe hervor, in der Mentoren und Moderatoren ausgebildet werden, die ein Straßenfußballprojekt mit Sechstklässlern organisieren werden.

Für „Open Sunday“ stehen die Kinder Schlange

Das zweite Bewerbungsprojekt verbindet unter dem Motto „Fußball trifft Kultur“ Lernförderung, Fußball und kulturelle Events an der Schule – zu jeweils gleichen Teilen. Das dritte Projekt ist der „Open Sunday“, den die Schule mit Sportdozenten und -studenten der Universität Duisburg/Essen sowie eigenen Sporthelfern an der Regenbogen-Grundschule durchführt. Dabei öffnet die Turnhalle sonntags für Kinder und Eltern, um zu Bewegung, Kennenlernen und Miteinander einzuladen. „Dafür stehen die Kinder sonntags Schlange,“ freut sich Gesamtschulleiterin Maike Selter-Beer.

Mehr Motivation durch Sport

Sie ist mit ihrem sportlich besonders aktiven Stellvertreter Jochen Hermann sowie beteiligten Abteilungsleitern nach Berlin gereist, nutzte dort auch die Möglichkeit, sich in Vorträgen zum Thema an der Humboldt-Universität zu informieren. „Besonders spannend finde ich, wie wir Mädchen mit Migrationshintergrund noch besser durch Sport motivieren können.“

>> Info: Preis für Mädchen-Projekt „Kick for girls“

  • Ausgelobt wird der Integrationspreis vom Deutschen Fußballbund und Mercedes Benz als Generalsponsor. Der Hauptpreis ist in allen drei Kategorien entsprechend ein Mercedes Benz Vito im Wert von 45 000 Euro.

  • In der Kategorie „Vereine“ bekam der Altonaer FC von 1893 den ersten Preis, bei dem Integration als Vereinsziel verankert ist. In der dritten Kategorie bekam das Projekt „kick for girls“ in Freiburg den Zuschlag.

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