Neujahr

Ben hatte es in Buer besonders eilig, auf die Welt zu kommen

Melanie (29) und Marco Röhrs (32) mit ihrem kleinen Ben. Das erste Kind der beiden – ein Wunschkind – kam fünf Tage früher als erwartet am Neujahrsmorgen im St.-Marien-Hospital-Buer zur Welt.

Foto: Oliver Mengedoht

Melanie (29) und Marco Röhrs (32) mit ihrem kleinen Ben. Das erste Kind der beiden – ein Wunschkind – kam fünf Tage früher als erwartet am Neujahrsmorgen im St.-Marien-Hospital-Buer zur Welt.

Gelsenkirchen.   Drei Neujahrsbabys gab es in den erstmals nur noch zwei Geburtshilflichen Abteilungen in Gelsenkirchen. Ben Röhrs hatte es besonders eilig.

Das schnellste Baby des neuen Jahres kam im Ückendorfer Marienhospital zur Welt. Früh morgens um 5.43 Uhr tat der kleine Sohn einer bereits dreifachen Mutter seinen ersten Schrei. Schon am Vormittag ging die Mama mit dem Neugeborenen nach Hause.

Im St.-Marien-Hospital-Buer verließ der erste Neu-Gelsenkirchener um 9.15 Uhr den gemütlichen Platz in Mamas Bauch. Eigentlich war der kleine Ben erst für den 6. Januar angekündigt. In der Neujahrsnacht gegen drei Uhr wurden die Wehen jedoch so stark, dass für Marco (32) und Melanie (29) Röhrs kein Zweifel bestand: Es wird Zeit fürs Krankenhaus!

Zwei Jahre Elternzeit geplant

Gegen vier Uhr traf das Paar, das bislang in Horst lebt, in der Klinik ein, fünf Stunden später war Ben da. 50 Zentimeter groß, 3290 Gramm schwer und mit einem Kopfumfang von 34 Zentimetern. Zwei oder drei Tage wollen Mutter und Kind noch im Krankenhaus bleiben nach bisherigem Stand, dann soll es nach Hause gehen. Dort wartet im Schlafzimmer schon die Babyecke auf den neuen Mitbewohner. Für den Frühling ist der Umzug in eine größere Wohnung mit Kinderzimmer geplant.

Melanie Röhrs arbeitet als Biologielaborantin, will allerdings zunächst zwei Jahre für Ben zuhause bleiben. „Dafür haben wir auch gespart. Ich verdiene zwar als Maschinenbaumeister nicht schlecht, aber eigentlich braucht man zwei Gehälter,“ erklärt der stolze Papa.

Drei Neujahrskinder sind in Gelsenkirchen Durchschnitt

Die Anmeldung beim FC Schalke 04 ist übrigens schon in die Wege geleitet. Papa Marco ist zwar eher verhaltener Fußballfan und als gebürtiger Norddeutscher eher HSV-Fan. Die Familie von Melanie Röhrs allerdings ist so königsblau, dass klar ist: Ben wird Schalke-Fan. In Buer folgte übrigens schon um kurz nach elf das zweite Neujahrskind; ebenfalls ein Junge. Drei Neujahrskinder – das liegt genau im Gelsenkirchener Durchschnitt.

Kreißsaal in Evangelischen Kliniken geschlossen

In den Evangelischen Kliniken an der Munckelstraße blieb der Kreißsaal über den Jahreswechsel geschlossen. Nicht, weil es in Gelsenkirchen keine Kinder gab, die auf die Welt drängten, sondern weil die Geburtshilfliche Abteilung zum Jahresbeginn 2018 geschlossen wurde. Die Gynäkologie wird aber ausgebaut.

Zuletzt hatte es in der Klinik nur zwischen 400 und 500 Geburten im Jahr gegeben. Zu wenige, um die Abteilung wirtschaftlich betreiben und erhalten zu können, bedauerte Geschäftsführer Karl Bosold bei der Bekanntgabe der Schließung im November. 1931 war die Geburtshilfe im Haus eingeweiht worden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik