Markthallen-Umbau

Baugenehmigung für die Markthalle in Buer erteilt

So soll die Markthalle in Buer nach dem Umbau aussehen. Ins Untergeschoss zieht ein Bio-Supermarkt, oben ist Platz für Gastronomie.

So soll die Markthalle in Buer nach dem Umbau aussehen. Ins Untergeschoss zieht ein Bio-Supermarkt, oben ist Platz für Gastronomie.

Foto: Intacta

Gelsenkirchen-Buer.   Stadt Gelsenkirchen stimmt Umbauplänen von Thomas Bernau zu. Einen zweistelligen Millionenbetrag will dieser investieren und noch 2019 eröffnen.

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Eine gute Nachricht für Buer und ganz Gelsenkirchen, ein Tag, von dem Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) sagt, „dass viele nicht mehr daran glaubten, dass es ihn geben wird.“ Die Baugenehmigung für die geplanten Veränderungen an der buerschen Markthalle ist erteilt. Der Um- und Ausbau kann nun umgesetzt werden.

Mindestens sechs Monate kalkuliert Investor Thomas Bernau dafür ein. „Ich sehe keine Chance, vor Oktober oder November zu eröffnen.“ Wie berichtet, soll in das Erdgeschoss ein Denns Bio-Supermarkt einziehen. Zur Springestraße hin sollen sich etwa drei Gastronomen die Fläche teilen. Inklusive Terrasse, die laut Ordnungsamt abends bis 22 Uhr genutzt werden darf.

Wirtshaus und Gastronomie im Obergeschoss

Im Obergeschoss soll ein modernes Wirtshaus, was ein eigenes Craftbeer im Angebot hat, einziehen. Sowie ein Ableger des Systemgastronomiekonzeptes „The Italian“. Dafür wird die kleine Terrasse im ersten Geschoss über die gesamte Breite der Markthalle gezogen. „Wir können davon ausgehen, dass wir dann die größte Außengastronomie in der buerschen City haben“, sagt Bernau. Die Öffnungszeiten in diesem dem Wochenmarkt zugewandten Teil: bis 24 Uhr. „Diese Neubelebung wird ein Quantensprung für Buer bedeuten. Die City erhält ein interessantes Alleinstellungsmerkmal“, lobt Gelsenkirchens Wirtschaftsförderer Christopher Schmitt.

Knapp zwei Jahre haben die Verhandlungen zwischen Stadt Gelsenkirchen und Investor Bernau gedauert. „Ein großes Problem lag darin, dass wir im Bestand umbauen müssen“, sagt Bernau rückblickend. Allein die neue Statik stelle eine logistische Herausforderung dar. Wie berichtet, wird Bernau eine Zwischendecke in die offene Halle einziehen, damit im Obergeschoss 1400 Quadratmeter Fläche für die Gastronomie entstehen. „Da werden dann 15 bis 20 Meter lange Stahlträger verbaut.“

Wie schnell es konkret gehen wird, dazu konnte Bernau noch nichts sagen. „Wir haben die Halle inzwischen entkernt, haben 70 Container Schutt abtransportiert“. Jetzt werden die weiteren Arbeiten ausgeschrieben.

Investition im zweistelligen Millionenbereich

Einen zweistelligen Millionenbetrag wird Bernau in diese Arbeiten investieren. Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt. Denn seit zwei Jahren gibt es für das Gelände um die Markthalle keinen gültigen Bebauungsplan. Um einen Tedi in der Halle zu verhindern, hatte die Stadt im Juli 2017 den Bebauungsplan außer Kraft gesetzt. „Es kann durchaus passieren, dass ein Mieter in drei Jahren abspringt. Stand heute habe ich keine Rechtssicherheit, was ich dann tun kann und darf. Es wäre wünschenswert, dass ein Bebauungsplan möglichst bald kommt, der für beide Seiten passt.“

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