Politik

Bädedebatte: CDU und SPD nehmen Einladung der Grünen an

Um nicht weniger als um die Zukunft der Bäder in Gelsenkirchen geht es bei den Gesprächen zwischen Grünen, CDU und SPD (im Bikd: das Freibad im Revierpark Nienhausen).

Foto: Olaf Ziegler

Um nicht weniger als um die Zukunft der Bäder in Gelsenkirchen geht es bei den Gesprächen zwischen Grünen, CDU und SPD (im Bikd: das Freibad im Revierpark Nienhausen).

Gelsenkirchen.   Noch im Juli sollen die Gespräche zum Gelsenkirchener Bäderkonzept stattfinden. Ist das die Chance für einen parteiübergreifenden Konsens?

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Der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Heinberg reagiert auf ein Gesprächsangebot der Grünen zum Bäderkonzept: „Ob es im Herbst einen gemeinsamen Beschluss mit der SPD zum Bäderkonzept geben kann, werden wir sehen. Ich halte das nicht für ausgeschlossen, aber auch nicht für einen Selbstläufer.“ Es sei gut und richtig, ein Gespräch zwischen SPD, Grünen und CDU zu führen und dabei auszuloten, welche inhaltliche Schnittmenge in Sachen Bäderkonzept miteinander und vor allem mit der SPD zu erzielen sei. „Darum wird die CDU-Fraktion die Einladung der Grünen zum Gespräch annehmen.“

Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Haertel kommt die Einladung „durchaus überraschend“. Er sagt: „Nicht zuletzt im Hauptausschuss haben wir deutlich gemacht, dass wir auch zukünftig sechs Bäderstandorte in Gelsenkirchen anstreben, mit vier Hallenbadstandorten und zwei Freibadstandorten. Es schien, als ob die Grünen trotz oder gerade wegen unserer Positionierung verbal eher die Distanz zu uns suchten und den gemeinsamen Nenner nicht akzeptieren wollten. Umso erfreulicher, dass unsere Positionierung nun bei den Grünen angekommen ist. Wir werden uns den Gesprächen nicht verweigern und sie annehmen, weil wir darauf bedacht sind, einen breiten Konsens zu erzielen, wenn es um die Zukunft der Bäderlandschaft in unserer Stadt geht.“

Heinbergs grundsätzliche Haltung: 4+2

Lukas Günther, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, ergänzt jedoch: „Für Schnellschüsse ist die SPD-Fraktion nicht zu haben. Wir werden uns den Sommer über die Zeit für eine umfassende und fundierte Positionierung nehmen.“ Er sei gespannt, ob die CDU an einem Konsens überhaupt interessiert sei.

Deren grundsätzliche Haltung macht Wolfgang Heinberg noch einmal klar: „4+2. Wir werden jetzt im Vorfeld des Termins erstens weiter zum Thema informieren und den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern suchen und zweitens keine weiteren inhaltlichen Vorbedingungen formulieren.“ So wie die Grünen stellt auch die CDU fest: Das Thema der Bürgerbeteiligung bleibe zentrales und wichtiges Thema, eventuell auch ein Bürgerentscheid.

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