Messerattacke im Spaßbad

Badegast durch Messerstich im Sport-Paradies verletzt

Das Sport-Paradies in Gelsenkirchen.

Das Sport-Paradies in Gelsenkirchen.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen-Erle.   Im Gelsenkirchener Sport-Paradies ist am Mittwoch eine Person durch einen Messerstich verletzt worden. Der Täter ist noch flüchtig.

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Im Gelsenkirchener Sport-Paradies ist ein Badegast durch einen Messerstich verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am gestrigen Mittwoch um 18.50 Uhr. Die Gewalttat geschah in der Nähe des Volleyballfeldes, demnach also im Freibadbereich. Der Täter ist noch flüchtig, namentlich aber der Polizei bekannt.

Streit zwischen zwei Männern

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, ging der Messerattacke ein Streit zwischen zwei Männern, 21 und 23 Jahre alt, voraus. Was den Streit ausgelöst hat, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Der 21-Jährige aus Gelsenkirchen soll Zeugen zufolge den anderem Mann zunächst verfolgt und dann mit dem Messer angegriffen und schwer verletzt haben.

Den Ermittlern nach schwelte bereits seit längerer Zeit ein Streit zwischen zwei Konfliktparteien mit türkischem Migrationshintergrund, zu denen die Männer gehören.

Das Opfer wurde notoperiert

Die alarmierten Rettungskräfte versorgten das Opfer noch vor Ort und brachten es anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Dort wurde der angegriffene Mann notoperiert, nach Angaben der Ärzte und der Polizei befindet er sich außer Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter flüchtete aus dem Sport-Paradies und konnte trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen noch nicht aufgegriffen werden. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet und weitere Ermittlungen aufgenommen.

Möglicherweise haben Kameras den Angriff aufgezeichnet

Der Badbetreiber, die Stadtwerke Gelsenkirchen, hatte Security-Mitarbeiter im Einsatz. „Sicherheitsmitarbeiter sind Patrouille über das Gelände gelaufen“, sagte Stadtwerke-Sprecherin Janine Meyer-Simon. Auf den kurzen heftigen Streit seien sie zwar aufmerksam geworden und dem flüchtenden Täter auch gefolgt. Ergreifen konnten sie ihn nicht mehr, daraufhin sei ein Notruf abgesetzt worden. Ob das Gelände von Kameras überwacht wird und so möglicherweise die Tat dokumentiert worden ist, war morgens, als auch in den sozialen Netzwerken der Angriff die Runde machte, zunächst offen, am Donnerstagnachmittag erklärte die Sprecherin, dass das Gelände nicht mit Aufzeichnungsgeräten überwacht werde.

Das Freizeit-Bad im Stadtteil Erle kommt anscheinend nicht aus den Schlagzeilen heraus. Erst vor kurzem ereignete sich im Sport-Paradies ein tödlicher Badeunfall. Am 10. Juni kam ein zweijähriger Junge hier ums Leben, er ertrank. Der genaue Unfallhergang und ob möglicherweise die Aufsichtspflicht verletzt wurde, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

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