Verkehrs-Wettrennen

Auto oder Bahn – Wer ist zur Rushhour schneller in Buer?

Redakteurin Sibylle Raudies steht mit ihrem Auto im Stau – Inge Ansahl nimmt die Bahn.

Redakteurin Sibylle Raudies steht mit ihrem Auto im Stau – Inge Ansahl nimmt die Bahn.

Gelsenkirchen.  Mitten im Berufsverkehr will niemand auf die Straße. Muss aber. Wir haben ein Rennen gewagt: Geht's mit Bahn oder Auto schneller nach Buer?

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Zur Rushhour am Nachmittag von der Gelsenkirchener Stadtredaktion nach Buer – das ist kein Spaß. Die beiden Redakteurinnen Inge Ansahl und Sybille Raudies haben ein Wettrennen gewagt: Geht's mit der Bahn oder dem Auto schneller? Sie sind jeweils um 11 und 16 Uhr "gegeneinander" angetreten. Hier sind ihre Erfahrungsberichte. Fazit: Beide Fortbewegungsmittell haben Vorteile und Tücken.

>>> HINTERGRUND: 302 fährt seit 100 Tagen im Fünf-Minuten-Takt – ein Testlauf

Am Montag, 5. Februar 2018, 5.58 Uhr begann das neue Takt-Zeitalter der Linie 302. Seither fährt die Straßenbahn täglich bis 19 Uhr im Fünf-Minuten-Takt.

Genau 100 Tage sind seither vergangenen. Grund genug für die WAZ, nachzuhören, wie sehr sich die Taktverdichtung bislang gelohnt hat. Für die Bürger, für die Bogestra, für die Umwelt und die Nerven aller Beteiligten.

Die Stadt zählt derweil die Autos auf der Strecke zwischen der City im Süden und dem Zentrum in Buer. 3500 Autos mehr als im Vorjahresmonat fuhren im Schnitt seit Sperrung der Uferstraße zum Jahresbeginn über die Schalker Meile von Süd nach Nord und umgekehrt. „Aber ob es noch mehr Autos wären, wenn die 302 nicht so häufig fahren würde, kann man leider nicht sagen. Im April sind weniger Autos unterwegs als im November, das wissen wir. Ein echter Vergleich ist nicht möglich“, bedauert Stadtsprecher Oliver Schäfer.

Die Bogestra will erst Ende Juni eine Bilanz zum verkürzten Takt ziehen. Über 300 Fahrgäste sind bereits befragt worden, persönlich in und an der Bahn. Die Auswertung steht noch aus, erste Rückmeldungen seien aber ausgesprochen positiv, betont Bogestra-Sprecherin Karoline Rösener. Die Hauptargumente seinen „ Endlich muss ich nicht mehr hinterherlaufen, weil die nächste ja schon gleich kommt“ und „Ich fahre jetzt viel lieber Bahn, weil sie nicht mehr so voll ist“. Bis zum 13. Juli bleibt es beim Fünf-Minuten-Takt, in den Schulferien nicht mehr, auch wegen der Baustellen. Welcher Takt nach den Ferien gilt, ist noch offen.

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