Artnight in GE

„Artnight“ lässt jeden in Gelsenkirchen zum Künstler werden

Die freischaffende Künstlerin Natalia Stankiewicz (34) stellt das Konzept „Artnight“ im Café Faber vor. Das Café ist eine Location für die Gelsenkirchener Kunstworkshops.

Die freischaffende Künstlerin Natalia Stankiewicz (34) stellt das Konzept „Artnight“ im Café Faber vor. Das Café ist eine Location für die Gelsenkirchener Kunstworkshops.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  2016 starteten die „Artnight“-Veranstaltungen in Berlin. Seit diesem Jahr werden die Kunstworkshops auch in Gelsenkirchen angeboten.

2016 in Berlin gestartet ist die „Artnight“ mittlerweile in sechs verschiedenen Ländern und 65 Städten vertreten. Seit diesem Jahr ist der Besuch der Veranstaltung auch in Gelsenkirchen möglich. Für einen Abend kann jeder, der mag, allein mit Pinsel, Acrylfarben und durch eine Leinwand zum Künstler werden, selbst wenn das letzte Gemälde mit dem Wasserfarbkasten im Kindergarten entstanden ist.

Eine Alternative zum TV-Abend

Versprochen wird ein Abend in netter Gesellschaft und eine Alternative zum Abendprogramm vor dem heimischen Fernseher. Das Konzept funktioniert folgendermaßen: Pro „Artnight“ gibt es ein vorgegebenes Gemälde, das jeder Teilnehmer unter Anleitung eines lokalen Künstlers auf seiner eigenen Staffelei nachmalt.

Zunächst erhalten die Anwesenden in lockerer Runde eine Farbberatung, bekommen erklärt, wie die Farben angemischt werden, welche Pinsel am Besten für verschiedene Techniken geeignet sind und wie sich die Bildkompositionen anordnen lassen. Dann kann auch schon losgelegt werden. Zwei bis zweieinhalb Stunden wird fröhlich Schritt für Schritt Bleistift und Pinsel geschwungen. Wer mag, kann als Hilfestellung ein Kompositionsraster oder eine Vorlage, die mit einer Lichtquelle auf die Leinwand projiziert wird, nutzen. Aber bei den Kunstabenden wird auch je nach Lust und Laune getrunken, gegessen oder man unterhält sich. Manchmal schallt auch Musik, thematisch passend zum Kunstwerk, durch den Raum. Alle Materialien werden gestellt. Pro Abend zahlt der Teilnehmer 34 Euro. Das fertige Werk darf er am Ende mitnehmen.

Die vorgegebenen Motive wechseln

Die Motive variieren von Veranstaltung zu Veranstaltung, die übrigens größtenteils abends stattfinden. Entweder sind es Gemälde von künstlerischen Vorbildern wie Picasso, Warhol, Pollock oder Banksy, aber es können auch freie Motive, darunter Porträts bekannter Persönlichkeiten, wie beispielsweise Audrey Hepburn oder Frida Kahlo auf den 30 mal 40 Zentimeter großen Leinwänden entstehen. Die Locations für die Kunstworkshops wechseln. Egal ob in Bars, Restaurants, Cafés, Theatern oder anderen Räumlichkeiten, wichtig bei den Locations ist, dass ein Gastronomiebetrieb vorhanden ist und ein separater Raum besteht, in dem sich die Gruppe kreativ auslassen. Die freiberuflichtätigen Künstler organisieren vorab die Location. In Gelsenkirchener sind derzeit unter anderem das Café Faber, der Alma-Park, das Museums-Café oder das Restaurant Prinz dabei. „Wir sind allerdings immer auf der Suche nach neuen Locations“, sagt Natalia Stankiewicz, eine der freiberuflichen Künstlerinnen. Als studierte Grafikdesignerin und Illustratorin bietet sie Kunstworkshops in Gelsenkirchen an. Neben der 34-Jährigen leiten zudem Olga Schulz und Yvonne Zawinell die Kunstveranstaltungen in der Stadt. Wer als Locationbetreiber Interesse hat, kann sich über die Homepage von „Artnight“ bewerben.

Auch für Privatveranstaltungen sind „Artnights“ möglich

Pro Veranstaltung können 20 bis 25 Personen zum Künstler werden. Eine Online-Anmeldung, die spätestens einen Tag vorher passieren muss, ist allerdings Pflicht. „Es sind keine Vorkenntnisse nötig, aber genauso sind auch Leute eingeladen, die viel und gerne malen. Wichtig ist, dass alle Teilnehmer gute Laune mitbringen und am Ende glücklich mit ihrem eigenen Motiv nach Hause gehen“, so Stankiewicz. Anderseits können auch Privatveranstaltungen angemeldet werden für beispielsweise Geburtstage, Junggesellenabschiede oder Betriebsfeiern.

Besuch beim TV-Format „Die Höhle der Löwen“

Die Gründer von „Artnight“ gastierten übrigens mit Erfolg schon bei dem TV-Format „Die Höhle der Löwen“. Der Gast-Löwe Georg Kofler, eingesprungen für Judith Williams, investierte in das Unternehmen 150.000 Euro und erhielt dafür einen Anteil von zehn Prozent.

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