Gelsenkirchen-Feldmark. Per Hubschraubers wird ein Trio in Gelsenkirchen-Feldmark auf frischer Tat erwischt. Mann versteckt sich im Busch, Frau unter einem Bagger.

Mit Hilfe eines Polizei-Hubschraubers hat die Bundespolizei in der Nacht zu Sonntag, 3. Dezember, in der Nähe einer Bahnstrecke in Gelsenkirchen zwei von drei Flüchtenden erwischt, die zuvor im Stadtteil Feldmark Schallschutzwände mit Farbe besprüht hatten. Sie müssen sich nun wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung verantworten. Auf eine Beschuldigte kommt zudem ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu.

Es war gegen 0.40 Uhr, als die Beamten im Polizei-Hubschrauber bei einem Überwachungsflug auf drei Personen aufmerksam wurden, die mehrere Schallschutzwände an der Bahnstrecke mit Farbe besprühten. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte jedoch keinen der Verdächtigten mehr antreffen. Sie stellten aber fest, dass die Farbe auf einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern noch frisch war. Zudem entdeckten sie mehrere Spraydosen. Sie fertigen Fotos von dem Graffiti.

Verdächtige aus Velbert wird mit Wärmebildkamera in Gelsenkirchen aufgespürt

Dank der Anweisungen des Piloten konnten die Flüchtenden verfolgt werden: In einem Waldabschnitt in der Nähe nahm eine Bundespolizeistreife einen 30-Jährigen aus Hattingen fest, der sich in einem Busch versteckte. Eine 24-Jährige aus Velbert konnte nach langer Flucht in einer schlammigen Baustelle aufgegriffen werden, wo sie sich unter einem Bagger verborgen hielt. Sie war mit Hilfe einer Wärmebildkamera aufgespürt worden und ergab sich erst nach mehrfacher Aufforderung.

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Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten bei ihr eine geringe Menge Marihuana sowie Reste von weißem Pulver an ihrer Krankenkassenkarte. Zur Identität und zum Aufenthaltsort des dritten Verdächtigen wollten auf der Bundespolizeiwache weder der Mann noch die Frau nähere Angaben machen. Die Beamten stellten die Mobiltelefone der beiden Deutschen sicher, nahmen Fingerabdrücke und fertigten Fotos von dem Duo.

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