Gelsenkirchen-Schalke-Nord/Essen. Ein Schlag gegen den organisierten Drogenhandel ist der Polizei gelungen. Spezialkräfte haben in Schalke einen Mann festgenommen.

Nach längeren Ermittlungen haben Einsatzkräfte in Gelsenkirchen und Essen zu einem Schlag gegen den organisierten Drogenhandel ausgeholt. Ein 29-jähriger Gelsenkirchener wurde mit Unterstützung von Spezialkräften festgenommen. Zwei weiteren Männern (21, 27) aus Essen und Gelsenkirchen wird ebenfalls eine Beteiligung am Handel mit Rauschgift vorgeworfen.

Verdacht auf Waffenbesitz: Spezialkräfte in Schalke im Einsatz

Der Verdacht des illegalen Drogenhandels hatte sich erhärtet, nachdem die Polizei unter anderem die Telefondaten der Tatverdächtigen ausgewertet hatte. Am Dienstagmorgen, 17. Oktober, schlugen die Einsatzkräfte zu und durchsuchten Wohnungen in Gelsenkirchen und Essen.

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In Schalke-Nord in Gelsenkirchen waren bei dem Zugriff um sechs Uhr am Dienstagmorgen auch Spezialkräfte im Einsatz, weil den Behörden Hinweise vorlagen, dass der 29-jährige Tatverdächtige über eine Schusswaffe verfügt. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl der zuständigen Staatsanwaltschaft Essen vor, er wurde festgenommen. Bei dem Beschuldigten wurden mehrere Tausend Euro Bargeld gefunden und sichergestellt. Eine Waffe fanden die Beamten allerdings nicht.

Nach Polizistenmord: Lebenslange Haft für Gelsenkirchener

Im Frühjahr 2020 ist bei einem ähnlichen Einsatz in Gelsenkirchen ein Polizist durch einen Schuss tödlich verletzt worden. Ein Gericht verurteilte den Gelsenkirchener zu lebenslanger Haft.

Drogenfund: Wohnungen von Essener und Gelsenkirchener durchsucht

Bei der Durchsuchung der Wohnung einer 24 Jahre alten Gelsenkirchenerin stießen die Einsatzkräfte auf eine größere Menge Marihuana, das ebenfalls sichergestellt wurde. Zudem durchsucht wurden die Wohnungen von zwei 21 und 27 Jahre alten Männern. Einer von ihnen wohnt ebenfalls in Gelsenkirchen, der andere in Essen. Bei den Durchsuchungen wurden weitere Beweismittel, unter anderem Mobiltelefone, sichergestellt.