Gelsenkirchen. Am Ostersonntag macht der Ostermarsch Rhein/Ruhr auch in Gelsenkirchen Halt: Programm startet ab 11 Uhr im Stadtgarten an der Zeppelinallee.

Der Ostermarsch Rhein/Ruhr legt auch in diesem Jahr auf seinem Weg von Duisburg nach Dortmund wieder einen Zwischenstopp in Gelsenkirchen ein. Am Ostersonntag, 9. April, ist der Stadtgarten an der Zeppelinallee das Etappenziel. Dort wartet dann ab 11 Uhr ein ebenso interessantes wie abwechslungsreiches Programm auf alle Teilnehmenden.

Forderung des Friedensforums Gelsenkirchen: Waffenstillstand im Ukraine-Krieg

Der Ostermarsch ist diesmal eine Tour, die nicht klassisch zu Fuß, sondern größtenteils auf dem Fahrrad zurückgelegt wird. Von Karsamstag bis Ostermontag, 8. bis 10. April, radeln alle interessierten Friedensbewegte laut Veranstalter von Duisburg über Essen, Gelsenkirchen und Bochum nach Dortmund.

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Mit im Gepäck haben sie einen Katalog an Forderungen. Die wichtigsten lauten: ein schnellstmöglicher Waffenstillstand im Ukraine-Krieg sowie die Aufnahme von Verhandlungen, ein Ende der Waffenlieferungen in die Ukraine und ein Stopp der Aufrüstung im Allgemeinen. Auch das Thema Klimaschutz soll bei den geplanten Reden eine Rolle spielen.

Friedensforum: Waffenlieferungen würden den Krieg nur weiter anheizen

„Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine und fordern Deutschland und die EU auf, beide Kriegsparteien zum Ende der Kriegshandlungen zu drängen“, so Hildegard Maier vom Friedensforum Gelsenkirchen. Waffenlieferungen würden diesen Krieg nur weiter anheizen und die Angst vor einer atomaren Eskalation verstärken.

„Kein Krieg führt zum Frieden, weder in der Ukraine, im Jemen, in der Türkei, im Irak, in Syrien noch im vergessenen Afghanistan. Krieg hinterlässt Tod, Zerstörung und ein Leben in Trümmern über Jahre. Deshalb fordern wir ein Ende aller Waffenexporte in Kriegsgebiete und die Unterstützung für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Russland“, lässt das Friedensforum im Vorfeld des Ostermarsches verlauten.

Kranzniederlegung am antifaschistischen Mahnmal im Stadtgarten

Am Ostersonntag sollen die Ostermarschierer gegen 11 Uhr per Fahrrad den Stadtgarten erreichen. Dort begrüßen Mitglieder des hiesigen Friedensforums und andere Friedensbewegte die Ankommenden am Musikpavillon mit Kaffee und Kuchen. Um 11.40 Uhr wird ein Kranz vor dem antifaschistischen Mahnmal niedergelegt. Dort spricht der Publizist Wilhelm Neurohr zum Thema „Abrüstung statt Aufrüstung“. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Gelsenkirchener Musiker Norbert Labatzki.