Gelsenkirchen-Feldmark. Hohe Kosten ohne Ende und kaum Einnahmen: Warum der 24. Gelsenkirchener Weihnachtscircus für den Circus Probst überlebenswichtig geworden ist.

Zwei Sommertourneen hat der Circus Probst absagen müssen. Die Corona-Pandemie kippte auch den Gelsenkirchener Weihnachtscircus 2020/21. Seit fast zwei Jahren steht das Traditionsunternehmen mit seinen Zirkus-Zelten, mit Wohnwagen, Mann und Maus im Revierpark Nienhausen. Über die Zeit gerettet haben sich die Prosts und ihre Mitarbeiter mit zahllosen kleineren Veranstaltungen, Lohnarbeit, einem Kredit. Nun ruhen alle Hoffnungen – nach dem plötzlichen Tod der Probst-Tochter Sonja auch nach einem persönlichen Schicksalsjahr – auf dem 24. Gelsenkirchener Weihnachtscircus. Wirtschaftlich ist er überlebenswichtig geworden. Sollten wieder Coronabeschränkungen dazwischen kommen, fürchtet Circus-Chefin Brigitte Probst, „dann sind wir kaputt“.