Gelsenkirchen. Fünf Privatkonten und ein Geschäftskonto der MLPD grundlos gekündigt: Linksextreme werfen der Commerzbank Attacke auf Parteienrechte vor.

„Ich bin sauer und enttäuscht“, sagt Monika Gärtner-Engel. „Seit 14 Jahren war ich eine ganz normale Kundin bei der Commerzbank, hatte nie Probleme. Und jetzt das!“ Das Geldinstitut hat der Frau, die von 1999 bis 2019 für die MLPD-nahe AUF Gelsenkirchen im Rat der Stadt saß, das Privatkonto gekündigt. Und das ohne Angabe von Gründen. Vier weitere Personen, die der linksextremen Partei mit Bundessitz in Gelsenkirchen angehören oder nahestehen, ereilte dasselbe Schicksal. Hinzu kam ein Geschäftskonto der Mediengruppe Neuer Weg GmbH, in der die MLPD Bücher und Zeitschriften veröffentlicht. Die Partei vermutet dahinter einen Vorgang, der „ohne Zweifel antikommunistisch motiviert ist“.