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Arena-Suite: Diesen Luxus gibt es für 370 Euro pro Nacht

Der Hotelmanager des Courtyard by Marriott, Dino Klass (44), in der Arena Suite des Gelsenkirchener Hotels. Sie hat einen eigenen Barbereich, die Möbel sind aus Vogelaugenahorn geschreinert

Der Hotelmanager des Courtyard by Marriott, Dino Klass (44), in der Arena Suite des Gelsenkirchener Hotels. Sie hat einen eigenen Barbereich, die Möbel sind aus Vogelaugenahorn geschreinert

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Erle.  Gehobene Gäste sind im Gelsenkirchener Courtyard-Hotel obenauf. Die Arena-Suite im 11. Stock vereint Komfort mit Ausblick. So schaut sie aus.

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Die Arena-Suite macht ihrem Namen alle Ehre: Egal, aus welchem Suite-Fenster man schaut: Die Veltins-Arena liegt wie dahingebettet im Blickfeld. Blau und weiß, wie nah bist du. Hier das Hotel, elfte Etage, dort die Spielstätte der Schalker fast in Steinwurfweite. Mehr Emotion geht kaum. Mehr Luxus auf 70 Quadratmeter und für gut 370 Euro pro Nacht auch nicht – zumindest im Courtyard by Marriott.

193 Deluxe-Standardzimmer und fünf Suiten stehen seit 2006 für die internationale Kundschaft im gehobenen Vier-Sterne-Haus an der Parkallee bereit. Die Executive-Räume liegen in den oberen Etagen, nah am Fitness- und Saunabereich, Weitblick über das Revier, die sieben Schalker Trainingsplätze und natürlich den Fußballtempel inklusive. „Wir haben sehr viele Schalke-affine Gäste, die sich das Besondere leisten“, sagt Dino Klass (44), seit 2012 der Hotel-Direktor im Arena-Park.

Fußball-Quietschente mit Courtyard-Anhänger

Vogelaugenahorn wurde für die Möbel der Suite verbaut. Im Eingangsbereich steht ein eigener kleiner Konferenzraum mit ovalem Besprechungstisch zur Verfügung, selbstverständlich mit eigenem Gäste-WC. Der Suite-Gast kann es sich in einer roten Ledersofa-Ecklandschaft bequem machen, die Wände sind gelb-beige gehalten, dunkelblauer Teppichboden dämpft die Schritte. An einer kleinen Bar können Cocktails gemixt und Getränke ausgeschenkt werden. Der passende Kühlschrank hat ein Format, das nicht mit Piccolo-Fläschchen erschöpft wäre. Zwei Flachbild-Fernseher, üppiger Schrankraum, der obligatorische weiße Bademantel und sogar ein Bügelbrett gehören zur Suite-Grundausstattung. Im Bad wartet ein besonderer Gimmick auf die Gäste: Auf den sorgsam drapierten Handtüchern ruht eine Fußball-Quietscheente. Der kleine Courtyard-Anhänger am Hals weist sie als besonderen Werbeträger für die Hotelkette aus. Und dann ist da noch das Kingsize-Bett.

Das Marriott-Bett ist weltweit standardisiert

„Darauf liegt bei uns der Fokus. Wir verkaufen eigentlich ein Bett“, sagt der Hotelmanager. „Das Marriott-Bett ist weltweit standardisiert.“ Egal, von welchem Kontinent der Gast kommt – er weiß, worauf er sich bettet und wie er schlummern kann, wenn er ein Zimmer in einem der Hotels der Kette bucht. Konkret auf einem Boxspring-Bett mit 25 Zentimeter starker Matratze. Dazu gibt es für jeden Gast zwei Kissen, einmal mit Feder-, einmal mit Synthetik-Füllung – für die Allergiker.

25 Auszubildende in drei Jahrgängen

Wer hier bucht und übernachtet, welche Profis und Promis in den Suiten (dazu gehört auch die 47 Quadratmeter große Junior-Suite auf der zweiten Etage) absteigen? Klass pflegt die Diskretion und nennt keine Namen, erinnert aber beispielsweise an Zeiten, als TV total und Stefan Raabs Haussender Pro 7 zur „Stock Car Challenge“ in die Arena baten. „Da waren wir Fahrerhotel und hatten hier im Haus natürlich auch die Aftershowpartys“, sagt Class.

Auch beim Biathlon auf Schalke kommen sich Sport-Stars und Fans nah. Natürlich waren weitere Sportgrößen im Haus. Die Klitschkos haben in der Arena um den WM-Titel gekämpft, ins Bett hatten sie es danach wohl nicht weit. Pink, Pur oder Grönemeyer gastieren zwar in der Arena, aber bevorzugen dann doch andere Häuser zum Übernachten, vorzugsweise in Düsseldorf. Klass sieht es professionell und freut sich, dass zumindest die Vorbereitungs- und Aufbaucrews der Showgrößen im Hotel logieren. Plus natürlich die vielen Arena-Besucher, sei es bei Bundesligaspielen, Konzerten oder sonstigen Großveranstaltungen.

Das Hotelrestaurant wird gut frequentiert

Ein Barbetrieb (bis 1 Uhr früh), und das Restaurant „Green Olive“ im Haus sind für Klass weitere Fixpunkte für einen erfolgreichen Hotelbetrieb. Dass das Restaurant „gut frequentiert wird und wir es mit unserer mediterranen Küche auch schaffen, lokales Publikum anzusprechen“, macht den Manager durchaus stolz. Insgesamt, stellt der 44-Jährige fest, „halten wir so recht viele Gäste im Haus.“ Das ist Arbeitsplatz für knapp 60 feste Mitarbeiter. Davon sind aktuell 25 Auszubildende in den Sparten Gastronomie, Hotellerie und Küche. Klass ist es wichtig, den eigenen Nachwuchs für die Branche auszubilden. „Und zu behalten“, denn vom qualifizierten Personal lebe ein Hotel – vom Empfang über die Bankett-Säle und die Standardzimmer bis zur Arena-Suite.

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