Personalversammlung

Arbeiten in der Gelsenkirchener „Digitalen Verwaltung 4.0“

Allein 2500 Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter sind in der Kernverwaltung der Stadt Gelsenkirchen beschäftigt. Natürlich nicht alle im Hans-Sachs-Haus.

Allein 2500 Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter sind in der Kernverwaltung der Stadt Gelsenkirchen beschäftigt. Natürlich nicht alle im Hans-Sachs-Haus.

Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Im Mittelpunkt der Personalversammlung der städtischen Mitarbeiter samt Nebenbetrieben stand die Arbeit in der Digitalen Verwaltung im Zentrum.

Die „digitale Verwaltung 4.0“ war Thema der diesjährigen Personalversammlung der Stadt Gelsenkirchen. Und weil die Vorstellung neuer Technik auch technisches Equipment braucht, trafen sich die rund 1500 Teilnehmer der Personalversammlung diesmal in der Emscher-Lippe-Halle statt wie sonst im Schürenkamp, um sich den Film zum Stand der Digitalisierung in allen Bereichen der Stadt ansehen zu können und zu diskutieren.

Dabei ging es nicht nur um die Digitalisierung der Kernverwaltung, sondern auch um die Tochterunternehmen. Etwa um städtische Seniorenheime, wo die Dokumentation jetzt elektronisch erfolgt. Allerdings nicht per Tablet beim Bewohner, sondern im Stationszimmer am PC.

Auch der Schlachthof unternimmt die Fleischbeschau jetzt mit elektronischer Unterstützung, Gelsendienste setzt selbstfahrende Rasenmäher ein, die steile Hänge erklimmen können, Baumkontrolleure tragen die Ergebnisse ihrer Sichtkontrollen an Bäumen vor Ort ins Tablet ein, wo es direkt ins Kartenmaterial einfließt. Die Organisation der Müllabfuhr wird optimiert über ein Chipsystem an den Tonnen, das im Vorfeld die Tourenplanung erleichtert. Die Arbeit der Mitarbeiter vor Ort allerdings, räumt Personalratsvorsitzender Petra Stryewski ein, werde dadurch nicht erleichtert.

Drohne übernimmt Vermessungsarbeiten

Die Feuerwehr nutzt die Fahrzeugortung zum optimalen Fahrzeugeinsatz in Notfällen und die schnelle elektronische Überprüfung der Atemmasken. Geodaten wie das Aufmaß von Grundstücken und Baustellen werden zum Teil bereits per Drohne – Copter – gemacht, statt mit den bekannten Messstäben durch Ingenieur samt Meßgehilfen.

In Gekita-Einrichtungen informieren statt Zettel Monitore im Eingangsbereich über Termine und Neuheiten und in den Gruppen kommen zum Teil schon Tablets mit Spiel- und Lernsoftware zum Einsatz. Hier bedürfe es allerdings auch noch mehr Schulungen für das Personal, betont Stryewski.

Online-Terminvergabe entspannt

Auch in der Kernverwaltung schreite die Digitalisierung voran. Die Online-Terminvergabe bei Bürgercentern werde sehr gut angenommen, und entlaste dank besserer Planung auch die Mitarbeiter. Die Gesamtdigitalisierung aller Daten, also auch jener Daten aus dem Bestand, werde jedoch noch länger dauern, da es für das Einpflegen kein zusätzliches Personal gegeben habe.

Großes Thema in der Diskussion waren auch die Rahmenbedingungen für die Arbeit in einer Digitalen Verwaltung. Ein Rahmenvertrag dafür ist in Arbeit.

>>> Rund 6000 Mitarbeiter

  • 6000 Mitarbeiter beschäftigen die Stadtverwaltung samt Nebenbetrieben. Über 2500 arbeiten in der Kernverwaltung.
  • Darüber, wie Tele-, also Heimarbeitsplätze auszustatten sind, wie die Balance von Arbeit und Freizeit in einer digitalen Arbeitswelt langfristig gesichert bleiben kann: Auch das war Thema in der Versammlung.

Die WAZ Gelsenkirchen ist auch auf Facebook.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben